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Ein Feedburner-Problem – und ein schwieriger Abschied

von Stefan Evertz am 27.05.07 um 16:26 Uhr | 4 Antworten

Eigentlich bietet der Dienst Feedburner (www.feedburner.com) einige Vorteile: Nachdem Feedburner den RSS-Feed eingelesen hat, stellt er ihn dann unter einer separaten Adresse auf den Feedburner-Servern bereit. Er entlastet so – gerade bei höheren Leserzahlen – spürbar den eigenen Server, da der RSS-Feed über Feedburner verteilt wird. Weiterhin „misst“ bzw. liefert der Dienst die konkreten Leserzahlen – bei allen Zweifeln an der Präzision der Messung läßt sich so zumindest die Größenordnung der Leser abschätzen.

Wachsende Feedburner-Nutzung per Weiterleitung
Nach und nach dachten deshalb immer mehr Blogger darüber nach, Feedburner einzusetzen. Neben der technischen Seite der Umstellung stand dabei vor allem eine Sorge im Vordergrund: Die Kontrolle über den Feed-URL zu behalten, d.h. im Falle einer späteren Entscheidung gegen Feedburner nicht alle Abonnenten an Feedburner zu „verlieren“.

Als sinnvoll erscheinendes Mittel wurde dann die Form des „Redirect“ eingesetzt, d.h. als Feed-URL wurde eine Adresse auf dem eigenen Blog angegeben und diese dann per htaccess oder – etwas komfortabler – per Plugin auf den „neuen“ Feedburner-URL umzuleiten – und zwar so, dass der jeweilige Leser im Falle des Abschieds von Feedburner weiterhin die neuesten Artikel bekommt, da einfach die Weiterleitung deaktiviert wird.

Das Browser-Problem: IE 7 und Firefox 2
So weit, so gut. Auch hier im Blog fiel irgendwann die Entscheidung „pro Feedburner“ und der „Weiterleitungs-Trick“ funktionierte gut – sowohl in den klassischen Feedreadern als auch in Firefox (Stichwort „Dynamische Lesezeichen“). Und dann kamen im letzten Herbst der neue Internet Explorer 7 sowie die Version 2 von Firefox heraus – und das Drama nahm seinen Lauf.
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Update-Services bei WordPress: Deutsch Pingen

von Stefan Evertz am 19.05.07 um 13:42 Uhr | 11 Antworten

Grundsätzlich ist es eine sinnvolle Funktion einer Blog-Software: Sobald ein neuer Artikel veröffentlicht wird, werden diverse Dienste automatisch informiert, dass es im Blog neuen Inhalt gibt – dieses „Anklingeln“ wird auch „Ping“ genannt. Bei WordPress findet sich die Liste der zu informierenden („anzupingenden“) Dienste bei „Update-Services“ (unter „Einstellungen / Schreiben“).

Immer wieder kam bzw. kommt nachvollziehbar der Verdacht auf, dass einem Blogger das Anpingen diverser englischsprachiger Dienste vor allem eins bringt: Spam. Denn kurz nach dem Veröffentlichen prasseln die Spam-Kommentare herein (siehe z.B. Roberts Artikel vom August 2006 unter www.basicthinking.de/blog).

Ähnlich war es unter www.webmasterfind.de/blog zu lesen:

Trotz steigendem deutschprachigen Kommentar-Spam, die wirkliche Plage bleibt englisch. Es ist wohl eine Milchmädchenrechnung, um festzustellen, von welchen Seiten man sich fernhalten sollte. Vorausgesetzt man betreibt eine deutsche Webseite, was wohl der Grossteil der Leser tut.

Als Fazit kann man festhalten: Pingt man englischsprachige Dienste an, steigt die Chance auf Spam. Ausserdem verzögert sich die Veröffentlichung eines Artikels immer mehr, je mehr Pings ausgeführt werden müssen – hier sollte man also sinnvollerweise Prioritäten setzen bzw. eine Auswahl treffen. Weiterhin darf bezweifelt werden, dass die englischsprachigen Dienste für die überwiegend deutschsprachige Leserschaft (bzw. Zielgruppe) eines Blogs auch nur den geringsten Wert hat (abgesehen von den unten genannten Diensten).

Vor diesem Hintergrund pinge ich seit geraumer Zeit „deutsch“ und setze dabei auf die folgenden Pingdienste:

http://ping.wordblog.de/
http://ping.feedburner.com/
http://rpc.technorati.com/rpc/ping
http://api.my.yahoo.com/RPC2
http://blogsearch.google.com/ping/RPC2

Anmerkungen:

  • Die „frisch gebloggt“-Liste auf http://wordpress-deutschland.org/ basiert auf den bei wordblog.de eingehenden Pings.
  • Feedburner prüft zwar automatisch alle 30 Minuten, ob neue Artikel vorliegen, aber für die ganz Eiligen… Feedburner kann übrigens noch über die „Pingshot“-Funktion (unter „Publicize“) weitere Dienste wie z.B. Bloglines und Newsgator ansprechen. All das macht natürlich nur Sinn, wenn ihr eure RSS-Feeds über Feedburner verteilt.
  • Die Pings an Technorati, Yahoo und Google (Blogsearch) informieren die jeweiligen Suchmaschinen über neue Artikel. Bis auf die zentrale – und ausschließlich englischsprachige – Blogsuchmaschine Technorati stehen dann die Daten auch in den jeweiligen deutschen Ablegern der Suchmaschinen zur Verfügung.

Inspiriert wurde diese Liste durch einen Beitrag unter www.perun.net; er lag hier allerdings offensichtlich etwas länger in der Warteschleife 🙄 Aber vielleicht hilft er ja auch jetzt noch dem einen oder anderen Leser 😉

Nachtrag 25.05.07, 08:41 Uhr:
Betriebsblindheit für Fortgeschrittene: Es soll ja Blogger geben, die Feedburner nicht (mehr) nutzen. Für diese wäre es dann noch sinnvoll, zumindest Bloglines auch direkt anzupingen:

http://www.bloglines.com/ping

Feedburner lernt deutsch

von Stefan Evertz am 18.05.07 um 8:36 Uhr | 11 Antworten

Als ich über Feedburner (www.feedburner.com), das interessante Statistik-Tool für RSS-Feeds (und mittlerweile auch für Blog-Seiten), hörte, dass man dort noch in dieser Woche auch eine deutschsprachige Variante starten wolle, habe ich das doch nicht so ganz glauben wollen. Wenn der Tag lang ist, wird ja gerne mal viel erzählt.

Aber irgendwann in den letzten 24 Stunden kam nun zu den bereits verfügbaren Sprachen (Spanisch, Russisch und Portugiesisch) unter www.feedburner.com[2] auch die Möglichkeit hinzu, die „interne“ Oberfläche von Feedburner in Deutsch zu nutzen.

Feedburner lernt deutsch

Wie der Screenshot zeigt, trägt die deutsche Übersetzung durchaus zu Recht den Zusatz „beta“, da einige Bereiche noch nicht übersetzt sind – und für die chinesische und japanische Variante (wenn ich die Schriftzeichen richtig erkenne) dürfte dies wohl auch gelten. Gerade im Kernbereich „Feedstats“ (der Erfassung der Feednutzung) habe ich auf Anhieb keinen einzigen deutschen Wortfetzen gefunden. Aber die ersten Schritte sind schon mal vielversprechend.

Sofern nun der Beta-Status nicht zum Dauerzustand wird und mittelbar z.B. auch das E-Mail-Abonnement in Deutsch möglich sein sollte (siehe auch „Feedburner Email: Neue Funktionen„), dürfte Feedburner zunehmend auch für einen Nutzerkreis in Frage kommen, der nicht so im englischen Sprachkreis „daheim“ ist. Man darf also gespannt sein 😉

Feedburner: Traffic-Daten ausblenden

von Stefan Evertz am 13.01.07 um 17:30 Uhr | 2 Antworten

Vor kurzem habe ich berichtet, dass man offensichtlich die Leserzahlen eines RSS-Feeds auslesen kann, sofern dieser über Feedburner läuft (siehe auch „Feedburner: Transparente Traffic-Daten„). Es machte dabei keinen Unterschied, ob die sog. „Awareness-API“ (siehe auch www.feedburner.com; englisch) aktiviert war oder nicht.

So ganz konnte ich aber von diesem Thema nicht lassen, und nach einem netten mehrtägigen Mailwechsel mit Feedburner (Thanks, Eric!) konnten wir – nach mehreren Theorien, die schnell wieder verworfen wurden – eine Lösung für das Problem finden:

Wer nicht möchte, dass die Leserzahlen seines RSS-Feeds durch dritte ausgelesen werden können, muss sowohl die Awareness-API als auch die sog. „FeedCount“-Funktion deaktivieren. Es dauert dann eine gewisse Zeit („gefühlte“ 15-30 Minuten), bis dann die API keine Daten mehr liefert.

So hat es zumindest bei mir mehrfach geklappt, testweise den Zugriff auf meine Traffic-Daten zu sperren, auch wenn ich ja grundsätzlich diese Daten weiter „öffentlich“ lassen will.

Alles in allem ist es zwar schade, dass dieser Zusammenhang aus den – ansonsten eigentlich recht eindeutigen – Texten bei Feedburner nicht deutlich wird. Aber dafür war es immerhin möglich, das Problem im Dialog mit einem Mitglied des Feedburner-Teams zu identifizieren bzw. zu lösen. Davon könnte sich Technorati mal eine dicke Scheibe abschneiden 👿

Updates für WordPress

von Stefan Evertz am 09.01.07 um 17:19 Uhr | 2 Antworten

Die – auch hier im Blog eingesetzte – Blog- und CMS-Software WordPress gibt es nun in der Version 2.0.6, mit der u.a. zwei Sicherheitslücken geschlossen werden (siehe auch www.heise.de):

Die erste, von Stefan Esser, der kürzlich resigniert das PHP-Security-Team verließ, beim Hardened-PHP Project beschriebene Sicherheitslücke nutzt die mbstring-Erweiterung von PHP, mit der es WordPress ermöglicht, bei so genannten Trackbacks zwischen verschiedenen Zeichensätzen zu konvertieren. […] Ein Beispiel-Exploit schafft es so, zuerst die Warnmeldungen an den Andministrator abzuschalten, um dann die Hash-Werte der Passwörter auszulesen.

Der zweite Angriff gehört in die Rubrik Cross Site Scripting (XSS). Der eingebaute CSRF-Schutz (Cross Site Request Forgery) von WordPress hat einen Fehler, sodass ein Angreifer einem eingelogten Benutzer oder Administrator URLs so unterschieben kann, dass die darin enthaltenen Befehle mit seinen Rechten ausgeführt werden.

Weiterhin wurden kleine Verbesserungen vorgenommen (siehe auch wordpress.org, englisch):

Here’s what’s new:

  • The aforementioned security fixes.
  • HTML quicktags now work in Safari browsers.
  • Comments are filtered to prevent them from messing up your blog layout.
  • Compatibility with PHP/FastCGI setups.

For developers, there’s a new anti-XSS function called attribute_escape(), and a new filter called “query” which allows you filter any SQL at runtime. (Which is pretty powerful.) Thanks to Mark Jaquith for handling this release and Stefan Esser for responsibly reporting the security issue.

Die aktuelle (englischsprachige) Version steht als ZIP-Archiv unter wordpress.org[2] zum Download bereit. Auch die DE-Edition kann zwischenzeitlich als aktualisiertes Komplett-Paket sowie als Paket mit den geänderten Dateien heruntergeladen werden: blog.wordpress-deutschland.org

An einigen Stellen gab es Hinweise, dass es nach dem Update auf WordPress 2.0.6 Probleme mit den RSS-Feeds und dabei speziell mit den über Feedburner realisierten Feeds gab. Auch wenn hier im Blog bei der Umstellung alles glatt lief, finden sich jedenfalls weitere Informationen für Betroffene unter jowra.com sowie unter markjaquith.wordpress.com (englisch).

Und noch ein Hinweis – diesmal für die „Ressourcensparer“: Das Plugin WP-Cache 2.0 (mnm.uib.es/gallir) zur Zwischenspeicherung der Blog-Seiten gibt es mittlerweile in der Version 2.0.21 (siehe auch mnm.uib.es/gallir[2]). Das erinnert mich daran, dass ich wohl etwas häufiger auf Aktualisierungen bei den Plugins achten sollte…

(u.a. via www.perun.net, bueltge.de, www.golem.de)

Feedburner: Transparente Traffic-Daten

von Stefan Evertz am 05.01.07 um 13:54 Uhr | 5 Antworten

Durch Zufall habe ich ein Tool gefunden, dass einen – leider nicht geschützten – Zugriff per RSS-Feed auf die Abonnenten-Zahlen bei Feedburner ermöglicht: FeedBurner Stats 2 Feed (lab.rss-world.info/feedburner-feedstats/; englisch)

Im Blog der Entwicklerin liest sich die Beschreibung zunächst recht vielversprechend (siehe auch www.simonecarletti.com/blog):

Tired of reading your FeedBurner feed stats from your FeedBurner dashboard? Do you manage multiple feeds and would you like to read all stats from a single source? Would you like to read your FeedBurner feeds stats from a wonderful and cool feed? Would you like to compare your feed stats?

FeedBurner Stats 2 Feed is an easy but powerful tool that allows FeedBurner users to mix their feeds‘ stats into a single feed and subscribe it.

You can read all stats from a single feed since FeedBurner Stats 2 Feed will mix and compare all the data for you.

Das folgende Beispiel zeigt z.B. die „Leserzahlen“ der letzten 10 Tage meines Blogs:

lab.rss-world.info/feedburner-feedstats/[2]

Eigentlich bekomme ich so also eine bequeme Möglichkeit, die Nutzungsdaten meines Feeds einzusehen, ohne jedesmal das „Dashboard“ von Feedburner besuchen zu müssen. Allerdings besteht der dicke Haken leider darin, dass auch jeder andere Benutzer ungehindert auf diese Daten zugreifen kann – zumindest bis jetzt.

Nun sind diese Daten sicherlich nur bedingt als „vertraulich“ anzusehen – und ich persönlich mache z.B. die aktuellen Zahlen über den sog. FeedCount ohnehin öffentlich (siehe auch „Impressum„).

Und ich finde es auch durchaus interessant (und beeindruckend), dass z.B. www.bildblog.de bis zu 16.000 RSS-Leser (siehe auch lab.rss-world.info/feedburner-feedstats/[3]) oder www.drweb.de/weblog/ mehr als 7.000 RSS-Leser hat (lab.rss-world.info/feedburner-feedstats/[4]).

Aber eigentlich sollte meines Erachtens der jeweilige Feedburner-Nutzer schon selber die Kontrolle darüber haben, wer diese Daten des eigenen RSS-Feeds einsehen kann. Datenschutz sieht jedenfalls anders aus… 👿

P.S.: Offenbar ist der Zugriff unabhängig vom Aktivierungs-Status der sog. „Awareness API“ von Feedburner möglich. In Feedburner sehe ich jedenfalls unter „Publicize / Awareness API“ eine aktivierte Option „Allow external access to my traffic data“ – die scheinbar nicht deaktiviert werden kann 🙁

(Tool gefunden in den Kommentaren bei www.techlifeweb.com)

Eigene RSS-Feeds in Bloglines bündeln

von Stefan Evertz am 26.09.06 um 18:33 Uhr | Schreibe eine Antwort

Logo Bloglines Mittelfristig bleiben sie leider meistens nicht aus: Die Änderungen am Blog, die zu unterschiedlichen Adressen der RSS-Feeds führen – sei es z.B. durch den Wechsel der Blogsoftware (siehe z.B. „Ciao b2evolution – Hallo WordPress„) oder durch die Umstellung auf Feedburner (siehe auch „RSS-Feed per Feedburner„). In aller Regel läßt sich das für die Leser – z.B. durch eine entsprechende .htaccess-Datei – so abfedern, dass dem kontinuierlichen Bezug der neuesten Artikel (und Kommentare) per RSS nichts im Wege steht.

Beim weitverbreiteten Dienst Bloglines (www.bloglines.com) kann eine solche „gewachsene Struktur“ allerdings unter bestimmten Umständen beim interessierten Leser für Irritation sorgen. Sobald er nämlich z.B. über einen Link wie http://www.bloglines.com/sub/http://www.blogadresse.de nach verfügbaren Feeds sucht, kann er je nachdem mit einer Vielzahl von Feed-URL konfrontiert werden…

Wie unter sw-guide.de/weblog detailliert beschrieben wird, gibt es seit nun seit einiger Zeit die Möglichkeit, die eigenen Feeds in Bloglines zu bündeln, d.h. „Duplikate“ als solche zu kennzeichnen und somit „auszublenden“. Hierzu reicht es aus, in einen Artikel (und das Blogtemplate) von Bloglines vorgegebene Textschnipsel zu integrieren. Nachdem Bloglines so den sog. „Claim“ überprüft hat, kann man für jeden einzelnen Feed einstellen, ob dieser das Duplikat eines anderen darstellt. Die entsprechende Option findet sich in Bloglines unter „Optionen / Publisher Tools“.

Robert berichtet z.B. unter www.basicthinking.de/blog, dass er auf diesem Wege die Zahl der „sichtbaren“ Feeds spürbar ausdünnen konnte:

Bei mir waren es 16 verschiedene Feeds, die Bloglines verzeichnet (Kommentare, Kategorien, Haupt-Feeds als RSS2, Atom etcpp..). Nunmehr müssten es noch rund 6 sein.

Die „Bündelung“ der Feeds hat aber nicht nur den Vorteil, dem Leser einen Feed-Wirrwarr zu ersparen. Da Bloglines beim Abruf eines Feeds die Zahl der Abonnenten übermittelt, kann man so die Zahl der Leser ermitteln – aber eben nur für jeden einzelnen Feed. Und auch die in Feedburner angezeigten Werte scheinen leider nicht die Einzelwerte zu addieren.

Erfreulich ist daher, dass Bloglines nach der Bündelung die Gesamtzahl aller Abonnenten anzeigt. Bei mir stieg die angezeigte Leserzahl des „Hauptfeeds“ von bisher 5 auf aktuell 26, was eigentlich nur auf die Bündelung zurückzuführen sein kann.

Nach der Bündelung hatte ich allerdings den Eindruck, dass für diverse Stunden die betroffenen Feeds nicht aktualisiert wurden. Ob dies eine Begleiterscheinung der Umstellung war, weiß ich nicht, vermute aber, dass es eher mit temporären Serverproblemen bei Bloglines zusammenhing. Ähnliches dürfte für die bei www.perun.net beschriebenen Probleme gelten (die mittlerweile behoben werden konnten):

Gesagt getan. Ich kopierte die Code-Schnipsel, die man zwecks Identifizierung in das Weblog einbauen sollte und startete das sog. Claimen (beanspruchen). Mitten im Prozeß hat sich Bloglines mit einer Server-Fehlermeldung verabschiedet und seit dem Tag, ich glaube es war der 29. August, kann ich das Optionen-Menü nicht mehr aufrufen.

Alles in allem kann man so jedenfalls den Komfort für (Bloglines-)Leser etwas erhöhen und gleichzeitig die Aussagekraft der Leserzahlen für die RSS-Feeds verbessern.

Feedburner Email: Neue Funktionen

von Stefan Evertz am 07.09.06 um 20:01 Uhr | 1 Antwort

Logo Feedburner Vor einigen Monaten habe ich ja bereits über die Möglichkeit berichtet, über den RSS-Verteilerdienst Feedburner (www.feedburner.com) den RSS-Feed eines Blogs als Newsletter zu versenden. Seitdem wird regelmäßig gegen Mittag eine Mail mit den neuesten Artikeln verschickt. Erfreulicherweise wurden nun in den „Feedburner Email Service“ neue Funktionen integriert, wie unter blogs.feedburner.com zu lesen ist:

Thank you for all of your comments and suggestions about how we can improve the FeedBurner Email service we originally launched in April. Your feedback served as the basis for the following new features

Insgesamt wurden vier neue Menüpunkte in der Administrationsoberfläche unter “Publicize / Email subscriptions” ergänzt:

  • Subscription management
    Neben der (De-)Aktivierung von Benutzern können nun auch einzelne E-Mail-Adressen aus dem Verteiler gelöscht werden. Weiterhin kann sich der Blogbetreiber bei An- und Abmeldung eines Abonnenten per E-Mail informieren lassen.
  • Communication preferences
    Betreffzeile und Text der Bestätigungs-E-Mail (nach der Anmeldung) können verändert werden.
  • Email Branding
    Nun können Betreff- und Titelzeile des „Newsletters“ verändert werden. Weiterhin kann in die HTML-Variante des Newsletters ein Logo bzw. eine Grafik eingebunden und weitere Formate verändert werden (u.a. Textfarbe und -größe).
  • Delivery Options
    Hier können die Zeitzone des Blogs sowie das zweistündige Zeitfenster für den täglichen Versand eingestellt werden.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Möglichkeit, alle Schritte des Anmelde-Vorgangs mit eigenen Texten (in der eigenen Sprache) versehen zu können – und Umlaute wären weiterhin wünschenswert. Ansonsten mausert sich der „Email Service“ immer mehr zu einer hilfreichen Blog-Ergänzung – besonders für diejenigen Leser, die mit RSS nichts anfangen können 😉

W3Counter: Besucherzähler für Amis (Update)

von Stefan Evertz am 31.07.06 um 8:04 Uhr | Schreibe eine Antwort

Logo W3Counter Seit Mitte Juli teste ich hier im Blog einen weiteren Besucherzähler: W3Counter (www.w3counter.com). Der im Mai 2006 gestartete Dienst wird aktuell laut der „Global Web Stats“-Seite (www.w3counter.com[2]) von 1655 Blogs bzw. Websites eingesetzt. Die Nutzung ist kostenlos möglich, wobei es auch verschiedene kostenpflichtige „Mehrwertpakete“ gibt, bei denen zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten verfügbar sind (Auswertung per E-Mail und RSS, Ausblenden des W3Counter-Logos, etc.; siehe auch www.w3counter.com[3]). Ergänzt wird der Dienst durch ein Blog (www.w3counter.com/blog).

Die Auswertungen werden per Flash visualisiert und sind in die folgenden Rubriken aufgeteilt:

  • Visits & PageViews (Besucher- und Abrufzahlen pro Tag, etc.)
  • Pages (Beliebte Seiten, etc.)
  • Navigation („Site Overlay“, d.h. welche Links wurden auf welcher Seite angeklickt)
  • Sources (Woher kamen die Besucher)
  • Systems (Welche Browser und Bildschirmauflösungen wurden von den Besuchern verwendet)

Weiterhin können über die sog. „Awareness-API“ die Daten von Feedburner (www.feedburner.com) eingelesen werden – sofern dieser Dienst verwendet wird. Bei Robert findet sich übrigens eine etwas ausführlichere Beschreibung des Tools von W3Counter (www.basicthinking.de/blog[1]) sowie ein Kurztest der „Site Overlay-Funktion“ (www.basicthinking.de/blog[2]).

Fazit und Ausblick
Die verfügbaren Auswertungen sind solider Durchschnitt – wer noch kein „Tool“ zur Erfassung der Leser seines Blogs einsetzt, für den könnte W3Counter eventuell einen Versuch wert sein. Dabei sollte aber berücksichtigt werden, dass zur Zeit keine Anpassung der Zeitzone möglich ist (siehe auch www.w3counter.com/forums), so dass alle Zugriffe nach der Zeitzone der US-Ostküste erfasst werden. Sämtliche Auswertungen, die sich auf Tage bzw. Stunden beziehen, sind somit spürbar „verfälscht“ bzw. hängen um 6 Stunden hinterher.

Ein weiteres „Manko“ stellt möglicherweise die Beschränkung auf 25.000 abgerufene Seiten dar (siehe auch www.w3counter.com/forums[2]). Diese Beschränkung könnte dazu führen, dass übergreifende Nutzerzahlen (Besucher / Tag, etc.) nicht für einen längeren Zeitraum (letzter Monat, letztes Jahr, etc.) verfügbar sind. Da bei unserem Blog im Testzeitraum erst gut 20.000 Seiten „gemessen“ wurden, kann ich aber erst in etwa zwei Wochen mehr darüber sagen, wie sich bei wegfallenden älteren Daten die Auswertungen ändern.

Interessant ist jedenfalls die „Site Overlay“-Funktion, mit der man das Klickverhalten der Besucher analysieren kann und so gegebenenfalls auch den Aufbau des Blogs optimieren kann. Eine vergleichbare Funktion bietet meines Wissens sonst nur „Google Analytics„.

Alles in allem werde ich das Tool wohl in etwa zwei Wochen wieder „deaktivieren“, da bei den derzeit hier im Einsatz befindlichen „Neugier-Tools“ (counter.blogscout.de, www.sitemeter.com und www.statcounter.com) die beiden besagten Schwachstellen (Zeitzone / Beschränkung auf 25.000 Impressions bzw. PageViews) nicht vorhanden sind.

Update 09.08.06, 7:30 Uhr:
Wie angekündigt habe ich soeben den „Code-Schnipsel“ von W3Counter wieder aus dem Blog entfernt und die Nutzung dieses Dienstes beendet. Bei zuletzt über 31.000 „erfassten“ PageViews konnte ich zumindest feststellen, dass die Abrufzahlen pro Tag nicht von der Marke von 25.000 Pageviews betroffen sind, d.h. die täglichen Abrufe und Besucher werden separat gespeichert. Das Hauptproblem ist und bleibt aber die fehlende Möglichkeit, die Zeitzone anzupassen, deshalb: Bye, bye, W3Counter…

Interessante Perspektiven: Feedburner übernimmt Blogbeat

von Stefan Evertz am 17.07.06 um 12:48 Uhr | 1 Antwort

Logo Feedburner Wie heute bekanntgeben wurde, hat Feedburner (www.feedburner.com), nach eigener Aussage „Marktführer im RSS-Management-Bereich“ mit etwa 200.000 „Kunden“ den auf das Usertracking von Blogs spezialisierten Dienst Blogbeat (www.blogbeat.net) übernommen.

Logo 'Blogbeat' Blogbeat war ja testweise hier im Blog im Einsatz, wurde aber wegen der unstabile Performance sowie der etwas zu dynamischen Testphase wieder entfernt (siehe auch „Blogbeat: Besucherzähler aus der Bananenkiste„, „Blogbeat, Sie sind raus!„).

Mittlerweile ist auch im offiziellen FeedBurner-Blog mehr über die weitere Planung zu lesen, die eine künftig kostenlose Nutzung sowie die Integration in Feedburner „im vierten Quartal 2006“ vorsieht (siehe auch blogs.feedburner.com):

By the end of the year, we’ll have assimilated… er, incorporated Blogbeat functionality into the familiar FeedBurner platform.
[…]
Blogbeat will become a part of StandardStats, our free service

Weitere Informationen gibt es in den „FeedBurner acquires Blogbeat – FAQs“ unter www.feedburner.com[2] (englisch).

Die bisherigen „Performanceprobleme“ von Blogbeat dürften jedenfalls mit dem neuen und größeren Betreiber Feedburner im Rücken deutlich seltener auftreten. Und sowohl die Integration in Feedburner als auch die Weiterentwicklung dürfte weitaus „glatter“ ablaufen als in der Startphase von Blogbeat, wie der bisherige Ausbau der Feedburner-Dienste zeigt (siehe z.B. „Feedburner: RSS-Feed jetzt auch als Newsletter„).

Mit den Blogbeat-Auswertungen können nun die beiden zentralen Nutzungsaspekte von Blogs (RSS-Feed / Seitenabruf) unter einem Dach beobachtet werden. Zu einem umfassenden Service- und Analyse-Tool fehlt nun eigentlich nur noch eine leistungsfähige Suche, die zumindest konzeptionell schnell umsetzbar sein sollte, da ja bereits eine große Zahl von Feeds gespeichert (und vermutlich auch bereits indiziert) ist.

Mittelbar sind hier sogar noch ausgefeiltere Statistiken und Rankings als bei Technorati vorstellbar – vorausgesetzt die technischen und wirtschaftlichen Ressourcen von Feedburner spielen mit. Denkbar wären beispielsweise Auswertungen, die nicht nur (wie bei Technorati) die Zahl der Links und die verlinkenden Blogs beinhalten, sondern auch die Seitenabrufe eines Blogs und der einzelnen Artikel berücksichtigen.

Oder aber es kommt ganz anders und die Übernahme von Blogbeat stellt nur eine Maßnahme dar, um sich für den Einkauf durch Google interessanter zu machen. Wir werden sehen 😉

(via www.techcrunch.com)