Nun gilt es also ein kleines Jubiläum zu feiern: Mein Blog wird 3 Jahre alt! Zeit also, einen kurzen Blick „zurück“ zu werfen 😉
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Archiv der Kategorie: Computern
Rechtsfragen 5: Darf ich eine E-Mail veröffentlichen? (Update)
von Stefan Evertz am 15.08.08 um 0:26 Uhr | 1 AntwortEine Frage beschäftigt mich schon etwas länger, ohne dass ich jemals zu einer klaren Einschätzung gekommen wäre: Darf ich eine E-Mail, die an mich geschickt wurde, veröffentlichen (z.B. hier im Blog)? So ziemlich jedes Mal, wenn ich wieder irgendwo eine vollständig zitierte E-Mail lesen konnte, blieb ein schlechter Beigeschmack. Jüngstes Beispiel ist ein Artikel von Peter Glaser unter blog.stuttgarter-zeitung.de, bei dem die Kommentar-Lektüre allerdings auch amüsante Momente bietet 😉
Nun bin ich dann aber doch noch auf eine konkrete Einschätzung eines Rechtsanwalts gestossen. Dr. Carsten Ulbricht beschreibt unter www.rechtzweinull.de die rechtlichen Aspekte und stellt abschließend fest:
Die Veröffentlichung von E-Mails mit privatem Inhalt ist in aller Regel unzulässig. Die Veröffentlichung von E-Mails mit geschäftlichen Inhalten ist nur zulässig, wenn ein überragendes Informationsinteresse der Allgemeinheit das Persönlichkeitsrecht des Absenders bzw. dessen Geheimhaltungsinteresse überwiegt.
Die kompakte Antwort auf meine Frage lautet also: Nein! Und nicht nur vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, bei etwaigen „Recherche“-Anfragen per E-Mail deutlich darauf hinzuweisen, dass die Antwort gegebenenfalls veröffentlicht werden soll. 🙄
(via www.basicthinking.de/blog)
Update 17.08.08, 16:30 Uhr:
Thomas Schwenke, ebenfalls Rechtsanwalt, hat mit seinem lesenswerten Artikel Darf ich eine Email oder ein Schreiben im Internet veröffentlichen? – Eine Anleitung in 7 Schritten eine schöne „Schritt für Schritt“-Anleitung veröffentlicht (inkl. konkreter Punkte für eine Anonymisierung), wie man bei der geplanten Veröffentlichung einer E-Mail vorgehen sollte – „E-Mail-Veröffentlichung für Dummies“ sozusagen 😉
Flickr und die Nacktfotos
von Stefan Evertz am 07.08.08 um 9:07 Uhr | Schreibe eine AntwortIch muss gestehen, dass ich mit der im Sommer 2007 neu eingeführten Zensur nicht abschaltbaren „Safe Search“-Funktion beim Bilder-Host Flickr leben kann (siehe auch www.golem.de) – wenn ich dadurch vor nicht unbedingt erwünschten optischen Eindrücken geschützt werden kann (siehe auch www.spiegel.de):
Die Münchner Webdesignerin Natascha Okroy beschwert sich: „Ich kann nun zum Beispiel einige wunderschöne, kunstvolle Aktfotografien meiner Kontakte nicht mehr sehen.“
Meine „Kontakte“ z.B. bei Xing mögen es mir verzeihen, aber ich habe da eigentlich keinen Bedarf. Oder habe ich die Webdesignerin am Ende falsch verstanden?
Irgendwie muss ich jedenfalls bei dem – durchaus mißverständlichen – Spiegel Online-Zitat an eine Erkenntnis von Dirk Olbertz in zum Thema „Spam-E-Mails“ denken (siehe olbertz.de):
Ein erschreckender Gedanke: wenn ich mehrmals täglich per Mail Oben-Ohne-Fotos meiner Nachbarin angeboten bekomme, heisst das dann auch, dass meine Nachbarn Oben-Ohne-Fotos von mir kriegen können?
(Anmerkung: Ja, der Beitrag lag hier ziemlich lange – genauer gesagt: seit über einem Jahr – im Entwürfe-Ordner herum, aber ich fand es einfach zu schade, ihn „wegzuschmeissen“. Und die besagten Spam-Mails kommen schließlich heute noch…)
Webmontag und mixxt (Update)
von Stefan Evertz am 07.08.08 um 8:24 Uhr | 8 AntwortenSeit fast drei Jahren gibt es den sog. Webmontag, ein „informelles, nicht-kommerzielles, dezentral organisiertes Treffen, das zum Ziel hat, all diejenigen miteinander zu verbinden, die die Zukunft des Internet gestalten.“ (siehe auch www.webmontag.de[1]). Die Organisation und Kommunikation rund um die Veranstaltungen in mittlerweile 30 Städten fand dabei bislang überwiegend im Wiki auf www.webmontag.de[2] statt.
Seit Anfang des Jahres war nun ein Relaunch der Webmontag-Plattform geplant. Dieser hat sich aber bis jetzt verzögert, so dass Oliver Überholz vor ein Paar Tagen eine mixxt-Community als „Alternativ-Vorschlag“ gestartet hat: webmontag.mixxt.de.
Seitdem ist an einigen Stellen durchaus kontroverse Diskussion aufgeflammt (siehe dort auch jeweils die Kommentare), deren Ende noch nicht abzusehen ist:
- „Startbeitrag“ von Oliver Überholz unter webmontag.mixxt.de[2]
- Tim Bonnemann unter www.webmontag.de/blog
- Webmontag-(Relaunch-)Seite unter www.webmontag.de[3]
- Eric Eggert unter yatil.de
Niedrigschwelligkeit für Einsteiger
Ein nicht zu leugnender Vorteil des bisherigen Anmeldeverfahrens im Rahmen des Webmontags-Wikis ist die extrem einfache und niedrigschwellige Benutzbarkeit. Um sich „anzumelden“, klickt ein Interessent auf der entsprechenden Seite auf den „Edit“-Button und fügt seinen Namen der Teilnehmerliste hinzu. Wenn er sich etwas besser mit den Wiki-„Tags“ auskennt, kann er auch noch ergänzende Links hinzufügen. Aber für die reine Anmeldung reichen zwei Klicks und die Angabe des Namens.
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Pausenspiele: Fliegender Igel und Echtzeit-Risiko-Klon
von Stefan Evertz am 02.08.08 um 11:20 Uhr | Schreibe eine AntwortIn den letzten Wochen nutze ich vor allem zwei kleine Flash-Spiele für die kleine Ablenkung zwischendurch. Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei – vor eventuellen Suchtfolgen sei aber schon jetzt gewarnt 😉
Hedgehog Launch (armorgames.com; englisch)
Ziel des Spiels ist es, einen Igel (engl. „Hedgehog“) mit einer großen Steinschleuder ins All (bzw. über die magische Grenze von 4.500 Fuß) zu schießen. Unterwegs kann man verschiedenfarbige Sterne und Plattformen treffen, die Geld bringen, das man wiederum für weitere Updates braucht. Gesteuert wird mit den Cursortasten (vor allem links und rechts).

Im Spiel entspricht jeder „Flug“ einem Tag. Mein Rekord liegt dabei bei 4 Tagen, um das All zu erreichen:

Star Baron (www.freeworldgroup.com; englisch)
Das Grundprinzip von StarBaron erinnert stark an Risiko (im All) – es gilt, alle Planeten zu erobern befreien. Der Hauptunterschied besteht darin, dass man seine Raumschiffe von jedem seiner eigenen Planeten losschicken kann (und nicht nur vom jeweiligen Nachbarn). Das ganze findet in Echtzeit statt – und mit den bis zu 3 Computer-Gegnern sollte man definitiv nicht trödeln 😉

Und jetzt viel Spass bei der nächsten Pause 😈
Kommentar-Spam und das offene Visier
von Stefan Evertz am 11.05.08 um 15:31 Uhr | 14 AntwortenJetzt ist endgültig Schluß. Die bis auf Reisehöhe nach Spam riechenden Kommentare, die hier häufig kurz nach einer Stippvisite auf einer der kursierenden No-Nofollow-Listen eingehen (siehe auch blog.helmschrott.de und de.wikipedia.org), nerven nur noch. Lustigerweise finden sie sich zwar in vielen Fällen relativ zügig im Spam-Ordner wieder, aber dennoch: Es nervt einfach 👿
Insofern gilt hier im Blog ab sofort:
Kommentare werden nur noch akzeptiert, wenn du deinen vollen Namen angibst – also Vor- und Nachname bzw. das, was in deinem Personalausweis drinsteht. Und nur für alle Fälle: Sogenannte Keywords (z.B. „sms“) stehen ganz sicher nicht in deinem Ausweis…
Daran mag sich jetzt der eine oder andere stören, aber das hier ist mein Blog, in dem ich mit „offenem Visier“, d.h. auch mit meinem vollen Namen kommuniziere. Wer mir nicht die gleiche „öffentliche“ Höflichkeit erweisen möchte (oder kann), sollte den direkten Weg per E-Mail (siehe „Impressum„) wählen – und die Finger vom Kommentar-Formular lassen 🙄
Und wo wir gerade dabei sind:
Ihr könnt gerne im Kommentar-Formular unter Webseite einen Link (z.B. zu eurem Blog) angeben. Was ich dort aber nicht mehr dulden werde, sind Links zu Unterseiten (z.B. „domain.de/keyword/bla.html“) – solche Kommentare werden künftig ebenfalls postwendend gelöscht.
Abschließend mag es ironisch klingen, ist aber wirklich ernst gemeint: Ich freue mich weiterhin auf eure Kommentare 😉
(inspiriert u.a. von www.perun.net und von vowe.net)
Webmontag 14 in Köln – und wann in Essen?
von Stefan Evertz am 08.05.08 um 8:40 Uhr | 4 AntwortenIrgendwie war es schon fast skurril: Zwar habe ich es mittlerweile zu 5 BarCamps, aber noch nie zu einem Webmontag (mehr Infos unter webmontag.de[1]) geschafft. Es gab zwar mehrere Versuche, aber sowohl bei den – räumlich näherliegenden – Düsseldorfer als auch bei den Kölner Ausgaben passte es jedesmal zeitlich dann doch nicht. Insofern freue ich mich, dass ich es an diesem Montag endlich mal geschafft habe – und zwar zum 14. Kölner Webmontag (webmontag.de[2]). Und im Gegensatz zu den No Show-Raten bei BarCamps waren hier anstelle der eingetragenen 50 Teilnehmer sogar etwa geschätzte 70 Teilnehmer anwesend – sehr löblich.
Vier kurze Präsentationen bildeten dann das Alibi den „Rahmen“ für den anschließenden Networking-Teil. Hier wurde u.a. die bereits sehr vielversprechende Version 0.01 des Fakturierungs-Tools SalesKing (www.salesking.eu; aktueller Status: Private Beta) vorgestellt, hinter dem unter anderem Georg Leciejewski (aka Schorsch) und Ole Wiemeler stehen.
Noch spannender fand ich die Präsentation von „Webmontag-Erfinder“ Tim Bonnemann (www.plansphere.com; englisch) über sein Projekt „Intellitics“ (www.intellitics.com/blog; englisch), bei dem es um „E-Partizipation mit Fokus auf Onlinedialog und -beratschlagung“ geht, d.h. wie „Menschen in großen Gruppen zusammen Probleme lösen und Entscheidungen treffen können“:
Link: www.slideshare.net
Die potentiellen Probleme des „Open Space“-Prinzips (mehr dazu unter de.wikipedia.org) wie z.B. mangelnde Akzeptanz bzw. Umsetzungsbereitschaft können natürlich auch durch jedwede Technologie nicht gelöst werden – dennoch kann ich mir vorstellen, dass ein solcher „Werkzeugkasten“ hilfreich und als Nischenprodukt auch erfolgreich sein kann. Ich bin jedenfalls auf die nächsten Schritte gespannt 🙄
Nebenbei habe ich dann noch den ersten wirklich sinnvollen Einsatzzweck für die Billig-Handies von Motorola kennengelernt, die ein Kaffeeröster kürzlich quer durch die Blogosphäre verschickt hat:
Als „Ersatz“-Handy, dass man im Falle eines Raubüberfalls bereitwillig – und anstelle des „richtigen“ Handies – an den Menschen mit der Waffe abgeben kann.
Und: Nein, ich habe das nur erzählt bekommen.
Alles in allem also eine runde Sache. Und so bleibt zum guten Schluss eigentlich nur noch die Frage: Wann gibt es den ersten Webmontag in Essen bzw. im Ruhrgebiet?
Hier in Essen wäre das Unperfekthaus (www.unperfekthaus.de) sicher eine interessante Anlaufstelle, wie schon das BarCampRuhr gezeigt hat. Und die „Zielgruppe“ (Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Venture Capitalists, Forscher, Web-Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0 (im weitesten Sinne)) sollte hier in Essen bzw. im Ruhrgebiet ebenfalls in ausreichendem Maße vorhanden sein. Oder?
Wie seht ihr das? Gibt es Interesse(nten)? Anmerkungen? Vorschläge? Dann ab mit euren Rückmeldungen in die Kommentare 😉
Eigentlich mag ich keine Aprilscherze…
von Stefan Evertz am 01.04.08 um 11:07 Uhr | 2 Antworten…aber auf zwei schöne Texte / Ideen sei dann doch kurz verwiesen 😈
Robert legt unter „reverse blog engineering“ schonungslos die komplexen internen Strukturen des Teams offen, das sein Blog mit Inhalt füllt (siehe auch www.basicthinking.de/blog):
4. Im vorletzten Schritt kommt der Legastheniker dran. Der ist eigentlich unbezahlbar. Wir nennen ihn so, weil seine ureigenste Aufgabe darin besteht, die Artikel grammatikalisch zu entfremden, was er wirklich gut kann. Diesen Schritt nennen wir Webwashing. Ohne das würde keinem Artikel dieser edle Schimmelgeruch anhaften, den es braucht, um ein Topblog zu betreiben.
Und Jens berichtet unter „Mehr Demoskopie wagen“ (www.pottblog.de) über die Gründung einer Meinungsforscherpartei in Oer-Erkenschwick.
Und jetzt noch knapp 13 Stunden, dann ist der 1. April vorbei… 😕
Update bei „Flash Cortex“-Plugin
von Stefan Evertz am 30.03.08 um 22:14 Uhr | Schreibe eine AntwortHeute konnte ich ein schon länger anstehendes Update für mein Video- und MP3-Plugin „Flash Cortex“ realisieren, um die „Internationalisierung“ bei YouTube zu berücksichtigen. Das WordPress-Plugin ist nun in Version 1.0.5 verfügbar. Angesichts der in den nächsten 24 Stunden geplanten Umstellung auf „Sevenload 3.0“ möchte ich nicht ausschließen, dass da in nächster Zeit ein weiteres Update ins Haus steht. Und auch die gestern veröffentlichte WordPress-Version 2.5 habe ich noch nicht ausreichend testen können, um die korrekte Funktionsweise bestätigen zu können.
In dem Zuge habe ich nun jedenfalls endlich das Plugin in das „Plugin Directory“ unter wordpress.org integriert. Auch wenn der eigentliche Download ab sofort über das „Plugin Directory“ läuft, bleibt mein Artikel zu „Flash Cortex“ weiterhin die zentrale Anlaufstelle; dort finden sich auch wichtige Hinweise zum Update auf die aktuelle Version und natürlich auch der Download-Link.
Frohe Ostern 2008
von Stefan Evertz am 23.03.08 um 7:39 Uhr | 6 AntwortenIch wünsche allen Lesern sowie allen Bekannten, Freunden und der Familie ein frohes Osterfest!
Wie das folgende Bild zeigt, haben wir hier bereits aktiv mit der Ei-Arbeit begonnen – das verbleibende „Löffel-Ei“ (siehe auch ein „Vorher“-Bild unter www.kraftfoods.at) sollte sich allerdings ebenfalls keine allzu große Überlebenschance ausrechnen 😈

