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Ciao Blogscout – Danke Dirk (Update 1-2)

von Stefan Evertz am 28.08.07 um 7:52 Uhr | Schreibe eine Antwort

Dirk Olbertz hat heute bekanntgegeben, dass er – quasi mit sofortiger Wirkung – seinen kostenlosen Dienst Blogscout schließen wird (siehe blog.blogscout.de):

Warum dieser Schritt? Ich wollte mit Blogscout einen Wegweiser für die Blogosphäre schaffen. Diesem Anspruch kann ich aber nicht ansatzweise gerecht werden. Die breite Masse – oder auch “Longtail” – ist entweder gar nicht bei Blogscout vertreten, oder ist unterrepräsentiert.

Durch die Erfahrungen, die ich bei Blogcensus.de gemacht habe, glaube ich inzwischen, dass ein Dienst, der nur darauf basiert angemeldete Blogs zu erfassen und auszuwerten, dem Anspruch eines Wegweisers durch die Blogosphäre nicht gerecht werden kann.

Ich möchte außerdem den Blogbetreibern, die wirklich meinen, dass Quantität die Qualität aussticht und mit aller Macht versuchen, SEO mit Blogs machen zu wollen, keine Unterstützung bieten – sei sie auch noch so klein. Ich glaube nicht, dass Blogscout so wichtig ist, dass es als Ziel einer Optimierung gesehen wird, aber durch die Arbeitsweise von Blogscout ist es eben anfällig dafür.

Wenn ich richtig gerechnet habe, habe ich den Blogscout-Counter seit dem 28. Dezember 2005 im Einsatz – kurz nachdem der Dienst Blogcounter eindrucksvoll bewiesen hatte, dass man bei allem, was „kostenlos“ ist, immer sehr genau hinsehen sollte (siehe auch „Auf Nimmerwiedersehen, Blogcounter (Update)„, „Blogcounter: Nichts dazugelernt? (Update)„). Den Schritt zur Nutzung – und Unterstützung – des „Projekts“ von Dirk hingegen habe ich bis heute nicht bereut. Daran konnten auch gelegentliche Störungen nichts ändern, die einfach passieren können und von Dirk immer schnellstmöglich behoben und auch kommuniziert wurden.

Ich möchte Dirk auf diesem Wege von Herzen danken. Es war ein engagiertes und spannendes Projekt – und mir es hat Spaß gemacht, über 600 Tage lang die Weiterentwicklung des Projekts zu begleiten. Ich würde mir wünschen, dass auch Dirk angesichts (oder trotz) des zu vermutenden Aufwands (Entwicklung / Support) seine Freude am Projekt hatte, auch wenn das Gesamtziel offenbar nicht erreicht wurde.

Neben dem reinen Zählen von Besucher- und Seitenabruf-Zahlen sind dabei viele weitere vielversprechende Ideen realisiert worden (z.B. die Spielwiese und die Blogkarten) und auch die Robinsonliste werde ich vermissen. Ich hoffe jedenfalls, dass zumindest das Blog noch bestehen bleibt – es wäre wirklich schade, wenn all die dort dokumentierten Features, Ideen und Anregungen im virtuellen Nichts verschwinden würden. Und vielleicht versucht ja mal irgendwann jemand, dieses schwere Erbe anzutreten.

Denn ich sehe eigentlich keine ernstzunehmende Alternative am Horizont: Blogcounter werde ich ganz sicher nicht mehr irgendwo einsetzen und Feedburner ist seit der Übernahme durch die „Datenkrake“ Google ebenso problematisch wie Google Analytics. Sitemeter habe ich seit April 2007 verbannt, da dort ebenfalls leichte Zweifel in punkto „Datenschutz“ aufkamen (plötzlich wurden Cookies Dritter gesetzt; siehe auch conservablogs.com). Bleibt eigentlich nur noch Statcounter.com – ein durchaus stabiler Dienst, aber leider nicht spezialisiert auf Blogs.

So sehr mir daher Blogscout als bester Besucherzähler auch fehlen wird: Mein Respekt gilt Dirk – und das gleich im doppelten Sinne. Zum einen für sein „ehrenamtliches“ Engagement in den letzten beiden Jahren. Noch viel mehr aber bewundere ich die Konsequenz, auch diesen „letzten“ Schritt zu machen und das Projekt zu beenden.

Update 28.08.07, 10:10:
Nun hat es die Nachricht sogar bis zu den „größeren“ Medien geschafft – und das sogar mit durchaus überraschenden Details. So lese ich gerade unter www.golem.de:

Blogscout könne seinem Anspruch, ein Wegweiser für die Blogosphäre zu sein, nicht ansatzweise gerecht werden, so Olbertz, der mit Rivva auch eine Blogschau nach dem Vorbild von Techmeme betreibt.[…]

Mit Rivva betreibt Olbertz allerdings eine weitere Art automatisierter Blogschau. Nach dem Vorbild von Techmeme versucht Rivva, anhand der Verlinkungen von Blogs untereinander die wichtigsten aktuellen Einträge in deutschsprachigen Blogs zu ermitteln, zeigt aber auch, wo die Themen diskutiert werden und wer ein Thema wann aufgegriffen hat. So schafft Rivva eine schnelle Übersicht der wichtigsten durch die Blogs gehenden Themen.

So empfehlenswert der von Frank Westphal betriebene Dienst rivva.de auch ist – der Zusammenhang mit Dirk Olbertz war mir bisher neu 😉

Update 28.08.07, 10:26:
Ok, das kleine Missverständnis ist offenbar nicht nur mir aufgefallen und wurde bereits korrigiert 😉

Feedburner lernt deutsch

von Stefan Evertz am 18.05.07 um 8:36 Uhr | 11 Antworten

Als ich über Feedburner (www.feedburner.com), das interessante Statistik-Tool für RSS-Feeds (und mittlerweile auch für Blog-Seiten), hörte, dass man dort noch in dieser Woche auch eine deutschsprachige Variante starten wolle, habe ich das doch nicht so ganz glauben wollen. Wenn der Tag lang ist, wird ja gerne mal viel erzählt.

Aber irgendwann in den letzten 24 Stunden kam nun zu den bereits verfügbaren Sprachen (Spanisch, Russisch und Portugiesisch) unter www.feedburner.com[2] auch die Möglichkeit hinzu, die „interne“ Oberfläche von Feedburner in Deutsch zu nutzen.

Feedburner lernt deutsch

Wie der Screenshot zeigt, trägt die deutsche Übersetzung durchaus zu Recht den Zusatz „beta“, da einige Bereiche noch nicht übersetzt sind – und für die chinesische und japanische Variante (wenn ich die Schriftzeichen richtig erkenne) dürfte dies wohl auch gelten. Gerade im Kernbereich „Feedstats“ (der Erfassung der Feednutzung) habe ich auf Anhieb keinen einzigen deutschen Wortfetzen gefunden. Aber die ersten Schritte sind schon mal vielversprechend.

Sofern nun der Beta-Status nicht zum Dauerzustand wird und mittelbar z.B. auch das E-Mail-Abonnement in Deutsch möglich sein sollte (siehe auch „Feedburner Email: Neue Funktionen„), dürfte Feedburner zunehmend auch für einen Nutzerkreis in Frage kommen, der nicht so im englischen Sprachkreis „daheim“ ist. Man darf also gespannt sein 😉

Was ist da im Blogcensus-Kochtopf?

von Stefan Evertz am 01.05.07 um 23:55 Uhr | 3 Antworten

Ich muss gestehen: Ich bin neugierig. Neugierig, was wohl herauskommen wird, wenn sich die beiden wichtigsten Blogzähler der deutschen Blogosphäre zusammen an den Herd stellen. Denn genau dies haben sie offenbar getan, wie ein Blick auf die (ansonsten noch leere) Seite unter www.blogcensus.de verrät:

Ein Projekt von Dirk Olbertz (Blogscout.de) und Jens Schröder (deutsche blogcharts).

Scheinbar war der gemeinsame Workshop bei der re:publica vor zwei Wochen in Berlin (siehe auch programm.re-publica.de) nicht nur interessant (wenn man so die Berichte unter www.plomlompom.de und blog.oliver-gassner.de liest), sondern auch produktiv 😉

Es darf nun geraten werden, ob hier „nur“ die Daten der beiden zusammengeführt werden (Technorati-Daten von Jens, blogscout-Daten von Dirk) – oder ob da ein neuer nationaler „Blograng“ ermittelt wird. Auf die Formel wäre ich dann aber noch neugieriger als auf die Formel der blogscout-Topliste (siehe auch „Der BlogRang von Blogscout„) 🙄

Hoffentlich müssen wir jetzt nicht mehr allzu lange auf eine erste Kostprobe warten…

(via blog.the-exit.net)

Der BlogRang von Blogscout

von Stefan Evertz am 10.03.07 um 0:03 Uhr | 4 Antworten

Ich hatte ja bereits unter „Blogscout-Sudoku“ über die neu berechnete Top-Liste des Zählers von Dirk Olbertz geschrieben, um mich dann unter „Blogscout: Ranking by Obscurity“ über die Entscheidung von Dirk zu ärgern, die Formel (doch) nicht zu veröffentlichen.

Erfreulicherweise hat sich Dirk nun doch anders besonnen – und die Formel für den BlogRang veröffentlicht (siehe auch blog.blogscout.de):

Die Punkte werden nun wie folgt errechnet: bei jedem Blog wird die Anzahl der In-Blogs genommen und als Punkte auf alle Out-Blogs des Blogs addiert. Wenn mein Blog also 10 In-Blogs hat und ich 5 Out-Blogs habe, bekommt jedes der 5 Out-Blogs 10 Punkte von mir. Betrachtet werden dabei immer die letzten 7 Tage.

Somit ist auch klar, wie das System manipuliert werden kann: möglichst viel in anderen Blogs kommentieren und anschließend auf den Link zum eigenen Blog klicken…

Anders formuliert: Wenn 10 Blogs auf Blog A verlinken (im Beitrag oder per Kommentar) und diese Links angeklickt werden, hat Blog A einen „In-Blog-Wert“ von 10, den es an alle Blogs „vererbt“, die in Blog A verlinkt und deren Links angeklickt wurden. All das gilt natürlich nur für die schätzungsweise 2.400 Blogs, die Blogscout als Zähler nutzen.

Ein erster kleiner Schwachpunkt wäre also ausgemacht: Die Verlinkung aus Foren und anderen Websites oder eben aus Blogs, die nicht durch Blogscout erfasst werden, fällt aus der Berechnung heraus. Bei der ersten Gruppe kann man den gewünschten Bezug zur „Blogosphäre“ wohl kaum vermuten. Und die Nicht-Blogscout-Benutzer kriegen wir auch noch 👿

Ansonsten wäre noch ein weiteres, eher theoretisches Problem zu nennen, das allerdings nicht nur für Blogscout gilt bzw. gelten könnte: Die (angeklickten) Links, die direkt mit der vielgenutzten Blog-Software „WordPress“ zusammenhängen (Standard-Blogroll der WP-DE-Edition, die meisten Themes und einzelne Plugins, die externe Links enthalten; siehe auch www.popkulturjunkie.de).

Zur Zeit scheint dieses Phänomen allerdings noch nicht aufgetreten zu sein; ob dies daran liegt, dass die betreffenden Blogs Blogscout nicht einsetzen oder einfach die entsprechenden Links nicht angeklickt wurden, kann ich nicht beurteilen.

Ein dritter diskussionswürdiger Aspekt betrifft die „Anbieter“ von Erweiterungen für Blog-Software, vor allem die WordPress-Plugins. Mein Video- und MP3-Plugin „Flash Cortex“ zum Beispiel wird laut www.technorati.com aktuell von 34 Blogs verlinkt. Täglich gehen auf die entsprechende Seite etwa 30-40 Besucher (2-3 % aller täglichen Besucher). Auch wenn (bei mir) ein Großteil dieser Besucher über Suchmaschinen kommen (und somit nicht in den BlogRang einfließen würden), stellt sich – vor allem bei anderen vielfrequentierten Plugin-Seiten – die Frage, ob solche Links „vollwertige“ Links sind und in den „In-Blog-Wert“ einfließen sollten? Ich würde zwar meinen, dass auch diese Form der Vernetzung eine Referenz an die (programmierenden) Bemühungen der jeweiligen Macher darstellt. Aber da kann man sicher auch anderer Meinung sein.

Fazit:
Nachdem nun die Formel veröffentlicht ist und in meinen Augen eine sinnvolle Bündelung der erhobenen Besucherzahlen darstellt, hat die so generierte Top-Liste von Blogscout gute Chancen, den BlogRang eines Blogs realistisch abzubilden – sofern Blogscout künftig eine weitergehende bzw. ausreichende Verbreitung als „Zähler“ findet und Dirks Server mitspielen ;). Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass die vorgenannten „Haken“ das Gesamtbild nur marginal verfälschen können. Genaueres werden aber wohl erst die nächsten Wochen und Monate zeigen… 🙄

Blogscout: Ranking by Obscurity

von Stefan Evertz am 03.03.07 um 17:34 Uhr | 3 Antworten

Vor einigen Wochen hatte ich ja schon kurz über die neue Blogscout-„Topliste“ berichtet, die auf einer „neuen“ und bislang nicht veröffentlichten Formel basierte (siehe auch „Blogscout-Sudoku„).

Dirk Olbertz, der „Macher“ des Blogscout-Dienstes, ist leider kurz danach zurückgerudert (siehe auch blog.blogscout.de):

Ich hab ein wirklich schlechtes Gewissen, weil ich bei der ersten Veröffentlichung der neuen Blog-Topliste versprochen hatte, den Algorithmus nachzureichen.

Inzwischen habe ich ihn ein paar Leuten erklärt, die allesamt positiv auf das Ergebnis und den Weg dahin reagiert haben. Gleichzeitig haben sie aber auch sehr schnell erkannt, wie er manipuliert werden kann. Und da Blogs schon zu sehr unter Kommentar- und Trackback-Spam zu leiden haben, möchte ich nicht noch eine neue Form des Spams hinzufügen. […]

Im Gegensatz zur momentanen Topliste (welche nach der Umstellung in Form einer Top-Reichenweite-Liste weiter bestehen wird), legt die neue Topliste dabei aber mehr Wert darauf, die Blogs weiter oben zu führen, die tatsächlich auch als Blogs in der Blogosphäre wahrgenommen werden.

Auf Anhieb fällt mir da nur eins ein: Schade, Dirk!

Denn so sehr ich Dirks Leistung rund um diesen Dienst respektiere und bewundere, finde ich diese Entscheidung sehr bedauerlich. Ich würde gerne glauben, dass der Algorithmus diejenigen Blogs bevorzugt, die tatsächlich auch als Blogs wahrgenommen werden. Ich kenne aber auch den Spruch „Glaube nur einer Statistik, die du auch selber gefälscht hast“. Und deshalb ist eine solche Topliste ohne eine transparente Formel ohne jeden Wert, denn ich kann die einzelnen Positionen nicht „überprüfen“.

Über den Wert und die Aussagekraft von „Charts“ lässt sich grundsätzlich lang und ausdauern streiten. Seien es die – auf einer vor allem in den USA eingesetzten Toolbar basierenden – Traffic-Werte von Alexa, oder die gerne auch Blogrolls berücksichtigenden Link-Zahlen bei Technorati – allen gemeinsam ist das Problem, dass man schon den Ausgangszahlen mit größter Vorsicht begegnen sollte.

Sobald man aber mit solchen Zahlen nach einer geheimen Formel „weiterrechnet“, ist jedwede Glaubwürdigkeit meines Erachtens endgültig verspielt. Angesichts der bisher ausgesprochen vielversprechenden Bestrebungen von Dirk, mit Blogscout einen ernstzunehmenden „Wegweiser durch die Blogosphäre“ zu etablieren, stellt diese Entscheidung definitiv einen Rückschritt dar.

Ich bezweifle jedenfalls, dass die „Nicht-Veröffentlichung“ der Formel auf Dauer den gewünschten Schutzeffekt gegen Spam haben wird, der ja scheinbar den Hauptgrund für die Verschwiegenheit darstellt. Und das dahinterstehende Verständnis von „Security by Obscurity“ (siehe auch de.wikipedia.org) hätte ich bei Dirk wohl auch nicht erwartet.

Natürlich hätte mich die Formel interessiert. Aber ich werde es wohl noch gerade schaffen, ohne diese Information durchs Leben zu gehen. Und ich werde auch weiterhin den Dienst nutzen, nicht nur wegen der Auswertungen, sondern weil ich die Idee hinter Blogscout gut finde und bislang nichts vergleichbares im Netz entdeckt habe (und z.B. Seitwert in Sachen Transparenz noch diffuser ist , siehe auch Auswertung für dieses Blog unter www.seitwert.de). Aber der Einsatz einer „obskuren Formel“ ist ein erster Schritt zur Neuorientierung 🙁

Kleines Jubiläum

von Stefan Evertz am 25.02.07 um 22:31 Uhr | 1 Antwort

Da musste ich doch etwas schmunzeln, als ich heute abend (so gegen 19:13 Uhr) in der laufenden Auswertung meines Besucherzählers Sitemeter stöberte:

Screenshot: Der 333.333 Besucher

Der Besucher Nr. 333.333 (seit dem 18.11.05) kam über Google(.at) und suchte nach „youtube video download“. Ich hoffe nun, dass er unter „Videos von Google und YouTube speichern“ auch ein passendes Jubiläums-Geschenk gefunden hat 😉

Und mir bleibt eigentlich nur noch ein leicht verhustetes „Dankeschön!“ an euch alle, die übrigen 333.332 Besucher und Leser.

Blogscout-Sudoku

von Stefan Evertz am 19.02.07 um 0:24 Uhr | 4 Antworten

Bereits im Dezember hatte Dirk Olbertz damit begonnen, die durch seinen Blog-Besucherzähler (counter.blogscout.de) erhobenen Besucherbewegungen auf der Spielwiese (spielwiese.blogscout.de) transparent zu machen (siehe auch blog.blogscout.de):

Für jedes Blog wird die Anzahl der Clicks, die von einem anderen Blog auf dieses Blog gemacht wurden, die Anzahl der unterschiedlichen Links, die dafür genutzt wurden und die Anzahl der unterschiedlichen Blogs, von denen die Clicks kamen, angezeigt. Das gleiche gilt für die andere Richtung, also wieviele Clicks, zu welchen anderen Blogs gingen. Durch Klick auf das [ + ] vor einer Zeile, werden die Informationen über die einzelnen In- und Out-Blogs nachgeladen, zusammen mit der Information, wieviele Clicks über diese Blogs reinkamen oder rausgingen. Die Gesamtliste der Blogs lässt sich durch Click auf die jeweilige Spalte sortieren. Es wird dabei im Moment immer nur absteigend sortiert (größte Zahlen oben).

Warum ich diese Liste so spannend finde? Weil sich dadurch vielleicht eine neue Möglichkeit gibt, Blogs einzuschätzen und sie zu bewerten. Nicht mehr alleine die Anzahl der Links, die von einem Blog ausgehen, oder die bei einem Blog ankommen, ist relevant, sondern doch auch, wie oft so ein Link-Angebot auch genutzt wird.

Insgesamt war es schon damals eine durchaus interessante Spielerei, auch wenn sich aus diesen Zahlen meines Wissens bisher kein neuer „PageRank“-Algorithmus ergeben hat. Als neuesten Wurf lässt Dirk nun täglich eine Top-Liste errechnen (siehe auch blog.blogscout.de[2]):

Unter spielwiese.blogscout.de[2] wird ab sofort eine Top-Liste von Blogs geführt, die nicht mehr auf der Reichweite eines Blogs basiert. Statt dessen werden die Zahlen der Spielwiese verwendet.

Auf welche Art und Weise die Punkte berechnet werden, will ich erst in den nächsten Tagen veröffentlichen, da ich eine eventuell aufkommende Diskussion erst einmal auf die Liste selbst fokussieren möchte.

Ich muss gestehen, dass ich auf die Formel von Dirks Liste wirklich gespannt bin – eine Diskussion der Ergebnisse ohne die Berechnungsdetails halte ich dagegen für schwierig. Ich wundere mich zwar etwas, dass mein kleines Blog aktuell auf Platz 63 liegt. Aber das wird sich wohl nur durch die Formel klären lassen. Und deshalb werde ich wohl warten müssen, bis Dirk die Formel veröffentlicht – meine Versuche des „Reverse Calculating“ waren jedenfalls bisher erfolglos und erinnerten mich an meine Bemühungen bei schwereren Sudoku-Rätseln 🙁

Auf den ersten Blick sehen die Ergebnisse der mittlerweile auf den letzten 7 Tagen basierenden Liste jedenfalls vielversprechend aus. Das allgewaltige Bildblog liegt nur auf Platz 4 und nicht wie sonst – z.B. in den auf Technorati basierenden Deutschen Blogcharts (www.deutscheblogcharts.de) – auf Platz 1. Ich tippe mal, dass bei Dirks Berechnungen die ausgehenden Links – anders als bei den meisten anderen Zählern bzw. Ranglisten – einen höheren Stellenwert haben – oder wird die gesamte Vernetzung (ein- und ausgehend) berücksichtigt?

Sofern sich jedenfalls die Formel als „belastbar“ herausstellt, könnte somit die erste wirklich ernstzunehmende „BlogRang„-Liste entstehen – wenn da nicht die Tatsache wäre, dass die Zahlen nur auf die etwa 2.100 Blogs anwendbar wären, die Dirks Counter benutzen. Aber was ist schon perfekt 😉

Feedburner: Traffic-Daten ausblenden

von Stefan Evertz am 13.01.07 um 17:30 Uhr | 2 Antworten

Vor kurzem habe ich berichtet, dass man offensichtlich die Leserzahlen eines RSS-Feeds auslesen kann, sofern dieser über Feedburner läuft (siehe auch „Feedburner: Transparente Traffic-Daten„). Es machte dabei keinen Unterschied, ob die sog. „Awareness-API“ (siehe auch www.feedburner.com; englisch) aktiviert war oder nicht.

So ganz konnte ich aber von diesem Thema nicht lassen, und nach einem netten mehrtägigen Mailwechsel mit Feedburner (Thanks, Eric!) konnten wir – nach mehreren Theorien, die schnell wieder verworfen wurden – eine Lösung für das Problem finden:

Wer nicht möchte, dass die Leserzahlen seines RSS-Feeds durch dritte ausgelesen werden können, muss sowohl die Awareness-API als auch die sog. „FeedCount“-Funktion deaktivieren. Es dauert dann eine gewisse Zeit („gefühlte“ 15-30 Minuten), bis dann die API keine Daten mehr liefert.

So hat es zumindest bei mir mehrfach geklappt, testweise den Zugriff auf meine Traffic-Daten zu sperren, auch wenn ich ja grundsätzlich diese Daten weiter „öffentlich“ lassen will.

Alles in allem ist es zwar schade, dass dieser Zusammenhang aus den – ansonsten eigentlich recht eindeutigen – Texten bei Feedburner nicht deutlich wird. Aber dafür war es immerhin möglich, das Problem im Dialog mit einem Mitglied des Feedburner-Teams zu identifizieren bzw. zu lösen. Davon könnte sich Technorati mal eine dicke Scheibe abschneiden 👿

Zugriffe September / Oktober 2006

von Stefan Evertz am 13.01.07 um 16:38 Uhr | 1 Antwort

Da ich doch ein wenig meine Chronisten-Pflicht vernachlässigt habe, gibt es diesmal zwei Monate auf einmal bzw. hintereinander. Die Top 10 der meistgelesenen Artikel habe ich hier erstmals ausgelassen, da mir einfach die Zeit für die zusätzliche Auswertung fehlt. Nur die „erwähnenswerten Artikel“ habe ich beibehalten, da ich diese Liste immer als eine Art komprimiertes Inhaltsverzeichnis des jeweiligen Monats gesehen habe – oder neudeutsch: Die „Highlights“.

Eckdaten September (ermittelt mit counter.blogscout.de):
Zeitraum: 01.09. – 30.09.2006
Besucher (Visits / „V“): 29.007
Seitenabrufe (Impressions / „I“): 44.136
Seitenabrufe / Besucher: 1,52
Ruhigster Tag: 02.09.06 (V: 683 / I: 1.053)
Wildester Tag: 20.09.06 (V: 1190 / I: 1.695)
Tagesdurchschnitt: V: 966 / I: 1.471
Datentransfer: 4.750 MB
Anzahl Beiträge: 26 (Siehe auch September 2006)

Statistik September 2006
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Feedburner: Transparente Traffic-Daten

von Stefan Evertz am 05.01.07 um 13:54 Uhr | 5 Antworten

Durch Zufall habe ich ein Tool gefunden, dass einen – leider nicht geschützten – Zugriff per RSS-Feed auf die Abonnenten-Zahlen bei Feedburner ermöglicht: FeedBurner Stats 2 Feed (lab.rss-world.info/feedburner-feedstats/; englisch)

Im Blog der Entwicklerin liest sich die Beschreibung zunächst recht vielversprechend (siehe auch www.simonecarletti.com/blog):

Tired of reading your FeedBurner feed stats from your FeedBurner dashboard? Do you manage multiple feeds and would you like to read all stats from a single source? Would you like to read your FeedBurner feeds stats from a wonderful and cool feed? Would you like to compare your feed stats?

FeedBurner Stats 2 Feed is an easy but powerful tool that allows FeedBurner users to mix their feeds‘ stats into a single feed and subscribe it.

You can read all stats from a single feed since FeedBurner Stats 2 Feed will mix and compare all the data for you.

Das folgende Beispiel zeigt z.B. die „Leserzahlen“ der letzten 10 Tage meines Blogs:

lab.rss-world.info/feedburner-feedstats/[2]

Eigentlich bekomme ich so also eine bequeme Möglichkeit, die Nutzungsdaten meines Feeds einzusehen, ohne jedesmal das „Dashboard“ von Feedburner besuchen zu müssen. Allerdings besteht der dicke Haken leider darin, dass auch jeder andere Benutzer ungehindert auf diese Daten zugreifen kann – zumindest bis jetzt.

Nun sind diese Daten sicherlich nur bedingt als „vertraulich“ anzusehen – und ich persönlich mache z.B. die aktuellen Zahlen über den sog. FeedCount ohnehin öffentlich (siehe auch „Impressum„).

Und ich finde es auch durchaus interessant (und beeindruckend), dass z.B. www.bildblog.de bis zu 16.000 RSS-Leser (siehe auch lab.rss-world.info/feedburner-feedstats/[3]) oder www.drweb.de/weblog/ mehr als 7.000 RSS-Leser hat (lab.rss-world.info/feedburner-feedstats/[4]).

Aber eigentlich sollte meines Erachtens der jeweilige Feedburner-Nutzer schon selber die Kontrolle darüber haben, wer diese Daten des eigenen RSS-Feeds einsehen kann. Datenschutz sieht jedenfalls anders aus… 👿

P.S.: Offenbar ist der Zugriff unabhängig vom Aktivierungs-Status der sog. „Awareness API“ von Feedburner möglich. In Feedburner sehe ich jedenfalls unter „Publicize / Awareness API“ eine aktivierte Option „Allow external access to my traffic data“ – die scheinbar nicht deaktiviert werden kann 🙁

(Tool gefunden in den Kommentaren bei www.techlifeweb.com)