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Photo: unmundane
Aus aktuellem Anlass habe ich in den letzten Tagen einige durchweg lesenswerte Blog-Artikel rund um das VideoCamp im Netz gefunden, die mich allerdings allesamt in einem Punkt wirklich irritiert haben: Sie verlinken nicht.
Nun kann das viele Gründe haben, z.B. technische Probleme (je nach System werden Links – auch zu Twitter-Accounts- automatisch umgewandelt; hier kann es aber eben auch zu Störungen kommen). Eventuell gibt es auch „redaktionelle“ Gründe oder es ist die auch in den letzten 10 Jahren nicht ausgestorbene Sorge, wegen unklarer Haftungsfragen durch einen externen Link umgehend in einer Vorhölle zu landen.
Natürlich kann es auch einfach Unachtsamkeit sein – was im konkreten Fall (bei Artikeln über ein sponsorenfinanziertes BarCamp wie das VideoCamp im doppelten Sinne schade wäre. Denn schließlich kann man durch Links wunderbar auf vertiefende Informationen verweisen, statt den Leser erst auf die Suche bei Google schicken zu müssen. Und ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf die Website der BarCamp-Plattform kann man durchaus als kleine Gegenleistung für das Engagement der Sponsoren sehen – das direkte Verlinken von Sponsoren passiert ja (gerade auf Teilnehmerseite) ohnehin kaum noch.
Vielleicht ist es auch einfach der Wunsch, mit dem eigenen Text am liebsten eine Sackgasse zu sein. Eingehend Links nimmt man im Zweifelsfall gerne, ausgehende Links dagegen würden ja den Leser „weglocken“. Im Sinne eines offenen Netzes wäre das wohl die unangenehmste Sichtweise
Es gibt jedenfalls viele denkbare Gründe, warum in den Artikeln quasi keine Links gesetzt wurden. Und es geht mir nicht darum, hier die einzelnen Autoren anzuprangern oder die Gründe einzeln zu sezieren – es fiel mir halt einfach die Häufung auf (Hier die Beispiele: steadynews, steuerungb, vj-news; beim letzten Text ist genau 1 Link enthalten – zum neu gestarteten Feedback-Netzwerk – die dort genannten Twitter-Accounts sind aber eben genausowenig verlinkt wie das VideoCamp). Ich gehe ohnehin immer erst mal davon aus, dass hier eher Unachtsamkeit als z.B. so etwas wie Absicht vorliegt.
Ich habe aber eben den subjektiven Eindruck einer wachsenden Linkmüdigkeit – gerade bei Blogs und Blog-ähnlichen Texten. Zusammen mit der nie stark ausgeprägten Verlinkungsbereitschaft bei den Online-Ablegern diverser Verlagshäuser wäre das ein beunruhigender Trend.
Daher meine Frage an Euch (und ich freue mich ja immer über Kommentare, diesmal bin ich aber besonders neugierig!): Sind das Einzelfälle? Oder habt ihr ähnliche Beispiele und vor allem ähnliche Eindrücke?