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Und nun ein gpluscamp

von Stefan Evertz am 11.01.13 um 10:45 Uhr | 4 Antworten

Seit dem Start von Google+ vor über einem Jahr wachsen sowohl der Stellenwert und auch die Verbreitung von Google+. Und nicht erst seit den frisch gestarteten Communities (siehe z.B. t3n) entsteht immer mehr der Eindruck, dass bei Google+ noch einiges passieren wird und man definitiv auch “gekommen ist, um zu bleiben”. Auch bei BarCamps taucht das Thema zunehmend auf, auch wenn bei vielen Social Media Akteuren immer wieder auch eine gewisse Skepsis aufblitzt…

Insofern ist es Zeit für das gpluscamp – das BarCamp rund um Google+. Und das werden Björn Tantau und ich zusammen am 12.-13. April 2013 (Freitag und Samstag) im Unperfekthaus in Essen organisieren. Und natürlich gilt: Das gpluscamp ist keine offizielle Google-Veranstaltung oder steht in irgendeiner Verbindung zu Google.

gpluscamp Weiterlesen

Themen 4. Twittwoch Ruhr: Google Buzz, Twick.it

von Stefan Evertz am 19.02.10 um 7:03 Uhr | 8 Antworten

Am 24. FebruarJanuar 2010 findet im Essener Unperfekthaus der 4. Twittwoch Ruhrgebiet statt (siehe auch Twittwoch-Blog). Beim Twittwoch handelt es sich um eine nichtkommerzielle Veranstaltung zum Austausch unter aktiven Unternehmenstwitterern, aber auch eine Möglichkeit für “Neueinsteiger” und “Interessierte”, von den Erfahrungen anderer profitieren zu können.

Die Veranstaltung beginnt wieder um 19:30 Uhr, die Vorträge dann um 20:00 Uhr (bis etwa 21:00 Uhr). Danach kann dann in entspannter Atmosphäre weiter diskutiert und “genetworkt” werden. Die Veranstaltung endet um 23:00 Uhr.

Die Anmeldung bzw. der Eintrag auf der Teilnehmerliste kann bei Xing (50 Plätze) erfolgen. Die Veranstaltung ist kostenlos, es fällt lediglich der Eintritt ins Unperfekthaus von EUR 5,50 an (s.a. Terminbeschreibung bei Xing).

Und hier nun das geplante Programm:

  • Begrüßung / Kurzeinführung Twittwoch (Stefan Evertz, @hirnrinde)
  • Google Buzz (Christoph Müller-Girod, @schwarzesgold)
    Christoph Müller-Girod versucht eine erste Einordung des brandneuen, durchaus vielversprechenden Tools: „Google Buzz ist zu begreifen wie alles zusammenhängt. Vom Datenschutz zur beschleunigten Kommunikation.“ Angedachte Aspekte: Funktionsprinzip, Clients / Tools, Erste Erfahrungen, Kritik, Ausblick / Potential
  • Twickit (http://twick.it/, @twickit_info)
    Markus Möller (@derlangemarkus) und Sean Kollak (@SeanKollak) stellen ihre Mitmach-Enzyklopädie vor, die zu jedem Thema die beste Kurz-Erklärung finden will – quasi eine Kreuzung aus Wikipedia und Twitter. Weiterhin soll es auch um die bisherigen Erfahrungen bei der Einführung und Verbreitung des Tools gehen.
  • Termine (Stefan Evertz, @hirnrinde)

Hinweis zur Raumplanung
Der ursprünglich geplante Raum 154 (im Unperfekthaus) steht eventuell wegen Bauarbeiten wieder nicht zur Verfügung. Der genaue Raum steht daher erst am Mittwoch abend fest, daher am besten unten im Unperfekthaus an der Theke fragen und hier im Blog nachschauen (ich werde versuchen, den endgültigen Raum dann als Kommentar zu ergänzen). Update 23.02.2010, 10:46 Uhr: Es ist Raum E22!

Hashtag
Wer den Twittwoch aus der Ferne verfolgen möchte, sollte auf den „offiziellen“ Hashtag „#twruhr“ achten (Twitter-Suche).

Neuronaler Dreiklang 001

von Stefan Evertz am 11.07.09 um 22:23 Uhr | 2 Antworten

Vodafone
Ja, die Pressekonferenz wurde von vielen (virtuellen) Teilnehmern nicht so positiv aufgenommen. Ich persönlich würde eine Firma allerdings eher an ihren (neuen) Leistungen und Angeboten messen, auch wenn diese wohl eher nicht so aussehen werden.

Schon jetzt lesenswert (und im Hinblick auf die Gegenreden auch durchaus amüsant) sind aber

Virales PR-Gemurkse Marketing
Bei Lukas Heinser findet sich mit „I love you, you pay my rant“ einmal mehr ein wirklich gut geschriebener Artikel (und ein schön mehrdeutiger Titel, der nur scheinbar ein Pet Shop Boys-Zitat darstellt, siehe auch www.dict.cc). Im Artikel selber geht es um das nervige virale Marketing, das diversen Bloggern immer wieder lustige Päckchen, Briefe etc. beschert – etwas, das bei mir und meinem Blog in früheren Jahren auch gelegentlich vorkam. Und zu der vorgenannten Mobilfunkkampagne steht da übrigens auch was drin.

LBS – Google sagt dir, wo du bist
Bisher nur auf dem Handy, jetzt auch in einem Browser deiner Wahl (aktuell vor allem Frefox ab Version 3.5; siehe auch www.heise.de): Die erfolgreiche Positionierung des Besuchers auf einer GoogleMaps-Karte (detailliert bebildert bei stadt-bremerhaven.de). All das gehört zu den immer konkreter werdenden, ausgesprochen spannenden Möglichkeiten der Location Based Services (LBS, oder auch „Standortbezogene Dienste„; ). Probiert es einfach mal aus, die Treffsicherheit ist vielversprechend.

Zur Kategorie der LBS-Anwendungen fürs Handy gehört übrigens auch Google Latitude, einer Art Social Network, in dem man den Aufenthaltsort seiner Kontakte wieder bei Google Maps sehen kann (ich bin dort unter stefan.evertz[aedt]gmail.com zu finden; mehr Infos unter www.google.de).

Neuronaler Dreiklang: Jeden Tag drei Links und / oder Themen

Aufwändigeres Update auf WordPress 2.3

von Stefan Evertz am 28.10.07 um 14:32 Uhr | 12 Antworten

Nun läuft also auch hier die Version 2.3 von WordPress – und es hat sich doch einiges unter der Haube getan (siehe auch blog.wordpress-deutschland.org). Leider gibt es dabei auch Veränderungen, die durchaus grenzwertig sind. Drei problematische Änderungen – inklusive Lösungsansatz – will ich nachfolgend kurzvorstellen.

Tagging
Bisher war hier im Blog mit „Ultimate Tag Warrior“ ein eigenes Plugin fürs Tagging („Verschlagwortung“) der Artikel im Einsatz. Da WordPress ab dieser Version auch selber „taggen“ kann (und es wohl auch zu Konflikten mit den „externen“ Tagging-Plugins kam), war also eine Umstellung unvermeidlich. Der Import der vorhandenen Tags klappte problemlos (über „Verwaltung / Import“), bevor dann der wirklich spannende Teil kam: Die Integration ins Theme.

Während die Basis-Funktionalität (Anzeige der Tags je Artikel / Anzeige aller Tags in Form einer Tag-Cloud) ohne größere Probleme mit den neuen „Bordmitteln“ von WordPress realisierbar war (siehe auch deutsche Dokumentation unter doku.wordpress-deutschland.org), fehlte mir ein komfortables Werkzeug für die Tag-Verwaltung beim Schreiben eines Artikels – und da rede ich noch gar nicht vom spannenden „Type ahead“-Feature des „Simple Tagging“-Plugins. Wesentlich wichtiger (und mein Hauptgrund für die Nutzung von Tags) war aber die Funktion (des bisherigen Tagging-Plugins), die anhand der vorhandenen Tags „Ähnliche Artikel“ auflisten konnte – und leider gibt es bisher bei WordPress auch diese Funktion noch nicht.

Für die Nutzung der Tags „wie bisher“ bin ich dann auf die folgenden Plugins gestossen, die die vorgenannten Probleme gelöst haben. Eine Funktion zur „Verwaltung“ (und Löschung!) vorhandener Tags steht aber leider noch aus:

Neue Quelle für eingehende Links („Tellerrand“)
Stillschweigend hat man bei WordPress die bisherige Quelle für die Anzeige der „Eingehenden Links“ gewechselt. Anstelle des bisher abgefragten (und gelegentlich etwas überlasteten) Dienstes Technorati greift man nun auf die Daten der Google-Blogsuche zurück. Die Google-Daten haben allerdings den kleinen Makel, dass sie gerne auch mal interne Links anzeigen und somit wenig hilfreich sind.

Wer nun wie bisher Technorati nutzen möchte, kann die Änderungen entweder per Hand vornehmen (Beschreibung unter www.fixmbr.de) oder aber das Plugin „Nusuni Technorati Links WordPress Plugin„verwenden (hier im Einsatz).

Update-Funktion
Die neu eingeführte Update-Funktion prüft, welche der Plugins mittlerweile in einer neueren Version vorliegen. Auch wenn der Abgleich nur mit der (wachsenden) Plugin-Datenbank auf wordpress.org stattfindet, erhält man so bei immer mehr Plugins schnell den Update-Hinweis, ohne jeweils einzeln nachsehen zu müssen. Ärgerlich ist dabei die Tatsache, dass hier zahlreiche Informationen übertragen werden, die für die Prüfung der Plugin-Versionen nicht erforderlich ist (z.B. Blog-URL und Versionsnummern nicht aktivierter Plugins; siehe auch www.tamagothi.de) – und das alles, ohne dass der jeweilige Blogbetreiber je das „Herausposaunen“ dieser Daten veranlasst hätte.

Ich gebe zu, im Zuge des Updates war die Update-Option sehr hilfreich und die Zahl der veralteten Plugins erschreckend groß 😳 Aber das ändert nichts daran, dass ich die nicht erforderlichen Daten auch nicht preisgeben muss bzw. möchte.

Insofern dürfte für paranoide Datenschutz-interessierte WordPress-Nutzer das Plugin „Filosofo’s Tinfoil-Hat Plugin“ interessant sein, das dieses Problem löst und die übertragenen Daten anonymisiert.

Fazit
Abgesehen von den drei genannten Problembereichen lief das Update übrigens problemlos – jedenfalls soweit mir bisher bekannt ist – und es gab auch keine nennenswerten Probleme mit älteren Plugins. Weiterhin habe ich den Eindruck, dass WordPress etwas schneller geworden ist – was aber auch am verabschiedeten „Monster“ UTW liegen könnte 🙄

(Plugins gefunden u.a. via www.endl.de/weblog und www.silkester.de/blog)

Update-Services bei WordPress: Deutsch Pingen

von Stefan Evertz am 19.05.07 um 13:42 Uhr | 11 Antworten

Grundsätzlich ist es eine sinnvolle Funktion einer Blog-Software: Sobald ein neuer Artikel veröffentlicht wird, werden diverse Dienste automatisch informiert, dass es im Blog neuen Inhalt gibt – dieses „Anklingeln“ wird auch „Ping“ genannt. Bei WordPress findet sich die Liste der zu informierenden („anzupingenden“) Dienste bei „Update-Services“ (unter „Einstellungen / Schreiben“).

Immer wieder kam bzw. kommt nachvollziehbar der Verdacht auf, dass einem Blogger das Anpingen diverser englischsprachiger Dienste vor allem eins bringt: Spam. Denn kurz nach dem Veröffentlichen prasseln die Spam-Kommentare herein (siehe z.B. Roberts Artikel vom August 2006 unter www.basicthinking.de/blog).

Ähnlich war es unter www.webmasterfind.de/blog zu lesen:

Trotz steigendem deutschprachigen Kommentar-Spam, die wirkliche Plage bleibt englisch. Es ist wohl eine Milchmädchenrechnung, um festzustellen, von welchen Seiten man sich fernhalten sollte. Vorausgesetzt man betreibt eine deutsche Webseite, was wohl der Grossteil der Leser tut.

Als Fazit kann man festhalten: Pingt man englischsprachige Dienste an, steigt die Chance auf Spam. Ausserdem verzögert sich die Veröffentlichung eines Artikels immer mehr, je mehr Pings ausgeführt werden müssen – hier sollte man also sinnvollerweise Prioritäten setzen bzw. eine Auswahl treffen. Weiterhin darf bezweifelt werden, dass die englischsprachigen Dienste für die überwiegend deutschsprachige Leserschaft (bzw. Zielgruppe) eines Blogs auch nur den geringsten Wert hat (abgesehen von den unten genannten Diensten).

Vor diesem Hintergrund pinge ich seit geraumer Zeit „deutsch“ und setze dabei auf die folgenden Pingdienste:

http://ping.wordblog.de/
http://ping.feedburner.com/
http://rpc.technorati.com/rpc/ping
http://api.my.yahoo.com/RPC2
http://blogsearch.google.com/ping/RPC2

Anmerkungen:

  • Die „frisch gebloggt“-Liste auf http://wordpress-deutschland.org/ basiert auf den bei wordblog.de eingehenden Pings.
  • Feedburner prüft zwar automatisch alle 30 Minuten, ob neue Artikel vorliegen, aber für die ganz Eiligen… Feedburner kann übrigens noch über die „Pingshot“-Funktion (unter „Publicize“) weitere Dienste wie z.B. Bloglines und Newsgator ansprechen. All das macht natürlich nur Sinn, wenn ihr eure RSS-Feeds über Feedburner verteilt.
  • Die Pings an Technorati, Yahoo und Google (Blogsearch) informieren die jeweiligen Suchmaschinen über neue Artikel. Bis auf die zentrale – und ausschließlich englischsprachige – Blogsuchmaschine Technorati stehen dann die Daten auch in den jeweiligen deutschen Ablegern der Suchmaschinen zur Verfügung.

Inspiriert wurde diese Liste durch einen Beitrag unter www.perun.net; er lag hier allerdings offensichtlich etwas länger in der Warteschleife 🙄 Aber vielleicht hilft er ja auch jetzt noch dem einen oder anderen Leser 😉

Nachtrag 25.05.07, 08:41 Uhr:
Betriebsblindheit für Fortgeschrittene: Es soll ja Blogger geben, die Feedburner nicht (mehr) nutzen. Für diese wäre es dann noch sinnvoll, zumindest Bloglines auch direkt anzupingen:

http://www.bloglines.com/ping

Softdrinks und Mentos: Der Domino-Effekt

von Stefan Evertz am 16.11.06 um 8:05 Uhr | 3 Antworten

Nach den sehenswerten Bellagio-Fontänen (siehe auch Softdrinks und Menthos: Die Bellagio-Variante) haben nun Fritz Grobe und Stephen Voltz erneut mit der explosiven Kombination von Mentos und Softdrinks experimentiert. Diesmal gibt es eine sprudelnde „Kettenreaktion“ zu sehen, wobei die durchaus beeindruckende Zahl von 251 Flaschen Cola light und mehr als 1,500 Mentos-Dragees zum Einsatz kommen:

[flash]http://video.google.com/videoplay?docid=-274981837129821058[/flash]

Nachdem die beiden wohl für das „Bellagio“-Video vom Anbieter Revver 30.000 Dollar für eine Werbeeinblendung am Ende des Videos erhalten haben (siehe auch www.intern.de), hat sich diesmal Google (Video) das Video exklusiv gesichert (siehe googleblog.blogspot.com, englisch) – sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung, nachdem mittlerweile seit dem 20.10.06 etwa 1,8 Millionen Besucher das Video angesehen haben.

Und vielleicht haben sie ja von Google auch ein bisschen mehr als von Revver bekommen – es sei ihnen gegönnt 😈

Pausen-Fazit und eine Technorati-These

von Stefan Evertz am 15.11.06 um 18:12 Uhr | 2 Antworten

Nachdem ab dem 20.Oktober für eine Woche mein Blog-Faktor unter den magischen Schwellenwert gesunken war und somit eine Blogpause unvermeidbar wurde, war ich doch etwas überrascht – und gleichzeitig auch ein wenig frustriert – über die Besucherzahlen in dieser „Phase des Schweigens“.

Denn irgendwie hätte ich schon mit einem Rückgang der Besucherzahlen gerechnet, schließlich gab es „nichts neues“ im Blog. Aber ein Blick auf die Auswertung zeigte: Nichts, keine erwähnenswerte Veränderung.

Besucherzahlen 13.10.-01.11.06

Es gibt wohl kaum eine besseren Weg, einem Blogger klar zu machen, wie „unwichtig“ er und seine Artikel doch sind – oder besser: Wie stark die Besucherzahlen eines Blogs von Google abhängen können…

Nun will ich hier nicht die „Google-Besucher“ abwerten – schließlich haben sie etwas gesucht und dann hier im Blog hoffentlich auch gefunden. Aber ich vermute, dass nur ein kleiner Teil dieser Besucher wiederkommt und vielleicht sogar irgendwann zum Stammleser wird. Insofern zeigt es sich einmal mehr, dass hohe Besucherzahlen nicht zwangsläufig auch für eine große Leserzahl (oder gar eine große „Reichweite“) stehen.

Aber auch in Sachen Technorati habe ich eine interessante Tatsache beobachtet: Scheinbar werden dort die Zahlen der „eingehenden Links“ sowie der verlinkenden Sites nur dann verstärkt aktualisiert, wenn Technorati per Ping über neue Beiträge im jeweiligen Blog informiert wird.

Während der Blogpause stagnierte jedenfalls die von Technorati angezeigte Zahl der verlinkenden Websites (und eingehenden Links), obwohl auch in dieser Zeit neue Links eingingen. Ähnlich eingefrorene Werte konnte ich in den letzten Tagen beobachten, als hier im Blog ebenfalls „Schreibstille“ herrschte.

Ob meine These nun wirklich stimmt: Keine Ahnung. Zum einen kann es durchaus sein, dass sich die eingehenden Links mit den (nach 180 Tagen) wegfallenden Links überschnitten haben. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Technorati wieder mal mit Überlastung zu kämpfen hat…:roll:

Social Bookmarks mit WordPress

von Stefan Evertz am 19.10.06 um 10:06 Uhr | 23 Antworten

Links zu einigen „Social Bookmark“-Diensten (siehe auch de.wikipedia.org) habe ich hier schon einige Zeit im Blog. Angeregt durch den Artikel bei Mike unter www.sichelputzer.de habe ich mich nun dazu entschlossen, hier im Blog auch die Links zu Mister Wong (www.mister-wong.de) zu integrieren. Weiterhin habe ich nachfolgend die „manuelle“ Integration der Links zu den Social Bookmark-Diensten (und zur Integration des RSS-Feeds) ins Blog beschrieben, da mir die verfügbaren Plugins (z.B. Sociable, push.cx) nicht zugesagt haben.

Grundsätzlich kann man zwei Bereiche unterscheiden, in denen die Links integriert werden. Die Sidebar wird bei mir auf jeder Seite angezeigt – entsprechend sind die Links dort immer auf das gesamte Blog (bzw. die „Startseite“) bezogen. Die Links beim einzelnen Artikel hingegen sollen jeweils auch nur die Daten des einzelnen Artikels enthalten.

Sidebar
Veränderungen an der Sidebar werden in der Datei "sidebar.php" vorgenommen. Der URL "hirnrinde.de/hirnrinde.php" steht dabei für den RSS-Feed meines Blogs, das "X" steht jeweils für einen von mir für die Darstellung erzwungenen Zeilenumbruch und muß vor der Integration ins Blog entfernt werden:

Einzelartikel

Veränderungen an der Darstellung des Einzelartikels werden in der Datei „single.php“ vorgenommen. Mit dem folgenden Schnipsel werden Links zu delicious, Mister Wong, yigg.de und co.mments.com angezeigt; bei mir habe ich den Schnipsel oberhalb der Zeile „

del.icio.us |
Mister Wong |
yigg.de |
co.mments.com

Mediendynamik: Google und der Kauf von YouTube (Update)

von Stefan Evertz am 07.10.06 um 0:56 Uhr | 2 Antworten

Ob wirklich etwas dran ist: Keine Ahnung. Aber angeblich führt Google Gespräche, um den Videohoster YouTube (www.youtube.com) für 1,6 Milliarden Dollar zu kaufen.

Aus der Sicht von Google würde eine solche Übernahme sicherlich Sinn machen, wie eine aktuelle Besucher-Auswertung in einem Artikel des Wall Street Journal zeigt (siehe unten; Artikel online nicht mehr frei verfügbar, ähnliche Zahlen habe ich unter www.searchenginejournal.com gefunden). Dort liegt Google derzeit auf Platz 3 hinter YouTube (Platz 1) und den Videos von MySpace (Platz 2); durch die Übernahme würde Google unangefochtener Marktführer werden. Ob dies den berichteten Kaufpreis allerdings rechtfertigt, müssen wohl die Buchhalter bei Google beurteilen…

Wesentlich spannender als das bislang unbestätigte Gerücht finde ich allerdings die Geschwindigkeit der Verbreitung (die im folgenden genannten Zeiten sind jeweils MESZ).

9:18 Uhr
Michael Arrington berichtet im Blog „Techcrunch“ seinem Blog von einem „Completely Unsubstantiated Google/YouTube Rumor“ (siehe auch www.techchrunch.com und geht dabei von einer Wahrscheinlichkeit von 40% aus, dass das Gerücht stimmt. Basis seiner Meldung: Eine E-Mail sowie eine zweite Quelle, die sowohl das Vorhandensein des Gerüchts als auch den kolportierten Kaufpreis bestätigen.

17:21 Uhr (+ 8 Stunden)
Das Wall Street Journal berichtet in seiner Online-Ausgabe unter online.wsj.com (07.10.06, 15:59 Uhr: Artikel mittlerweile nur noch für Abonnenten verfügbar) über die Kaufgespräche. Quellen: „a person familiar with the matter“ sowie die bei TechCrunch genannten Gerüchte.

19:59 Uhr (+10,5 Stunden)
Reuters veröffentlicht eine Meldung (siehe de.today.reuters.com), über die Kaufgespräche, die schnell in den deutschen Medien verbreitet wird (siehe auch news.google.de). Quellen der Agentur-Meldung: Der Artikel des Wall Street Journal und das „zuvor von einem Internet-Blog gemeldete ‚unbegründete Gerücht'“.

Es hat also nur etwas mehr als 10 Stunden gedauert, auf Basis einer E-Mail, einer telefonischen Bestätigung, eines Blog-Eintrags, einer weiteren Person, eines Journalisten (des Wall Street Journal) und einer Agentur-Meldung eine ganze Reihe von Meldungen in namhaften deutschen Medien über die mögliche Übernahme von YouTube durch Google vorzufinden. Eigentlich eine erschreckend kleine Zahl von Elementen für eine so große Wirkung, auch wenn man sicherlich den Ruf von TechCrunch und Wall Street Journal nicht unterschätzen sollte.

Die hohe Geschwindigkeit finde ich jedenfalls beeindruckend (und die Meldung wäre wohl noch schneller verbreitet worden, wenn der „auslösende“ Blog-Artikel nicht um 3 Uhr New Yorker Zeit veröffentlicht worden wäre). Und wenn YouTube an der Börse gehandelt würde, würden mir jetzt wohl Begriffe wie „Insidergeschäfte“ in den Sinn kommen 🙄

Update 07.10.06, 15:59 Uhr:
Offenbar bin nicht nur ich über die etwas dünne Quellen- bzw. Faktenlage gestolpert. Thomas Knüwer hat sich unter blog.handelsblatt.de/indiskretion ebenfalls mit dem – leider nur noch für Abonnenten verfügbaren – Artikel des Wall Street Journal beschäftigt:

Das „WSJ“ sieht eigentlich dem Zwei-Quellen-Prinzip verpflichtet. Sprich: Bekommt ein Redakteur Wind von einer Sache, muss er eine zweite Quelle finden, die diese Information zumindest ansatzweise bestätigt. Deshalb heißt es in Berichten über Fusionen meist, die Informationen kämen von „people who are familiar with the matter“. Im Google-Artikel heißt es aber bemerkenswerterweise:
„Web-search giant Google is in talks to acquire YouTube for roughly $1.6 billion, a person familiar with the matter says.“

„A person“ deutet auf nur eine Quelle hin. Erst der Sicherheitshinweis, dass alles noch schief gehen könnte (der für US-Medien auch eine Art Rückversicherung ist, um nicht von Anlegerschutzanwälten verklagt zu werden) spricht von mehreren Personen: „The discussions between Google and YouTube are still at a sensitive stage and could break off, says the person familiar with the matter.“

OK, der letzte Punkt passt wohl eher nicht, da die (korrekt) zitierte Aussage ebenfalls von einer einzelnen Person spricht. Aber ansonsten wird deutlich, dass hier möglicherweise das beschriebene – und zu Recht weitverbreitete – Zwei-Quellen-Prinzip beim WSJ-Artikel nicht eingehalten wurde.

Und auch die These zur Frage der „Motivation“ der denkbaren undichten Stelle finde ich durchaus nachvollziehbar (siehe blog.handelsblatt.de/indiskretion):

Und deshalb wird es erst beim letzten Satz des Artikels richtig interessant. Er lautet:

„Google and YouTube share a common backer in venture-capital firm Sequoia Capital, which helped finance Google during its early days and has provided funding to YouTube.“

Mein Tipp: Sequoia sieht eine Riesenchance gewaltig Kasse zu machen. Verhandlungen gibt es, aber sie stocken. Und deshalb will der Kapitalgeber Druck ausüben. Möglicherweise auch auf einen anderen Mitbieter, der noch zögert.

Es dürfte also spannend bleiben. Und bis weitere Details durchsickern, schaue ich mal, ob ich noch meine alte VHS-Aufnahme von „Wall Street“ (siehe auch german.imdb.com) finde – die Szenen, in denen Charlie Sheen (als „Bud Fox“) dem WSJ-Redakteur vertrauliche Tipps gibt, fand ich schon immer am besten 🙄

Update 08.10.06, 14:53 Uhr:
Über www.golem.de bin ich auf einen weiteren Artikel bei der New York Times gestossen (siehe auch www.nytimes.com), der ebenfalls gestern das Thema aufgriff:

Google is in discussions to acquire YouTube for $1.6 billion, people involved in the talks said yesterday.

Das klingt ja zumindest nach mehreren Quellen…

Update 10.10.06, 05:15 Uhr:
Aus den „40% Wahrscheinlichkeit“ des ersten TechCrunch-Artikels sind gestern abend 100% geworden: Google hat YouTube für 1,65 Mrd. Dollar (1,31 Mrd. EUR) gekauft (siehe auch investor.google.com). Eine lesenswerte Zusammenfassung der turbulenten letzten Stunden (und Meldungen) findet sich übrigens bei Robert unter www.basicthinking.de/blog.

Insofern haben die Gerüchte gestimmt. Aber angesichts der extrem schnellen Verbreitung der doch etwas dünnen Faktenlage bleibt irgendwie ein schaler Nachgeschmack…

Pornos petzen beim Videohost

von Stefan Evertz am 07.09.06 um 9:09 Uhr | 7 Antworten

Nachdem der Support von Myvideo vor einigen Tagen per Kommentar einen Verbesserungsvorschlag für mein Plugin „Flash Cortex“ angebracht hatte, wollte ich mich eigentlich kurz einigen Allmachtsphantasien hingeben – und warten, bis sich Youtube und Google bei mir melden, um weitere Anregungen loszuwerden 😉

Die Freude über die Aufmerksamkeit für mein Plugin währte allerdings nicht sehr lang – eigentlich genau so lang, bis ich beim Stöbern in den Videos bei Myvideo plötzlich ein lupenreines Pornofilmchen fand. Was ich leider nicht fand, war eine Möglichkeit, dieses Video zu „verpetzen“, also auf einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen hinzuweisen.

Und so habe ich mir dann mal genauer angesehen, ob und wie Besucher der bekannteren Videohoster „problematische“ Videos melden können – und war doch überrascht, wie unterschiedlich man diesen Prozess handhaben kann.

  • YouTube (www.youtube.com)
    Ein „Regelverstoß“ kann gemeldet werden, ist allerdings nur für angemeldete Benutzer möglich.
  • Google Video (video.google.de)
    Ein „Regelverstoß“ kann gemeldet werden und setzt keine Angabe persönlicher Daten voraus.
  • Sevenload (sevenload.de)
    Ein „Regelverstoß“ kann gemeldet werden und setzt keine Angabe persönlicher Daten voraus.
  • Clipfish (www.clipfish.de)
    Ein „Regelverstoß“ kann gemeldet werden, setzt aber die Angabe persönlicher Daten voraus.
  • Myvideo (www.myvideo.de)
    Ein „Regelverstoß“ kann nur sehr umständlich gemeldet werden und setzt die Angabe persönlicher Daten voraus.

Insgesamt verfügen alle besuchten Videohosts über „Nutzungsregeln“, die meines Erachtens stark den Nutzungsbedingungen von wie im folgende Beispiel von sevenload.de[2] ähneln, und dabei pornografische Inhalte verbieten:

Der Nutzer ist allein für die von ihm auf die sevenload Plattform eingestellten Inhalte verantwortlich. Der Nutzer gewährleistet daher, dass diese nicht gegen gesetzliche Verbote, die guten Sitten und gegen die Rechte Dritter (Namens-, Persönlichkeits-, Urheber-, Datenschutzrechte, usw.) verstoßen. Insbesondere verpflichtet sich der Nutzer, keine pornografischen, gewaltverherrlichende oder volksverhetzende Inhalte darzustellen, nicht zu Straftaten aufzurufen oder Anleitungen hierfür darzustellen und keine Leistungen anzubieten oder anbieten zu lassen, die pornografische und/oder erotische Inhalte zum Gegenstand haben.

Alle Anbieter sehen eine Möglichkeit vor, als problematisch wahrgenommene Videos dem Anbieter zu melden – bis auf Myvideo befindet sich hierfür jeweils ein Link auf der Seite des Videos, der direkt zu einem Meldeformular führt. Bei Myvideo hingegen ist dieses Formular so gut versteckt, dass ich es erst nach längerer Suche über die Hilfe-Seite unter www.myvideo.de[2] gefunden habe. Den Link zum Video darf man dort dann ebenso per Hand einfügen wie den Namen des Benutzers, der das Video eingestellt hat. Der Name des einstellenden Benutzers steht dabei auf der jeweiligen Video-Seite 👿

Sehr unterschiedlich fällt allerdings der Datenhunger der Anbieter beim Meldevorgang aus. Während bei Youtube sogar eine Anmeldung erforderlich ist, wollen zumindest die beiden deutschen Anbieter clipfish und Myvideo den Namen und die E-Mail-Adresse des Petzenden wissen. Inwieweit das zur Bearbeitung der Meldung erforderlich ist, erschließt sich mir absolut nicht – und die vom Gesetzgeber geforderte „Datenvermeidung“ sieht ganz sicher anders aus.

Die erforderliche Anmeldung bzw. Preisgabe persönlicher Daten stellt jedenfalls eine zusätzliche – und überflüssige – Hemmschwelle dar. Falls ich ein pornografisches bzw. „problematisches“ Video melden wollte, würde ich hier definitiv eine „anonyme“ Variante vorziehen – und es ansonsten einfach lassen…

Inwieweit diese Hemmschwelle absichtlich eingeführt wurde, um z.B. eine denkbare Flut von Meldungen zu vermeiden, kann ich nicht beurteilen; vielleicht ist es auch einfach „praktizierte Betriebsblindheit“ – oder ein Fehler im jeweiligen Konzept.

Die betreffenden Anbieter würden jedenfalls gut daran tun, hier Abhilfe zu schaffen, da sonst der Eindruck entstehen könnte, das dort der Umgang mit Regelverstößen zu „lasch“ gehandhabt wird. Und das kann – im Falle der beiden deutschen Anbieter clipfish (RTL) und myvideo (ProSiebenSat1) – ebensowenig im Interesse der Betreiber sein wie der grenzwertige Umgang mit dem Thema „Datenschutz“…

Nachtrag 07.09.06, 10:03 Uhr:
Eins muss ich wohl noch nachtragen: Auf den meisten Websites bin ich in der Regel mit deaktiviertem JavaScript unterwegs, so auch bei Myvideo. Nachdem ich eben – nach einem Kommentar von Schrottie – bei Myvideo kurzfristig JavaScript zugelassen habe, kam ich auch in den „Genuß“ des „Video melden“-Links. Dort kann man dann in der Tat ohne Angabe von persönlichen Daten „petzen“.

Eine ausschließlich auf JavaScript basierende Lösung ist in meinen Augen allerdings kaum besser als der von mir „gefundene“ umständliche Weg…