Irgendwann wurde es dann auch mir zuviel – das regelmäßige und vielstimmige „Gemecker“, dass mein Blog in dieser Form und mit diesem Design schon einige Jahre zuviel dastehen würde. Und neben dem langsam verstaubenden Design blieben auch die wichtigen Updates mehr als einmal unnötig lange unerledigt. Die Technik ist schon seit einiger Zeit wieder auf dem neuesten Stand, aber auch ansonsten ist es jetzt endlich soweit: Das alte Design ist endlich Geschichte 😈 Weiterlesen
Schlagwort-Archiv: blog-technik
Endlich hört Posterous auf
von Stefan Evertz am 17.02.13 um 23:27 Uhr | 3 Antworten
Ich mochte Posterous eigentlich noch nie, auch wenn ich selber in 2009 etwas mit den Möglichkeiten herumgespielt habe und die Anbindungsmöglichkeiten bei Flickr, Twitter und Facebook durchaus spannend fand (wir hatten ja nichts damals). Und auch wenn wir dann später dort kurzfristig für den Webvideopreis ein Projektblog etablierten: Ich mochte es nie. Ich mochte nicht, wie schlecht dort Tags genutzt wurden (früher suchten die dann nach passenden Beiträgen auf der gesamten Plattform und nicht im jeweiligen Blog) und auch die integrierte Suche und die Gestaltungsmöglichkeiten waren ein Witz. Weiterlesen
Ein Werkzeugkasten macht noch keinen Handwerker
von Stefan Evertz am 02.01.09 um 9:15 Uhr | Schreibe eine Antwort
Lizenz:
, Photo: schoschie
Über die Jahre habe ich viel mit diesem Blog experimentiert. Ich habe verschiedene Blogsysteme eingesetzt – und ausgewechselt. Und gerade mit der aktuellen Software „WordPress“ habe ich immer wieder akribisches Feintuning betrieben, wovon vor allem die Seitenleiste profitieren konnte. Auch hinter den Kulissen habe ich eine Konfiguration gefunden, die mir schnelles – und vor allem von Spam ungestörtes – Bloggen ermöglicht. Alles in allem sitze ich also mittlerweile vor einem nahezu perfekt optimierten Werkzeugkasten.
Und auch an Themen, die mich bewegen, mangelt es nicht. Das zeigt mir schon ein Blick in meinen Entwurfsordner, in dem aktuell mehr als 40 Artikel bzw. deren Rohfassungen schlummern. Und auch der eine oder andere gebloggte Verweis auf geplante Artikel schlummert im Archiv.
Man kann also feststellen: Es gibt „die Arbeit“ ( = Themen). Und es gibt die passende Auswahl an „Werkzeugen“ (= optimierte Blogsoftware). Was es nicht (oder nur noch deutlich reduziert) gibt, ist freie Zeit.
Das nennt man wohl Ironie des Schicksals.
Wieder Kommentar-Abo per E-Mail möglich
von Stefan Evertz am 13.12.08 um 17:26 Uhr | Schreibe eine AntwortZum Wochenende hin wird es ja doch meistens etwas ruhiger – selbst in der (wieder mal sehr betriebsamen) Vorweihnachtszeit. Entsprechend habe ich nun in den letzten 36 Stunden endlich wieder mal am Blog Hand anlegen können – eine der Maßnahmen hatte dabei eine längere Vorgeschichte:
Die Abmahnung an Jan Tißler wegen einer angeblichen „Spam-Mail“ war wohl DAS Thema beim BarCampBerlin3 (und auch danach). Jans Artikel unter upload-magazin.de bringt den Vorteil des Plugins, aber auch das aufgetretene Problem gut auf den Punkt:
Eigentlich ist das WordPress-Plugin “Subscribe to Comments†eine tolle Sache: Ist es aktiviert, können Kommentarschreiber ein zusätzliches Häkchen setzen und schon werden sie über alle folgenden Kommentare per E-Mail informiert – bis sie es wieder abbestellen. Ich nutze diese Funktion selbst sehr gern und deshalb gab es sie auch hier bei UPLOAD. Leider ist sie mit deutschem Recht nicht hundertprozentig vereinbar und kann zu einer Abmahnung führen. Mir ist jetzt genau das passiert.
Das Problem der Funktion: Die E-Mail-Adresse wird im Vorfeld nicht überprüft und bestätigt, jeder Nutzer kann im Feld “E-Mail†jede beliebige Adresse angeben. Mögliches Szenario: Dieses Feature wird missbraucht, indem eine fremde Mailadresse angegeben wird und die Benachrichtigungen über neue Kommentare landen dann bei jemandem, der sie nicht bestellt hat. Das klingt für manche sicher harmlos, aber genau diese Lücke im System ist der mögliche Auslöser einer Abmahnung.
Damals merkte ich bei der Lektüre seines Artikels, wie ich innerlich zusammenzuckte. Irgendwie wunderte es mich im Nachhinein nicht, dass so etwas irgendwann passieren würde – die Gefahr lag (leider) durchaus auf der Hand, auch wenn ich es nie zu Ende gedacht (und das Plugin seit über 18 Monaten selber im Einsatz) hatte. Spätestens, als ich aber dann den Text von Thomas Schwenke unter www.advisign.de las, der ausführlich die juristischen Probleme beschreibt, entschloss ich mich umgehend, das Plugin erst einmal zu deaktivieren.
Erfreulicherweise wurde zwischenzeitlich an verschiedenen Stellen an Alternativen bzw. Erweiterungen getüftelt, um eine „rechtssicherere“ Variante bereitzustellen. Und nachdem ich nun endlich etwas Zeit (für die Installation) gefunden habe, kann man hier im Blog auch wieder per E-Mail über neue Kommentare informiert werden – dank der angepassten Version von www.infogurke.de.
Das sog. „Double Opt-In“-Prinzip (siehe auch de.wikipedia.org) wird nun unterstützt – allerdings nur für die E-Mail-Adressen der Kommentare. Die (etwas versteckt verfügbare) interessante Option, neue Kommentare per E-Mail zu abonnieren, ohne (vorher) einen eigenen Kommentar abgeben zu müssen, wird aber leider nicht durch die angepasste Version „geschützt“…
Ansonsten werkelt hier nun auch WordPress 2.7 unter der Haube – bisher (scheinbar?) ohne Macken. Für beides gilt wie immer: Sollte es irgendwo haken, freue ich mich über eine Rückmeldung 😉
Yawasp: Mit Low Tech erfolgreich gegen Kommentar-Spam
von Stefan Evertz am 02.09.08 um 7:05 Uhr | 5 AntwortenSeit guten 40 Tagen habe ich hier im Blog das Anti-Spam-Plugin „Yawasp“ (www.svenkubiak.de) von Sven Kubiak im Einsatz – und ich muss sagen: Vielen Dank, ich bin begeistert! Das Grundprinzip ist ebenso einfach wie offensichtlich erfolgreich:
Das Plugin generiert für die Namen der Formularfelder des Kommentarformulars zufällige Werte, und merkt sich dabei, welches Feld, welchen Wert bekommt. Wird das Kommentarformular aufgerufen, werden die Werte den Feldern zugewiesen und erst beim Absenden erfolgt die Rückübersetzung, so dass WordPress den Kommentar verarbeiten kann.
Zusätzlich wird ein leeres Feld – unsichtbar für den Benutzer – eingefügt, dass die gleichen Merkmale wie ein sichtbares aufweist. Füllt ein Spambot dieses Feld aus, oder sendet die ursprünglichen Namen der Formularfelder, wird der Kommentar nicht gespeichert.
Zusätzlich ändert das Plugin die zufälligen Werte alle 24 Stunden, so dass sich kein Spambot an das Kommentarformular anpassen kann.
Die Konsequenz: Seit dem Einsatz des Plugins hatte ich exakt 0 (in Worten: „null“) automatisierte Spam-Kommentare zu verzeichnen. Der interne Zähler des Plugins hingegen zählt aktuell fast 2.000 verhinderte Spam-Versuche, davon rund ein Sechstel Kommentare, bei denen durch einen Spambot das „unsichtbare“ Feld ausgefüllt wurde.
Interessant ist auch die Kurve der Spam-Versuche, die einen Rückgang von anfangs rund 60 Versuchen / Tag auf mittlerweile knapp 20 Versuche / Tag aufweist. Hier kann ich allerdings nicht nachvollziehen, ob wirklich ein „Lernprozess“ bei den Spambots eingesetzt hat (würde ich grundsätzlich aber eher bezweifeln) oder ob die „Spitzen“ einfach durch mehrere Spam-Versuche des gleichen Bots entstanden sind. Hier aber nun die Grafik:

Seit den ersten Schritten im April 2008 (siehe auch www.svenkubiak.de[2]) hat sich Yawasp (steht übrigens für „Yet Another WordPress Anti Spam Plugin“) stetig weiterentwickelt. Mittlerweile ist z.B. auch die automatische Anpassung des Kommentar-Bereichs durch das Plugin realisiert – da war wohl anfangs noch Handarbeit angesagt 😉
Wie sieht es aber nun mit meinen bisher eingesetzten bzw. getesteten Anti-Spam-Tools bzw. WordPress-Plugins aus? „Spam Karma“ wird leider nicht weiterentwickelt und ist auch ziemlich ressourcenhungrig. „Math Comment Spam Protection“ scheint leider zunehmend von Spammern „geknackt“ zu werden. Und „Akismet“ habe ich eigentlich noch nie richtig getraut, sondern nur als zusätzliche „Petzmöglichkeit“ für hartnäckige Spammer genutzt.
Alles in allem hat daher Yawasp beste Chancen, zusammen mit dem Plugin „Simple Trackback Validation“ (sw-guide.de) von Michael Wöhrer, mein Hauptwerkzeug gegen den automatisierten Spam zu werden. Die anderen Plugins habe ich heute morgen jedenfalls erstmal deaktiviert. Und für den Rest bleibt halt weiterhin nur das manuelle Löschen …
(u.a. via blog.helmschrott.de)
Singende Müllmänner (und ein Flash Cortex-Update)
von Stefan Evertz am 31.08.08 um 13:29 Uhr | Schreibe eine AntwortEs hat schon einen spröden Charme, wenn einige Kölner Müllmänner – vermutlich in den 70ern des letzten Jahrhunderts – mit rauher Stimme und Riesen-Mikro ihrer Arbeit ein gesungenes Denkmal setzen 😈
[flash]http://www.divshare.com/download/736606-c96[/flash]
Der Hinweis auf dieses Video kam im Zusammenhang mit einer Erweiterung meines WordPress-Plugins „Flash Cortex“ auf, das soeben in der Version 1.0.8 veröffentlicht wurde. Es kann nun auch Videos einbetten, die bei divshare.com vorliegen. Und die Einbindung von Vimeo-Videos klappt jetzt auch wieder, nachdem man dort wieder mal an den Embed-Parametern herumgespielt hatte…
In diesem Sinne: Allseits noch einen sauberen und sonnigen Sonntag 😎
3 Jahre hirnrinde.de
von Stefan Evertz am 19.08.08 um 9:24 Uhr | 16 AntwortenNun gilt es also ein kleines Jubiläum zu feiern: Mein Blog wird 3 Jahre alt! Zeit also, einen kurzen Blick „zurück“ zu werfen 😉
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Update bei „Flash Cortex“-Plugin
von Stefan Evertz am 30.03.08 um 22:14 Uhr | Schreibe eine AntwortHeute konnte ich ein schon länger anstehendes Update für mein Video- und MP3-Plugin „Flash Cortex“ realisieren, um die „Internationalisierung“ bei YouTube zu berücksichtigen. Das WordPress-Plugin ist nun in Version 1.0.5 verfügbar. Angesichts der in den nächsten 24 Stunden geplanten Umstellung auf „Sevenload 3.0“ möchte ich nicht ausschließen, dass da in nächster Zeit ein weiteres Update ins Haus steht. Und auch die gestern veröffentlichte WordPress-Version 2.5 habe ich noch nicht ausreichend testen können, um die korrekte Funktionsweise bestätigen zu können.
In dem Zuge habe ich nun jedenfalls endlich das Plugin in das „Plugin Directory“ unter wordpress.org integriert. Auch wenn der eigentliche Download ab sofort über das „Plugin Directory“ läuft, bleibt mein Artikel zu „Flash Cortex“ weiterhin die zentrale Anlaufstelle; dort finden sich auch wichtige Hinweise zum Update auf die aktuelle Version und natürlich auch der Download-Link.
Aufwändigeres Update auf WordPress 2.3
von Stefan Evertz am 28.10.07 um 14:32 Uhr | 12 AntwortenNun läuft also auch hier die Version 2.3 von WordPress – und es hat sich doch einiges unter der Haube getan (siehe auch blog.wordpress-deutschland.org). Leider gibt es dabei auch Veränderungen, die durchaus grenzwertig sind. Drei problematische Änderungen – inklusive Lösungsansatz – will ich nachfolgend kurzvorstellen.
Tagging
Bisher war hier im Blog mit „Ultimate Tag Warrior“ ein eigenes Plugin fürs Tagging („Verschlagwortung“) der Artikel im Einsatz. Da WordPress ab dieser Version auch selber „taggen“ kann (und es wohl auch zu Konflikten mit den „externen“ Tagging-Plugins kam), war also eine Umstellung unvermeidlich. Der Import der vorhandenen Tags klappte problemlos (über „Verwaltung / Import“), bevor dann der wirklich spannende Teil kam: Die Integration ins Theme.
Während die Basis-Funktionalität (Anzeige der Tags je Artikel / Anzeige aller Tags in Form einer Tag-Cloud) ohne größere Probleme mit den neuen „Bordmitteln“ von WordPress realisierbar war (siehe auch deutsche Dokumentation unter doku.wordpress-deutschland.org), fehlte mir ein komfortables Werkzeug für die Tag-Verwaltung beim Schreiben eines Artikels – und da rede ich noch gar nicht vom spannenden „Type ahead“-Feature des „Simple Tagging“-Plugins. Wesentlich wichtiger (und mein Hauptgrund für die Nutzung von Tags) war aber die Funktion (des bisherigen Tagging-Plugins), die anhand der vorhandenen Tags „Ähnliche Artikel“ auflisten konnte – und leider gibt es bisher bei WordPress auch diese Funktion noch nicht.
Für die Nutzung der Tags „wie bisher“ bin ich dann auf die folgenden Plugins gestossen, die die vorgenannten Probleme gelöst haben. Eine Funktion zur „Verwaltung“ (und Löschung!) vorhandener Tags steht aber leider noch aus:
- Click Tags
(Zeigt beim Schreiben alle vorhandenen Tags an und „aktiviert“ sie per Klick) - Related Posts für WordPress 2.3
(Zeigt in der Einzelansicht des Artikels die „Ähnlichen Artikel“ an)
Neue Quelle für eingehende Links („Tellerrand“)
Stillschweigend hat man bei WordPress die bisherige Quelle für die Anzeige der „Eingehenden Links“ gewechselt. Anstelle des bisher abgefragten (und gelegentlich etwas überlasteten) Dienstes Technorati greift man nun auf die Daten der Google-Blogsuche zurück. Die Google-Daten haben allerdings den kleinen Makel, dass sie gerne auch mal interne Links anzeigen und somit wenig hilfreich sind.
Wer nun wie bisher Technorati nutzen möchte, kann die Änderungen entweder per Hand vornehmen (Beschreibung unter www.fixmbr.de) oder aber das Plugin „Nusuni Technorati Links WordPress Plugin„verwenden (hier im Einsatz).
Update-Funktion
Die neu eingeführte Update-Funktion prüft, welche der Plugins mittlerweile in einer neueren Version vorliegen. Auch wenn der Abgleich nur mit der (wachsenden) Plugin-Datenbank auf wordpress.org stattfindet, erhält man so bei immer mehr Plugins schnell den Update-Hinweis, ohne jeweils einzeln nachsehen zu müssen. Ärgerlich ist dabei die Tatsache, dass hier zahlreiche Informationen übertragen werden, die für die Prüfung der Plugin-Versionen nicht erforderlich ist (z.B. Blog-URL und Versionsnummern nicht aktivierter Plugins; siehe auch www.tamagothi.de) – und das alles, ohne dass der jeweilige Blogbetreiber je das „Herausposaunen“ dieser Daten veranlasst hätte.
Ich gebe zu, im Zuge des Updates war die Update-Option sehr hilfreich und die Zahl der veralteten Plugins erschreckend groß 😳 Aber das ändert nichts daran, dass ich die nicht erforderlichen Daten auch nicht preisgeben muss bzw. möchte.
Insofern dürfte für paranoide Datenschutz-interessierte WordPress-Nutzer das Plugin „Filosofo’s Tinfoil-Hat Plugin“ interessant sein, das dieses Problem löst und die übertragenen Daten anonymisiert.
Fazit
Abgesehen von den drei genannten Problembereichen lief das Update übrigens problemlos – jedenfalls soweit mir bisher bekannt ist – und es gab auch keine nennenswerten Probleme mit älteren Plugins. Weiterhin habe ich den Eindruck, dass WordPress etwas schneller geworden ist – was aber auch am verabschiedeten „Monster“ UTW liegen könnte 🙄
(Plugins gefunden u.a. via www.endl.de/weblog und www.silkester.de/blog)
Ciao Blogscout – Danke Dirk (Update 1-2)
von Stefan Evertz am 28.08.07 um 7:52 Uhr | Schreibe eine AntwortDirk Olbertz hat heute bekanntgegeben, dass er – quasi mit sofortiger Wirkung – seinen kostenlosen Dienst Blogscout schließen wird (siehe blog.blogscout.de):
Warum dieser Schritt? Ich wollte mit Blogscout einen Wegweiser für die Blogosphäre schaffen. Diesem Anspruch kann ich aber nicht ansatzweise gerecht werden. Die breite Masse – oder auch “Longtail†– ist entweder gar nicht bei Blogscout vertreten, oder ist unterrepräsentiert.
Durch die Erfahrungen, die ich bei Blogcensus.de gemacht habe, glaube ich inzwischen, dass ein Dienst, der nur darauf basiert angemeldete Blogs zu erfassen und auszuwerten, dem Anspruch eines Wegweisers durch die Blogosphäre nicht gerecht werden kann.
Ich möchte außerdem den Blogbetreibern, die wirklich meinen, dass Quantität die Qualität aussticht und mit aller Macht versuchen, SEO mit Blogs machen zu wollen, keine Unterstützung bieten – sei sie auch noch so klein. Ich glaube nicht, dass Blogscout so wichtig ist, dass es als Ziel einer Optimierung gesehen wird, aber durch die Arbeitsweise von Blogscout ist es eben anfällig dafür.
Wenn ich richtig gerechnet habe, habe ich den Blogscout-Counter seit dem 28. Dezember 2005 im Einsatz – kurz nachdem der Dienst Blogcounter eindrucksvoll bewiesen hatte, dass man bei allem, was „kostenlos“ ist, immer sehr genau hinsehen sollte (siehe auch „Auf Nimmerwiedersehen, Blogcounter (Update)„, „Blogcounter: Nichts dazugelernt? (Update)„). Den Schritt zur Nutzung – und Unterstützung – des „Projekts“ von Dirk hingegen habe ich bis heute nicht bereut. Daran konnten auch gelegentliche Störungen nichts ändern, die einfach passieren können und von Dirk immer schnellstmöglich behoben und auch kommuniziert wurden.
Ich möchte Dirk auf diesem Wege von Herzen danken. Es war ein engagiertes und spannendes Projekt – und mir es hat Spaß gemacht, über 600 Tage lang die Weiterentwicklung des Projekts zu begleiten. Ich würde mir wünschen, dass auch Dirk angesichts (oder trotz) des zu vermutenden Aufwands (Entwicklung / Support) seine Freude am Projekt hatte, auch wenn das Gesamtziel offenbar nicht erreicht wurde.
Neben dem reinen Zählen von Besucher- und Seitenabruf-Zahlen sind dabei viele weitere vielversprechende Ideen realisiert worden (z.B. die Spielwiese und die Blogkarten) und auch die Robinsonliste werde ich vermissen. Ich hoffe jedenfalls, dass zumindest das Blog noch bestehen bleibt – es wäre wirklich schade, wenn all die dort dokumentierten Features, Ideen und Anregungen im virtuellen Nichts verschwinden würden. Und vielleicht versucht ja mal irgendwann jemand, dieses schwere Erbe anzutreten.
Denn ich sehe eigentlich keine ernstzunehmende Alternative am Horizont: Blogcounter werde ich ganz sicher nicht mehr irgendwo einsetzen und Feedburner ist seit der Übernahme durch die „Datenkrake“ Google ebenso problematisch wie Google Analytics. Sitemeter habe ich seit April 2007 verbannt, da dort ebenfalls leichte Zweifel in punkto „Datenschutz“ aufkamen (plötzlich wurden Cookies Dritter gesetzt; siehe auch conservablogs.com). Bleibt eigentlich nur noch Statcounter.com – ein durchaus stabiler Dienst, aber leider nicht spezialisiert auf Blogs.
So sehr mir daher Blogscout als bester Besucherzähler auch fehlen wird: Mein Respekt gilt Dirk – und das gleich im doppelten Sinne. Zum einen für sein „ehrenamtliches“ Engagement in den letzten beiden Jahren. Noch viel mehr aber bewundere ich die Konsequenz, auch diesen „letzten“ Schritt zu machen und das Projekt zu beenden.
Update 28.08.07, 10:10:
Nun hat es die Nachricht sogar bis zu den „größeren“ Medien geschafft – und das sogar mit durchaus überraschenden Details. So lese ich gerade unter www.golem.de:
Blogscout könne seinem Anspruch, ein Wegweiser für die Blogosphäre zu sein, nicht ansatzweise gerecht werden, so Olbertz, der mit Rivva auch eine Blogschau nach dem Vorbild von Techmeme betreibt.[…]
Mit Rivva betreibt Olbertz allerdings eine weitere Art automatisierter Blogschau. Nach dem Vorbild von Techmeme versucht Rivva, anhand der Verlinkungen von Blogs untereinander die wichtigsten aktuellen Einträge in deutschsprachigen Blogs zu ermitteln, zeigt aber auch, wo die Themen diskutiert werden und wer ein Thema wann aufgegriffen hat. So schafft Rivva eine schnelle Übersicht der wichtigsten durch die Blogs gehenden Themen.
So empfehlenswert der von Frank Westphal betriebene Dienst rivva.de auch ist – der Zusammenhang mit Dirk Olbertz war mir bisher neu 😉
Update 28.08.07, 10:26:
Ok, das kleine Missverständnis ist offenbar nicht nur mir aufgefallen und wurde bereits korrigiert 😉
