Schlagwort-Archiv: sicherheit

Behörden und Medienkompetenz (Update)

von Stefan Evertz am 16.01.06 um 9:58 Uhr | 1 Antwort

Die LfM (Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen) will die Medienkompetenz von Internetbenutzern durch die am 12. Januar veröffentlichte Broschüre „12 goldene Suchmaschinen-Regeln“ steigern und „zu mehr Sicherheit im Umgang mit Suchmaschinen und dem Internet beitragen“.

In der offiziellen Pressemeldung der LfM (siehe auch www.lfm-nrw.de) kann man weitere ehrgeizige Zielsetzungen nachlesen:

Während andere Handreichungen lediglich Tipps zur effizienten Suche im Internet geben, will die LfM-Broschüre zusätzlich den Blick auf mögliche Probleme bei der Nutzung von Suchmaschinen schärfen: […] Die neue Information versteht sich dabei als nutzerfreundliches Angebot.

Wirklich beeindruckend finde ich allerdings die demonstrierte Medienkompetenz der Behörde: Bei dem Versuch, einen Blick in die Broschüre zu werfen, stellte ich fest, dass diese Datei scheinbar wirklich nur in gedruckter Form vorliegt bzw. bestellt werden kann.

Von dem PDF-Format hat man bei der LfM anscheinend noch nichts gehört. Das läßt ja im Hinblick auf die inhaltliche Qualität der Broschüre wirklich hoffen… 🙁

(via www.golem.de)

Nachtrag:
Die Broschüre ist kostenlos bei der LfM über medienkompetenz@lfm-nrw.de zu beziehen, solange der Vorrat reicht.

Update 16.01.06, 16:31 Uhr:
Mittlerweile kann die Broschüre auch als PDF-Datei unter www.lfm-nrw.de/downloads heruntergeladen werden (Inhalt: 45 Seiten; Dateigröße 1,48 MB, Download-Zeit mit ISDN: ca. 3 Minuten). Danke für den Hinweis per Kommentar!

Erkennen Sie die (Phishing-) Melodie?

von Stefan Evertz am 02.01.06 um 8:23 Uhr | 2 Antworten

Nachdem MailFrontier, u.a. Anbieter von Sicherheitslösungen rund um das Thema „E-Mail“, bereits einen Phishing-IQ-Test in Großbritannien und Amerika durchgeführt hatte (siehe auch www.heise.de[1]), wurde nun das Ergebnis eines deutschsprachigen Tests veröffentlicht, an dem seit Juni 2005 über 25.000 Anwender teilgenommen haben.

Heise berichtet, dass die deutschen „Tester“ zwar besser als die englischsprachigen Anwender abschnitten, andererseits aber auch die Unterscheidung zwischen „guten“ und „bösen“ E-Mails immer schwerer falle (Quelle: www.heise.de[2]):

So erkannten zwar 82 Prozent alle Phishing-Mails, stuften aber auch echte Mails als „phishig“ ein. Nur elf Prozent sortierten die insgesamt zehn Test-Mails richtig als Phishing-Mails oder echte E-Mails ein.

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Google Mail mit Virenscanner und RSS-Feeds

von Stefan Evertz am 13.12.05 um 9:31 Uhr | 1 Antwort

Die Funktionen des kostenlosen Dienstes „Google Mail“ (hieß in Deutschland auch mal Gmail) wurden nun weiter ausgebaut, auch wenn der Dienst weiterhin nicht frei verfügbar ist, sondern nur über Einladung.

Zum einen ist nun auch ein Virenscanner integriert, der eingehende E-Mails (und vor allem eventuelle Dateianhänge) auf Viren prüft. Wie Ryan McGeehan über einen Vergleich der Erkennungsraten herausgefunden hat (siehe auch thebillygoatcurse.com), setzt Google dabei auf den Anbieter „Sophos“ (www.sophos.com).

Weiterhin kann man sich nun auch Dateianhänge verschiedener Dateitypen (z.B. PDF-Dateien und die Office-Formate Word, Excel und PowerPoint) in HTML-Daten umwandeln lassen, so dass die Inhalte (auch ohne entsprechende Plugins) im Browser angesehen werden können.

Zu guter Letzt können nun auch in der Benutzeroberfläche RSS-Feeds in Form sogenannter „WebClips“ angezeigt werden. Wer nun – wie ich – in der deutschsprachigen Oberfläche vergeblich danach gesucht hat: Diese Funktion ist (bisher) nur verfügbar, wenn man unter Einstellungen als Sprache „English (US)“ auswählt. Inwieweit diese Funktionalität mittelbar den Google Reader (www.google.com/reader), nur mit Google Mail-Account nutzbar) ersetzen soll oder aber die beiden Anwendungen irgendwann „zusammenwachsen“ sollen, bleibt – wie so häufig bei Google – weiter im Dunkeln…

(via www.golem.de[1], www.golem.de[2], www.bloggingtom.ch, www.pcwelt.de, www.computerwoche.de)