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Google Writely für alle

von Stefan Evertz am 22.08.06 um 13:03 Uhr | Schreibe eine Antwort

Logo 'Writely' Seit dem 18.08.06 darf nun jeder mit dem Tool „Google Writely“ (www.writely.com, englisch; JavaScript erforderlich) testen, wie Textverarbeitung ohne das allgegenwärtige „Word“ aus dem Hause Microsoft aussehen könnte (siehe auch www.golem.de):

Writely ist eine AJAX-basierte Online-Textverarbeitung, die komplett im Browser läuft. Ein Download oder eine Installation sind nicht notwendig, die Nutzung ist kostenlos. Eine Beta-Version von Writely ist seit August 2005 online und auch heute ist die Software noch nicht fertig.

Mit Writely lassen sich neue Dokumente erstellen oder auch vorhandene hochladen und öffnen. Diese können dann für andere freigegeben werden, so dass man sie gemeinsam bearbeiten kann. Writely informiert dabei in Form kleiner Notizen über die gemachten Änderungen und synchronisiert die unterschiedlichen Versionen der Dokumente miteinander.

Nach der Übernahme von Writely im März 2006 durch Google (siehe auch www.golem.de, „Google Desktop: Doppel-Agent 003 auf der Suche (Update)„) war zunächst der öffentliche Zugang gestoppt bzw. auf Einladungen beschränkt worden. Erfreulicherweise scheint man bei Google die Infrastruktur ausgebaut zu haben, so dass nun sowohl mit Writely das Text-Element von „Google Office“ als auch seit einer Woche Google Analytics wieder frei genutzt werden kann (siehe auch „Google Analytics für alle„).

Und so sieht die – bisher nur in Englisch verfügbare – Oberfläche aus:
Screenshot 'Writely'

Ein erster schneller Test der Textverarbeitung zeigt jedenfalls, dass Writely schon jetzt einiges zu bieten hat:

  • Geschwindigkeit bei der Textbearbeitung ist durchaus vergleichbar mit Word.
  • Die gängigen Formatelemente sind verfügbar.
  • Import (aus Word) und Export (u.a. als PDF und als Word-Dokument) klappt problemlos.
  • Gemeinsame Textbearbeitung durch mehrere Benutzer („Collaboration“) ist zwar nicht ganz „in Echtzeit“ (mindestens 5 Sekunden Verzögerung, möglicherweise bedingt durch den ersten Anstrum von Interessenten), funktioniert aber zuverlässig.

Laut den FAQ werden Internet Explorer (ab Version 5.5) und Firefox unterstützt, Opera jedoch nicht (siehe auch www.google.com, englisch).

Alles in allem scheint sich hier jedenfalls ein durchaus ernstzunehmender Kandidat für die „Textverarbeitung für zwischendurch“ herauszubilden. Einziger Wermutstropfen ist das (bisher nicht zu ändernde) Letter-Format der exportierten Dokumente – statt dem zumindest in Deutschland normalen „DIN A4“. Das sollte schleunigst angepasst bzw. modifizierbar werden.

Ob der einzelne Benutzer allerdings gut beraten ist, seine Dokumente mit einem Tool zu erstellen und zu speichern, dessen „Besitzer“ (Google) in Sachen „Datenschutz“ für seine Sammelwut bekannt ist und zudem anderen juristischen Rahmenbedingungen unterliegt, muss – wie immer – jeder selbst entscheiden…

Nachtrag 26.08.06, 13:18 Uhr
Bei www.jmboard.com/gw bin ich auf eine Beschreibung gestossen, wie auch Opera-Nutzer in den vollen Genuss von Writely kommen können. Dabei verpasst man durch die folgenden Schritte Opera quasi eine „Tarnkappe“:

  1. Extras->Einstellungen
  2. Erweitert
  3. Inhalte
  4. Einstellungen der Seiten verwalten
  5. Hinzufügen für “writely.com”
  6. Im Tab Netzwerk auf die Option “Als Mozilla maskieren” einstellen

Holland, das Land im Wasser

von Stefan Evertz am 17.05.06 um 9:02 Uhr | Schreibe eine Antwort

Langfristig sollte man jedenfalls vorsorgen – und lebenswichtige Dinge wie z.B. Vla und Stroopwaffeltjes (wir nennen sie einfach nur „Klebekekse) bunkern. Wie ich nämlich über „Flood Maps“ festgestellt habe, werden die Niederlande bei einem Anstieg des Meeresspiegels um „nur“ 1 Meter etwa die Hälfte des Landes verlieren – wenn die Deiche irgendwann brechen.

Bei einem Anstieg von 1-2 cm pro Jahr (siehe auch de.wikipedia.org), wäre diese Marke schon in etwa 50 bis 100 Jahren erreicht. Spätestens dann dürfte es zu echten Nachschub-Probleme im Dessert- und Naschbereich kommen 🙁

Flood Maps (flood.firetree.net, englisch; JavaScript erforderlich) basiert auf Google Maps und simuliert bzw. visualisiert einen Anstieg des Meeresspiegels von 1-14 Metern. Die folgende Karte ist aufrufbar unter flood.firetree.net[2]:

'Neue' Küstenlinie der Niederlande

Einen Vorteil hätte diese Entwicklung allerdings: Der Weg zum nächsten Nordseestrand würde sich für uns Revier-Bewohner deutlich verkürzen 😉

(via www.schockwellenreiter.de)

Update 18.05.06, 9:18 Uhr:
Auf www.golem.de weist man gerade noch auf einige kleine „Macken“ hin, die mir noch nicht aufgefallen waren; ich hatte aber auch mehr auf die Niederlande geachtet 😉

Das dabei auch Binnenmeere über die Ufer treten, ist ein Schönheitsfehler des Programms. Ebenso wenig berücksichtigt es Ebbe und Flut, die ihrerseits schon auf natürliche Art und Weise für je nach Region erhebliche „Überflutungen“ sorgen, wenngleich diese auch nur von kurzer Dauer sind.

Google Calendar ist da (Update)

von Stefan Evertz am 13.04.06 um 8:24 Uhr | 11 Antworten

Logo 'Google Calendar' Seit gestern abend ist nun aus den Gerüchten (siehe auch Google: Weiterer Krakenarm gesichtet) eine Tatsache geworden, wie unter blogs.zdnet.com/Google (englisch) zu lesen ist:

Google Calendar ist online und kann unter calendar.google.com aufgerufen werden. Das bisher nur in Englisch verfügbare Kalender-Tool basiert auf AJAX und erfordert – wie immer – einen Googlemail-Account (wer noch keinen hat: Ein paar Einladungen habe ich noch übrig).

Insgesamt macht es einen recht stabilen ersten Eindruck, wie auch Michael Arrington in einem ersten Test festgestellt hat (siehe auch www.techcrunch.com, englisch).

Somit wäre also das nächste Element von „Google Office“ am Netz…

Nachtrag: Opera-Benutzer können (bisher jedenfalls) den Kalender nicht benutzen, wie ich gerade bei einem weiteren Mini-Test festgestellt habe.

(via digg.com)

Update 14.04.06, 13:09 Uhr:
Bis ins letzte habe ich den Dienst noch nicht durchtesten können; beim Versuch, die Kalender von verschiedenen Benutzern zu „vernetzen“ (Einladungen verschicken, Kalender für andere freigeben, etc.), sind mir allerdings noch einige Haken und Ösen sowie teilweise heftige Verzögerungen aufgefallen – Einladungen wurden z.B. etwa 8 Stunden nach dem Absenden zugestellt 🙁 Genaueres kann man aber wohl erst sagen, wenn sich der erste Ansturm etwas gelegt hat. Nachfolgend habe ich jedenfalls einige Stimmen aus anderen Blogs und Magazinen zusammengetragen:
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Google Page Creator: Seitenbau und Webspace kostenlos – Überlastung inklusive (Update)

von Stefan Evertz am 24.02.06 um 8:11 Uhr | 14 Antworten

Logo 'Google Page Creator' Google hat einen weiteren kostenlosen Dienst gestartet: Unter pages.google.com (englisch, JavaScript erforderlich) können mit dem Google Page Creator, einem WYSIWYG-Editor auf AJAX-Basis, eigene Seiten erstellt und auf bis zu 100 MB Webspace veröffentlicht werden. Die erstellten Seiten basieren auf XHTML in Kombination mit CSS und vermeiden somit die „Tabellenwüsten“ diverser anderer WYSIWYG-Editoren (und Microsoft Frontpage stirbt ja ohnehin aus). Die Nutzung setzt ein Googlemail-Konto voraus; die Seiten sind dann unter der entsprechenden Subdomain erreichbar (Beispiel: xyz(at)googlemail.com = xyz.googlepages.com).
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Quick Lookup: Syntax nachschlagen per AJAX (Update)

von Stefan Evertz am 16.01.06 um 5:55 Uhr | Schreibe eine Antwort

Mit dem englischsprachigen Tool „Quick Lookup“ (ql.aonic.net) kann man bequem die Syntax von PHP und CSS nachschlagen, MySQL und Javascript sind in Vorbereitung. Die Anwendung basiert auf AJAX und ist besonders für Webentwickler interessant, die so direkt, z.B. in der Firefox-Sidebar, auf die schnelle Suche zugreifen können.

Weiterhin können beim jeweiligen Suchergebnis unter dem bei „Source“ angegebenen Link weitere Informationen aufgerufen werden – bei PHP bekommt man so z.B. den schnellen Zugriff auf die oft sehr hilfreichen Kommentare und Ergänzungen der Online-Dokumentation.

Screenshot Quick Lookup

Weitere Merkmale:

  • Beispiele (bisher nur für CSS)
  • Suche bereits während der Eingabe
  • Der zuletzt geöffnete „Tab“ wird gespeichert
  • Zugriff auf die einzelnen „Tabs“ per „accesskey“ [alt + (p, m, j, c)]

(via www.basicthinking.de/blog)

Update 18.01.06, 07:28
Bei einem Aufruf von „Quick Lookup“ wurde mir soeben folgendes angezeigt:

Update: JS is DONE! 55% ish of MySQL is done

Es geht also vorwärts 😉

Lehrbücher zu AJAX und Office kostenlos lesen

von Stefan Evertz am 09.01.06 um 20:46 Uhr | 2 Antworten

Nachdem die eigentlich bis 31.12.05 befristete kostenlose Nutzungsmögichkeit von „Onlinekursen“ zu MS Office 2003 offenbar bis Ende Januar verlängert wurde und dabei übrigens der Schwerpunkt „Internet und Webdesign“ durch „Basiswissen für Selbstständige“ ersetzt wurde, hat die Berliner TEIA AG nun das Buch „AJAX – Frische Ansätze für das Webdesign“ von Olaf Bergmann und Carsten Bormann zur kostenlosen Online-Lektüre bereitgestellt.

Den Bewertungen bei Amazon zufolge lohnt sich auf jeden Fall ein Blick – nicht nur wegen des Preises 😉 Unter www.teialehrbuch.de/kurse können neben dem AJAX-Buch auch noch die folgenden (Lehr-)Bücher aufgerufen werden (Javascript erforderlich): Weiterlesen

AJAXTrans, Google Translate und andere Übersetzungs-Tools

von Stefan Evertz am 30.12.05 um 15:28 Uhr | Schreibe eine Antwort

Beim Recherchieren für den Artikel „Denkbare Perspektiven nach Verkauf von Copernic“ las ich auch die englischsprachige Originalmeldung des neuen Copernic-Besitzers „Mamma.com“. Das von mir vor kurzem entdeckte Tool „AJAXTrans“ noch im Kopf, probierte ich dann einfach mal aus, wie dieses (und so manches andere) Tool einen englischen Textauszug ins Deutsche übersetzen würden. Die von Peter Schink weitergemeldeten Probleme bei der Nutzung von AJAXTrans mit dem Internet Explorer 6.0 (siehe auch www.blogh.de) konnte ich dabei getrost ignorieren 😉

Wie der untenstehende Vergleich zeigt, scheint AJAXTrans bei der Verarbeitung der Echtzeit-Eingaben auf die Engine von Google zurückzugreifen, da das Ergebnis exakt übereinstimmt. Als Werkzeug zum Textvergleich habe ich erstmals „DiffDoc“ ausprobiert (nur für Windows verfügbar, weitere Informationen: www.softinterface.com)
Die Ergebnisse der automatischen Übersetzung habe ich nachfolgend aufgelistet, zusammen mit eventuellen „Mengenbeschränkungen“ des einzelnen Tools. Vergleicht einfach die jeweiligen Ergebnisse; es ist durchaus unterhaltsam, was die Tools zum Teil aus den Worten „move“ und „formidable“ gemacht haben… 😉
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Echtzeit-Übersetzung mit AjaxTrans

von Stefan Evertz am 28.12.05 um 11:32 Uhr | 2 Antworten

Mit dem Tool AjaxTrans ist eine Übersetzung in erstaunlich hoher Qualität und in „Echtzeit“ möglich. Die Anwendung basiert dabei auf AJAX (siehe auch de.wikipedia.org[1]) und setzt entsprechend JavaScript voraus. Deutsche Texte können ins Englische oder Französische übersetzt werden (und umgekehrt): ajax.parish.ath.cx

Screenshot AjaxTrans
Wie vorstehendes Beispiel zeigt, kann das Ergebnis durchaus überzeugen, auch wenn der Ausgangstext von mir etwas „nachkalbriert“ wurde, damit das Ergebnis zumindest einigermaßen sinnvoll klingt.

Wenn man AjaxTrans auf seine eigene Kurzbeschreibung loslässt, kann man aber bereits die Grenzen automatischer Übersetzung (siehe auch de.wikipedia.org[2]) erkennen… 😉

Original Text:
Start typing any text you want to be translated into the green field. The words should be automatically translated into the language of your choice and appear in the bluish box. To switch languages, simply click on the language you would like to translate from and then proceed to select the langauges you would like to translate into. In order to swap the contents of the two boxes, use a double click.

Ausgabe AjaxTrans (Englisch->Deutsch):
Anfang, der irgendeinen Text schreibt, den Sie in das grüne Feld übersetzt werden möchten. Die Wörter sollten in die Sprache Ihrer Wahl automatisch übersetzt werden und im bläulichen Kasten erscheinen. um Sprachen zu schalten, klicken Sie einfach an die Sprache, die Sie von übersetzen und dann fortfahren möchten, die langauges vorzuwählen, Sie in übersetzen möchten. um den Inhalt der zwei Kästen auszutauschen, verwenden Sie ein doppeltes Klicken.

(via bloggingtom.ch)

Update 29.01.06, 15:02 Uhr:
Wie ich eben festgestellt habe, bringt das Übersetzungstool als einzige Meldung bzw. Übersetzungsergebnis „Translation service is down“ – jedenfalls zur Stunde. Ob Google (die von mir vermutete technische Basis des Tools) die Nutzung unterbunden hat? Wäre jedenfalls schade…

Update 04.02.06, 11:37 Uhr:
Der Service steht wieder zur Verfügung. Leider gibt es mittlerweile eine Beschränkung auf maximal 150 zu übersetzende Zeichen 🙁

Risiko online spielen – mit Google Maps (Update)

von Stefan Evertz am 19.11.05 um 19:19 Uhr | 12 Antworten

Mit dem Brettspiel „Risiko“ habe ich mir wohl schon vor mehr als 20 Jahren die Zeit vertrieben – und irgendwo im Schrank dürfte es auch heute noch liegen 😉

Mit dem englischsprachigen „Risk via Google Maps v0.9.5“ (www.ashotoforangejuice.com/gmrisk.html, Spiel nicht mehr online) kann man nun die „guten alten Zeiten“ online wieder aufleben lassen, wobei eigentlich nur noch ein „Computer-Gegner“ fehlt, falls man alleine vor dem Bildschirm sitzt :-/

Umgesetzt wird das ganze mit dem Dienst „Google Maps“ und der JavaScript-basierten Technologie „AJAX“ und funktioniert auf jeden Fall in den aktuellen Browsern.

Weitere Informationen:

(via masterbootrecord.de)

Update 29.01.06, 13:45 Uhr:
Das Spiel ist nicht mehr online, wie ich eben festgestellt habe. Ein konkreter Grund ist zwar nicht angegeben, es steht aber zu vermuten, dass der Programmierer Probleme mit Hasbro, dem Hersteller des eigentlichen Brettspiels Risiko bekommen hat:

12/1 („Deutsches“ Datum: 01.12.05)
CEASE AND DESIST’D! The end (maybe?). Those three months were entertaining while they lasted.

12/14 („Deutsches“ Datum: 14.12.05)
Working on the „other project“ until I hear back from Hasbro. I think if they say no, or something ridiculous I’ve lost too much interest in it to care, maybe. I’ll have to check if rebranding is suitable enough of a change, or if I need to rework everything.

„CEASE AND DESIST“ ist übrigens die englische Entsprechung zur allseits beliebten „Abmahnung“. Schade eigentlich 🙁