Schlagwort-Archiv: google

Google Writely für alle

von Stefan Evertz am 22.08.06 um 13:03 Uhr | Schreibe eine Antwort

Logo 'Writely' Seit dem 18.08.06 darf nun jeder mit dem Tool „Google Writely“ (www.writely.com, englisch; JavaScript erforderlich) testen, wie Textverarbeitung ohne das allgegenwärtige „Word“ aus dem Hause Microsoft aussehen könnte (siehe auch www.golem.de):

Writely ist eine AJAX-basierte Online-Textverarbeitung, die komplett im Browser läuft. Ein Download oder eine Installation sind nicht notwendig, die Nutzung ist kostenlos. Eine Beta-Version von Writely ist seit August 2005 online und auch heute ist die Software noch nicht fertig.

Mit Writely lassen sich neue Dokumente erstellen oder auch vorhandene hochladen und öffnen. Diese können dann für andere freigegeben werden, so dass man sie gemeinsam bearbeiten kann. Writely informiert dabei in Form kleiner Notizen über die gemachten Änderungen und synchronisiert die unterschiedlichen Versionen der Dokumente miteinander.

Nach der Übernahme von Writely im März 2006 durch Google (siehe auch www.golem.de, „Google Desktop: Doppel-Agent 003 auf der Suche (Update)„) war zunächst der öffentliche Zugang gestoppt bzw. auf Einladungen beschränkt worden. Erfreulicherweise scheint man bei Google die Infrastruktur ausgebaut zu haben, so dass nun sowohl mit Writely das Text-Element von „Google Office“ als auch seit einer Woche Google Analytics wieder frei genutzt werden kann (siehe auch „Google Analytics für alle„).

Und so sieht die – bisher nur in Englisch verfügbare – Oberfläche aus:
Screenshot 'Writely'

Ein erster schneller Test der Textverarbeitung zeigt jedenfalls, dass Writely schon jetzt einiges zu bieten hat:

  • Geschwindigkeit bei der Textbearbeitung ist durchaus vergleichbar mit Word.
  • Die gängigen Formatelemente sind verfügbar.
  • Import (aus Word) und Export (u.a. als PDF und als Word-Dokument) klappt problemlos.
  • Gemeinsame Textbearbeitung durch mehrere Benutzer („Collaboration“) ist zwar nicht ganz „in Echtzeit“ (mindestens 5 Sekunden Verzögerung, möglicherweise bedingt durch den ersten Anstrum von Interessenten), funktioniert aber zuverlässig.

Laut den FAQ werden Internet Explorer (ab Version 5.5) und Firefox unterstützt, Opera jedoch nicht (siehe auch www.google.com, englisch).

Alles in allem scheint sich hier jedenfalls ein durchaus ernstzunehmender Kandidat für die „Textverarbeitung für zwischendurch“ herauszubilden. Einziger Wermutstropfen ist das (bisher nicht zu ändernde) Letter-Format der exportierten Dokumente – statt dem zumindest in Deutschland normalen „DIN A4“. Das sollte schleunigst angepasst bzw. modifizierbar werden.

Ob der einzelne Benutzer allerdings gut beraten ist, seine Dokumente mit einem Tool zu erstellen und zu speichern, dessen „Besitzer“ (Google) in Sachen „Datenschutz“ für seine Sammelwut bekannt ist und zudem anderen juristischen Rahmenbedingungen unterliegt, muss – wie immer – jeder selbst entscheiden…

Nachtrag 26.08.06, 13:18 Uhr
Bei www.jmboard.com/gw bin ich auf eine Beschreibung gestossen, wie auch Opera-Nutzer in den vollen Genuss von Writely kommen können. Dabei verpasst man durch die folgenden Schritte Opera quasi eine „Tarnkappe“:

  1. Extras->Einstellungen
  2. Erweitert
  3. Inhalte
  4. Einstellungen der Seiten verwalten
  5. Hinzufügen für “writely.com”
  6. Im Tab Netzwerk auf die Option “Als Mozilla maskieren” einstellen

Google Analytics für alle

von Stefan Evertz am 16.08.06 um 9:00 Uhr | 2 Antworten

Das endlose Warten auf einen Zugang zum Besucherzähler von Google hat ein Ende, wie im offiziellen Blog zu „Google Analytics“ zu lesen ist (siehe auch analytics.blogspot.com):

I’m happy to tell you that we’ve just removed the wait to receive a Google Analytics account. Now anyone with a website can instantly create one for free by simply by visiting google.com/analytics or by clicking on the „Analytics“ tab within AdWords. After you create an account, we suggest reading the Installation Guide to get it set up quickly and correctly.

Der im November 2005 gestartete Dienst brach damals postwendend unter der Nachfrage zusammen (siehe auch „Google Analytics – Neuer Dienst zur Besucher-Analyse mit Startschwierigkeiten„), so dass sich neue Interessenten nur noch in eine Warteliste eintragen konnten. Dieser Zustand scheint nun ein Ende zu haben.

Wer also „Google Analytics“ zur „Messung“ der Besucher seines Blogs oder seiner Website nutzen will, kann sich unter www.google.com/analytics/ anmelden, wobei „wie immer“ Vorraussetzung für die Nutzung ein Googlemail-Account ist (und nein, ich habe keine Einladungen mehr übrig).

Über ein passendes Plugin für Google Desktop zur Anzeige der Besucherzahlen in Echtzeit bin ich dann noch unter blog.outer-court.com gestolpert: r2unit.org/desktop

Ich muss allerdings gestehen, dass ich Google Analytics hier im Blog im März 2006 abgeschaltet habe, da die Performance (zumindest damals) sehr unzuverlässig war (siehe auch „Machs besser, Google Analytics„). Angesichts der nun erfolgten Freigabe „für alle“ dürfte es nun wohl zu weiteren Engpässen kommen.

Eine ziemlich umfassende Übersicht an verfügbaren „Besucherzählern“ (mit zahlreichen interessanten Alternativen zum Google-Dienst) findet sich übrigens unter www.basicthinking.de/blog.

(via www.formsache-blog.de)

Nachtrag 17.08.06, 08:50 Uhr:
Das passiert auch eher selten: Während diverse Blogs das Thema schon gestern vormittag aufgegriffen haben, sind einige „klassische“ News-Dienste erst deutlich später darauf gestoßen (www.heise.de gestern um 16:52 Uhr, www.golem.de heute um 7:45 Uhr).

Nachtrag 18.08.06, 10:08 Uhr:
Eine etwas ausführlichere Beschreibung des erwähnten Plugins bzw „Gadgets“ für Google Desktop findet sich unter www.jmboard.com/gw.

Goggles – Der wahre Flugsimulator mit Google Maps

von Stefan Evertz am 06.08.06 um 1:15 Uhr | 5 Antworten

Offenbar als kleine Eigenwerbung hat der Londoner Entwickler Mark Caswell-Daniels mit „Goggles“ einen Mini-Flugsimulator entwickelt, der auf den mittlerweile hochwertigen Bildern von „Google Maps“ (maps.google.de) basiert. Mit einem kleinen Doppeldecker kann man fünf verschiedene Großstädte überfliegen – neben London und New York auch Paris, wie die folgende „Luftaufnahme“ zeigt:

Per Goggles zum Eiffelturm

Goggles kann unter www.isoma.net gestartet werden (Flash erforderlich). Und wenn ihr genug geflogen seid: Einfach mit der „Aufwärts“-Cursortaste den Flieger ganz nach unten steuern 😉

Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass der Entwickler noch Zeit für die Integration weiterer (deutscher?) Städte hat, bis Google (möglicherweise?) den Stecker zieht 🙄

(via googlekarten.blogspot.com)

Nachtrag 07.08.06, 09:31 Uhr:
Sollte der „Flugsimulator“ etwas langsam bzw. hakelig laufen, könnte das nicht nur an den gelegentlich überlasteten Google-Servern liegen. Ein weiterer Faktor könnte sein, dass Goggles heute morgen „ehrengesenft“ wurde (siehe auch www.ehrensenf.de), so dass die Besucherzahlen weiter anschwellen dürften. Hoffentlich stossen da nicht noch digg und yigg drauf… 🙄

Update 09.08.06, 10:40 Uhr:
Einen etwas eigenwilligen Kommentar fand ich gerade bei www.netzwelt.de:

London bombardieren
Ausgestattet mit einem unbegrenzten Vorrat an Bomben kann jeder Hobbypilot über fünf Metropolen unserer Welt fliegen: London, Paris, New York, Washington D.C. und Tokio. Auch wenn es didaktisch nicht ganz so wertvoll und geschichtlich nicht einwandfrei ist, macht es einen Riesenspaß diese Städte bombadierend zu besuchen. Unter dem Flugzeug rast die echte Welt vorbei anstatt einer künstlich erschaffenen Landschaft.

„Geschichtlich nicht einwandfrei“ – so kann man es wohl auch ausdrücken 🙄

Flash Cortex-Update – und Google Video auf deutsch

von Stefan Evertz am 05.08.06 um 19:53 Uhr | 3 Antworten

Wie ich ja bereits in meiner Wunschliste zu Flash Cortex erwähnte, stand der Mitte Juli gestartete deutsche Ableger von „Google Video“ (video.google.de, siehe auch www.golem.de) ganz oben auf der Liste der geplanten Arbeiten an meinem Video-Plugin für WordPress. Nachwuchsbedingt hat sich die Umsetzung zwar etwas verzögert, aber nun ist das Update da.

Flash Cortex „kennt“ nun – neben den schon vorher integrierten Anbietern YouTube, Google Video und Sevenload – fünf weitere Video-Anbieter:

Weiterhin wurde die Syntax erweitert, d.h. die einzubindenden Videos können nun auch wie folgt gekennzeichnet werden, um Probleme mit dem WYSIWYG-Editor von WordPress zu umgehen:

[flash]http://youtube.com/watch?v=123abc456DE[/flash]

Die aktuelle Version (0.9.5) gibt es auf der Seite zu „Flash Cortex„.

Datenschutz ade: Google Browser Sync für Firefox

von Stefan Evertz am 08.06.06 um 14:56 Uhr | 2 Antworten

Google hat heute eine neue Erweiterung für Firefox vorgestellt, mit der – auf dem Umweg über einen Google-Server – alle Einstellungen und Daten zwischen Firefox-Installationen auf verschiedenen Rechnern (z.B. Arbeitsplatz und Notebook) ausgetauscht bzw. synchronisiert werden können.

Die Erweiterung „Google Browser Sync“ setzt die Version 1.5 von Firefox voraus und kann unter www.google.com (englisch) heruntergeladen bzw. installiert werden, wobei dort bereits auf eine Konsequenz der Erweiterung hingewiesen wird:

Google Browser Sync must update your browser settings whenever you start Firefox. This will increase the start-up time of Firefox (the time between clicking on the Firefox icon and loading your start page) – please bear with us as we work to decrease this delay.

www.golem.de stellt weitere Details vor:

Google Browser Sync speichert auf Wunsch zahlreiche Firefox-Einstellungen wie Lesezeichen, Verlauf, gespeicherte Kennwörter sowie dauerhafte Cookies. Aber auch geöffnete Webseiten überträgt das Werkzeug auf einen Google-Server, um darüber die Firefox-Daten zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen zu synchronisieren. In den Einstellungen lässt sich bestimmen, welche der Daten abgeglichen werden sollen. Alle übertragenen Daten werden mit einer PIN verschlüsselt und sollen so das Ausspähen verhindern.
[…]
Derzeit laufen Überlegungen, wie sich etwa nur eine bestimmte Auswahl an Lesezeichen synchronisieren lässt. Langfristig ist geplant, dass die Erweiterung Lesezeichen zwischen Firefox und Google Bookmarks abgleicht. Noch fehlt eine solche Möglichkeit aber in der Software.

Bei Google selber klingt das ganze noch etwas „euphorischer“ (siehe auch googleblog.blogspot.com):

These sorts of frustrations inspired us to build a Firefox extension that keeps your browser settings for all your computers in sync. Google Browser Sync unifies your bookmarks, history, saved passwords, and persistent cookies across all the computers where you install it. It also remembers which tabs and windows you had open when you last closed any of your browsers and gives you a chance to reopen them. We think you’ll enjoy how it handles sync conflicts and „just works,“ enabling you to bring your browser with you everywhere.

Ich frage mich allerdings, ob sich damit nicht endgültig der Datenschutz verabschieden darf. Während bei Google Desktop „nur“ Dokumente synchonisiert werden (im Rahmen der „Search Across Computers“-Funktion, siehe auch „Google Desktop: Doppel-Agent 003 auf der Suche (Update)„), hat Google so nun auch Zugriff auf den letzten „Freiraum“ – den Browser. Alle von mir aufgerufenen Seiten (inkl. Sessions), meine Lesezeichen und eventuell gespeicherte Passwörter laufen dann über den Google-Server, ohne dass ich auch nur die geringste Chance auf eine Zugriffskontrolle hätte.

Eine solche Funktion ist an sich sicherlich hilfreich und gibt es als Komplettlösung bisher auch nicht (soweit ich weiß). Aber die eventuelle Arbeitserleichterung steht in keinem Verhältnis zu den Risiken. Wer Google Desktop aus „Sicherheitsgründen“ nicht einsetzt, sollte von „Google Browser Sync“ erst recht die Finger lassen. Mir kommt jedenfalls beides nicht ins (Browser-)Haus 👿

Nachtrag 09.06.06., 08:29 Uhr:
Da musste ich erst den Artikel auf www.heise.de lesen, um mich daran zu erinnern, dass es ja mit „Mozbackup“ durchaus eine Software gibt, mit der das komplette Profil gesichert und auch – z.B. auf einem anderen PC oder Notebook – wiederhergestellt werden kann. Und unter Firefox und Thunderbird sichern habe ich auch schon darüber geschrieben 😕

Ganz so komfortabel wie die Google-Lösung ist sie allerdings nicht, da eben jeweils das Backup von Rechner A auf Rechner B überspielt und dort dann „wiederhergestellt“ werden muss. Aber bevor ich Google die Daten gebe…

Google Spreadsheets statt Excel? (Update)

von Stefan Evertz am 06.06.06 um 14:14 Uhr | 1 Antwort

Logo 'Google Spreadsheets' Mit „Google Spreadsheets“ scheint nun Google einen weiteren Angriff auf das Office-Paket aus dem Hause Microsoft fahren zu wollen und hat mittlerweile auch alle Komponenten für ein eigenes webbasierendes „Google Office“ zusammen.

Gut sechs Wochen nach dem Start von „Google Calendar“ wurde heute mit der Einführung der online nutzbaren Tabellenkalkulation begonnen. Der „Test“ wird allerdings nur für eine beschränkten Teilnehmerzahl möglich sein; Anmeldungen können unter www.google.com[1] (englisch) vorgenommen werden.

Erste Eindrücke gibt es unter www.google.com[2] (englisch); von dort stammt auch der folgende Screenshot:

Screenshot 'Google Spreadsheet'

Es ist angesichts der fehlenden Testmöglichkeiten fast nicht möglich, Spreadsheets zu bewerten. Einige Punkte wurden aber bereits kritisch angemerkt:

Zum einen weist Stefan Zwierlein unter www.jmboard.com auf einige Punkte hin, bei denen Excel (noch) vorne liegt:

Es fehlen Grafische Elemente zur Illustration von Daten, Viele Enschränkungen verhindern noch die universelle Nutzbarkeit.

Momentan können 100 Dateien angelegt werden, die jeweils 20 Tabellen enthalten können. Die dürfen maximal 50000 Zellen belegen auf 256 Spalten und maximal 10000 Zeilen. Dateiuploads dürfen nur eine maximale Größe von 400 kB haben.

Zum anderen fand ich die Überlegungen von Robert interessant (siehe auch www.basicthinking.de/blog):

Man muss sich natürlich wie bei Writely die Frage stellen, ob die User tatsächlich bereit sind, online statt OpenOffice oder MS Office komplementäre Produkte zu nutzen. Bei Kalkulationsanwendungen spielen die Datenschutzbedenken mE eine ungleich höhere Rolle.

Hier bin ich allerdings skeptisch, ob bei Kalkulationen das subjektive Sicherheitsempfinden wirklich höher ist als bei mit Writely geschriebenen Konzepten, Angeboten oder Arbeitsverträgen. Hoffen wir das beste und befürchten das schlimmste…

Alles in allem bleiben also viele Fragezeichen, sowohl was den Leistungsumfang von „Google Spreadsheets“ als auch für die Büroanwender sehr kritischen Aspekte der Sicherheit und des Datenschutzes betrifft.

In Sachen Funktionalität hat Google mit den bisherigen Anwendungen früher oder später überzeugen können und das wird wohl auch bald hier der Fall sein.

Ob ich aber als Benutzer meine Daten einem international und primär nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten agierenden Unternehmen anvertrauen möchte, ohne dass ich wirklich kontrollieren kann, was damit geschieht? Mein Bauch sagt mir: Nein.

(via blog.outer-court.com, www.golem.de)

Update 06.06.06, 23:12 Uhr:
Offenbar wurden durch Google erste Einladungen verschickt, so dass bereits einige „Tests“ zu finden sind:

Robert kommt zu einem insgesamt eher negativen Ergebnis (siehe auch www.basicthinking.de/blog[2]):

Ok, seien wir fair, Excel 0.1 early alpha. und seien wir noch weiter fair: Ich habe es mit den Augen eines Excel-Users betrachtet.
[…]
Sorry, aber ich verstehe nicht, wie das durch Googles QM durchgehen konnte, Spreadsheet ist eines Google nicht würdig! Google Spreadshirt: Nicht mal ein Anfänger aus dem OpenSource Bereich hätte es schlechter hinbekommen können!

Der Artikel von Philipp Lenssen hingegen klingt insgesamt deutlich positiver, scheint mir aber eher nicht aus der Warte eines Excel-Nutzers geschrieben zu sein (siehe auch blog.outer-court.com[2], englisch):

Google Spreadsheet usability is quite good. […]
The only thing I really missed so far was right-clicking rows to apply formatting changes or to copy & paste text. That, and the ability to create graphs from your data (and the help file also needs to be completed yet). But that’s the good thing about web apps; they can be constantly updated by the developers in the background without any of us ever having to install a new version.

Über den Artikel können übrigens noch zwei Videos (im WMV-Format) sowie ein Zip-Archiv mit weiteren Screenshots heruntergeladen werden.

Insgesamt scheint also auch der zweite Eindruck noch so manches Fragezeichen übrig zu lassen, wobei ich davon ausgehe, dass Google weiter fleißig feilen und ausbauen wird. Wenn man nach der Dauer der Beta-Phase von Googlemail geht, hätte „Google Spreadsheets“ noch mindestens 2 Jahre Zeit bis zur endgültigen Fassung, soweit ich mich erinnern kann. Und in der Zeit kann man eine ganze Menge Feilenstaub aufwirbeln…

Update 26.06.06, 07:56 Uhr:
Bei www.netzwelt.de hat man sich mittlerweile ebenfalls mit Google Spreadsheets beschäftigt – und mindestens eine ernsthafte „Macke“ gefunden:

Wichtige Excel-Funktionen fehlen allerdings bisher. So ist es nicht möglich, nur eine bestimmte Auswahl angezeigt zu bekommen. Besonders merkwürdig ist allerdings eine andere Lücke. Nutzer können ihre Tabellen nicht durchsuchen. Eine Google-Plattform – ohne Suche? Unglaublich, aber wahr.

WordPress-Plugin: Flash Cortex

von Stefan Evertz am 27.05.06 um 13:40 Uhr | 206 Antworten

Mit dem Plugin „Flash Cortex“ können MP3-Dateien und Videos (u.a. von www.youtube.com und sevenload.de) so in den Text des Blog-Artikels eingebunden werden, dass sie direkt im Artikel angehört bzw. angesehen werden können.

Das Plugin basiert auf „Flash Filter Plus“ von Owen Winkler (www.asymptomatic.net/wp-hacks, englisch). wobei der von „Flash Cortex“ erzeugte Quelltext zusätzlich als „XHTML 1.0 Transitional“ validiert und – ebenfalls zusätzlich – auch einen direkten Link zur jeweiligen Seite bei youtube.com, video.google.com, sevenload.de oder eben der eingebundenen MP3-Datei enthält.

Es reicht also künftig aus, den URL aus dem Adressfeld zu kopieren und wie untenstehend beschrieben in den Artikel einzufügen, um
das Video direkt anzuzeigen. Das zweifache Kopieren (direkter Link / Schnipsel mit „embed“) entfällt.

„Flash Cortex“ im Überblick

Version:
1.0.9 (21.07.09)
1.0.8 (01.09.08; Unterstützung für Divshare integriert, Unterstützung von Vimeo optimiert / Support for Divshare, better Support for Vimeo)
1.0.7 (20.07.08; Unterstützung optimiert für / Better support for vimeo.com)
1.0.6 (06.04.08; Unterstützung optimiert für / Better support for vimeo.com, revver.com, video.yahoo.com and clipfish.de; de.video.yahoo.com wird nicht mehr unterstützt / is not supported anymore)
1.0.5 (30.03.08; Unterstützung von YouTube optimiert / Better support for YouTube)
1.0.4 (03.12.07; Unterstützung von clipfish.de optimiert / Better support for clipfish.de)
1.0.3 (18.05.07; Quicktag-Support für WordPress 2.2 verbessert / better quicktag-support for WordPress 2.2)
1.0.2 (04.03.07; Unterstützung für Revver integriert, Unterstützung von Sevenload optimiert, Autostart bei Clipfish deaktiviert / Support for Revver, better Support for Sevenload, Autostart deactivated for Clipfish)
1.0.1 (10.01.07; Neues Quicktag „Flash Cortex“ integriert / Quicktag „Flash Cortex“ added)
1.0.0 (08.01.07; Unterstützung von Sevenload optimiert / Better support for Sevenload)
0.9.9 (20.12.06; Unterstützung von clipfish.de optimiert / Better support for clipfish.de)
0.9.8 (04.11.06; Unterstützung von / Support for de.video.yahoo.com)
0.9.7 (24.09.06; Unterstützung von / Support for clipfish.de und / and video.yahoo.com)
0.9.6 (31.08.06; Unterstützung von myvideo.de optimiert / Better support for myvideo.de)
0.9.5 (05.08.06; Unterstützung von / Support for video.google.de, www.metacafe.com, www.myvideo.de, www.vimeo.com und www.guba.com sowie Integration einer alternativen Syntax „[flash]„)
0.9.4 (16.06.2006; „Sonderfall“ bei video.google.com berücksichtigt; Danke an Kalli für den Hinweis per Trackback)
0.9.3 (16.06.2006; Unterstützung von video.google.com integriert)
0.9.2 (04.06.2006; Einbettung einer MP3-Datei jetzt auch per ‚‚-Tag möglich)
0.9.1 (27.05.2006; jetzt validiert es auch mit dem W3C-Validator)
0.9.0 (27.05.2006)

Status:
Final – Rückmeldungen und Anregungen sind aber weiterhin willkommen 😉

Bekannte Probleme / Known Issues:
In Opera passiert nach dem Anklicken des „Players“ leider nichts ausser einer Meldung „Loading“. Das Problem wurde scheinbar mit Opera 9 behoben.
While using Opera it is not possible to start the embedded video properly. It shows the message „Loading“ after clicking, but nothing else happens. This problem seems to be solved with Opera 9.

Unterstützte Formate / Supported media input:
MP3, youtube.com, video.google.com, video.google.de, sevenload.de, www.metacafe.com, www.myvideo.de, www.vimeo.com, www.guba.com, video.yahoo.com, de.video.yahoo.com, www.clipfish.de, one.revver.com

Getestet mit / Tested with:
Firefox 1.5.0.3 – 1.5.0.8 / 2.0, IE 6 / 7, Opera 8.54 / 9, Safari 2.0.3 (Mac OS X)

Unterstützte / Supported WordPress-Version:
Wordpress 2.0.2 – 2.0.10 / 2.1.X – 2.3.3 / 2.5 / 2.6

Installation
Hinweis für Nutzer einer Plugin-Version bis 1.0.4 / Notice for people using a plugin version minor or equal 1.0.4:
Wegen einer Umstellung enthält das Zip-Archiv nun den Ordnernamen „flash-cortex“ (bisher: „flashcortex“). Um Doppelungen zu vermeiden, sollte der alte Ordner vor der Installation der neuen Version gelöscht werden. Das Plugin muss nach dem Update erneut aktiviert werden. / Due to a change the zip-archiv does contain now the folder name „flash-cortex“ (was „flashcortex“ before). Please take care, that the „old“ folder is deleted before the installation of the new version. The plugin has to be activated again after the update.

  1. Herunterladen des Zip-Archivs / Download the zip-archive (Download: flash-cortex.zip)
  2. Im Plugin-Verzeichnis einen neuen Ordner anlegen („flash-cortex“) und dorthin die Dateien aus dem Zip-Archiv („AsySound.swf“, „flashcortex.php“) kopieren. / Add a new folder („flash-cortex“) to the „plugin“-folder and copy the two files („AsySound.swf“, „flashcortex.php“) from the zip-archive to the new folder.
  3. „Flash Cortex“ unter „Plugins“ aktivieren. / Activate „Flash Cortex“ at „Plugins“.
  4. „Flash Filter Plus“ deaktivieren, falls es aktiviert ist. / Deactivate „Flash Filter Plus“ (if it was activated before)

Einbetten des MP3-Players / Embedding MP3-Player

Input:
[http://www.xyz.de/sound_sample.mp3]
Alternativ (Ergänzt 04.06.06):
http://www.xyz.de/sound_sample.mp3
Beispiel / Example: hier

Einbetten von / Embedding (Flash-)Video:
Hinweis: Im folgenden wird immer die Zeichenfolge „xyz“ verwendet. Seit der Version 0.9.5 kann nun auch alternativ im Artikel die Zeichenfolge „[flash]xyz[/flash]“ verwendet werden, um z.B. Probleme mit dem WYSIWYG-Editor von WordPress zu verhindern. / In the examples listed below the string „xyz“ is used. Since version 0.9.5 the alternative string „[flash]xyz[/flash]“ can be used also, e.g. to avoid conflicts with the WYSIWYG-Editor offered by WordPress.

http://www.xyz.de/
optional: Breite und Höhe (nicht erforderlich) / width and height (not required)
http://www.xyz.de/

youtube.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 425 x 350 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 425 x 350 automatically.

Code-Beispiele / Code-Examples (siehe auch Artikel 1):
http://youtube.com/watch?v=123abc456DE
http://www.youtube.com/watch?v=123abc456DE

video.google.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 400 x 326 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 400 x 326 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://video.google.com/videoplay?docid=12345

video.google.de
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 400 x 326 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 400 x 326 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://video.google.de/videoplay?docid=12345

sevenload.com
Die Videos von sevenload.de können zur Zeit in vier verschiedenen Größen eingebunden werden (500×403, 425×350, 380×313, 200×178). Es müssen daher die korrekten Maße angegeben werden, da sonst das Video nicht dargestellt werden kann. Werden keine Maße angegeben, so wird automatisch eine Größe von 380 x 313 Pixel ausgewählt. Der an den URL des Videos angehängte Titel des Videos wird automatisch abgeschnitten / Right now the videos provided by sevenload.de can be embedded in four different sizes (500×403, 425×350, 380×313, 200×178). It is very important to specify (one of) the „correct measures“, otherwise the video will not be shown. If there are no measures specified, the size will be set to 380 x 313 automatically (This might be the safest way…). The title of the video appende to the URL will be cut off automatically.

Code-Beispiele / Code-Examples (siehe auch Artikel 2):
(Neue Syntax / New syntax)
http://de.sevenload.com/videos/1234abc
http://de.sevenload.com/videos/1234abc
http://en.sevenload.com/videos/1234abc
http://en.sevenload.com/videos/1234abc

(Alte Syntax / Old Syntax)
http://sevenload.de/videos/1234abc
http://sevenload.de/videos/1234abc

www.metacafe.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 346 x 305 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 346 x 305 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://www.metacafe.com/watch/1234/abc_def/

www.myvideo.de
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 470 x 406 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 470 x 406 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://www.myvideo.de/watch/1234

www.vimeo.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 400 x 300 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 400 x 300 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://www.vimeo.com/clip:12345

www.vimeo.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 400 x 300 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 400 x 300 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://www.divshare.com/download/123456-1c8

www.guba.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 375 x 360 gesetzt. Achtung: Der eingebettete Player startet selbstständig… / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 375 x 360 automatically. Note: The embedded player will start automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://www.guba.com/watch/12345

www.clipfish.de
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 464 x 380 gesetzt. Achtung: Der eingebettete Player startet selbstständig… / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 464 x 380 automatically. Note: The embedded player will start automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://www.clipfish.de/player.php?videoid=AbCdEfGhIk

video.yahoo.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 512 x 323 gesetzt. The measures don’t have to be specified. The size will be set to 512 x 323 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://video.yahoo.com/video/play?vid=12ab...34cd.123456

de.video.yahoo.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 425 x 350 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 425 x 350 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://de.video.yahoo.com/video/play?vid=12ab...34cd.123456

one.revver.com
Es müssen keine Maße angegeben werden. Die Größe wird automatisch auf 480 x 392 gesetzt. / The measures don’t have to be specified. The size will be set to 480 x 392 automatically.

Code-Beispiel / Code-Example:
http://one.revver.com/watch/123456

Google: Marktanteil wächst – wohl auch in Deutschland

von Stefan Evertz am 23.05.06 um 11:35 Uhr | Schreibe eine Antwort

Google hat in den USA seinen Marktanteil weiter ausgebaut, wie www.golem.de unter Berufung auf die monatliche qSearch-Studie von comScore Networks berichtet:

Im April 2006 hatte Google den Studienergebnissen zufolge einen Anteil von 43,1 Prozent in den USA. Yahoo ist wie bislang auch an zweiter Stelle mit 28 Prozent und MSN mit 12,9 Prozent auf dem dritten Platz.

Der Marktanteil in Deutschland dürfte für Google allerdings noch wesentlich größer sein. „Verlässliche“ Zahlen, d.h. Erhebungen, die auf einer sehr breiten Datenbasis basieren, gibt es leider meines Wissens für Deutschland nicht. Wenn man sich aber z.B. die aktuellen Zahlen unter www.webhits.de ansieht, dürfte zumindest der Trend erkennbar sein:

  • Google: 85.6%
  • Yahoo: 3.9%
  • MSN Web-Suche: 3.4%

Insgesamt bemerkenswert finde ich allerdings den Aspekt, dass zumindest in den USA Google bei weitem nicht so marktbeherrschend ist wie hier in Deutschland. Während Google in den USA „lediglich“ Marktführer ist (und relativ dicht von Yahoo verfolgt wird), führt hier in Deutschland quasi kein Weg an Google vorbei.

Im globalen Kontext muss ich also möglicherweise meine Einschätzung zum Streit zwischen Microsoft und Google (siehe auch „Google: Die zwei (Aussichts-)Türme (Update)„) nochmals kritisch prüfen…

(Mustard) Epic 2014: Wie alles endete

von Stefan Evertz am 20.05.06 um 18:41 Uhr | 4 Antworten

Die Vision „Google Epic 2015“ (blog.outer-court.com, englisch) ist mittlerweile fast so etwas wie ein Klassiker im Netz geworden, den es seit zwei Monaten auch auf Deutsch gibt (siehe auch „Zukunftsmusik: Google Epic 2015 (Update)„).

Alexander Svensson hat nun unter www.wortfeld.de eine etwas anders gelagerte Vision vorgestellt, die sich speziell mit der Entwicklung in Deutschland beschäftigt – und dabei durchaus aktuelle Bezüge enthält. Wirklich sehenswert 😉

http://www.youtube.com/v/GnNZ0RAL7os

(via www.cyberoog.de)

Nachtrag 19:10 Uhr:
Gerade bin ich noch auf ein durchaus passendes Interview gestossen, das man aber sinnvollerweise erst nach dem Video lesen sollte: www.medienhandbuch.de

(via www.basicthinking.de/blog)

Kostenloser Download Dr. Web Buch 5

von Stefan Evertz am 17.05.06 um 9:41 Uhr | 1 Antwort

Und wieder gibt es die (zusätzliche) Veröffentlichung eines Buchs als E-Book (im PDF-Format) zu vermelden. Diesmal gibt es das „Dr. Web Buch 5“ zeitgleich zur Druckfassung auch im Netz.

Details zum Buch sind unter zu www.drweb.de[1] finden:

Die technischen Eckdaten: 330 Seiten. Fünf Kapitel. Paperback im Format A5. Schwarzer Einband. Das Buch enthält eine Zusammenstellung der wichtigsten, interessantesten und besten Texte, die wir in den vergangenen Jahren in unseren Online Magazin Dr. Web veröffentlicht haben. […] Diese Kapitel sind enthalten:

  • Webdesign als Beruf / Verdienst / Abgaben
  • Webdesign / Usability / Navigation
  • Suchmaschinen / Rankung Faktoren
  • Google AdSense
  • Server / Sicherheit / Teamarbeit

Das Buch kann entweder für EUR 18,90 unter www.drweb.de[2] bestellt oder eben unter www.drweb.de[3] (Zip-Archiv; Dateigröße: 3 MB, Download-Zeit mit ISDN: ca. 7 min) heruntergeladen werden.

Eine gute Gelegenheit des Probelesens – und des anschließenden Erwerbs, würde ich sagen. Angesichts des Seitenumfangs sollte man sich nämlich gut überlegen, ob man sich das Buch wirklich am Bildschirm bzw. in ausgedruckter Form gönnen möchte – oder doch bestellt. Egal wie man das Buch letztendlich findet – das dezente Knallgelb der vergangenen Buchcover vermisse ich jedenfalls nicht…