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SocialCamp: Impressionen

von Stefan Evertz am 19.07.08 um 11:40 Uhr | Schreibe eine Antwort

Das multimediale Echo des ersten SocialCamps am 14./15. Juni in Berlin scheint offenbar deutlich leiser zu sein als bei „normalen“ BarCamps. Es ist daher besonders erfreulich, dass die Organisatoren vor Ort gefilmt und auch einige Interviews geführt haben. Entstanden ist dabei das Video „Socialcamp – Der Film“ (Länge 22 Minuten), das einen guten Eindruck von der Veranstaltung vermittelt (via blog.helpedia.org, netzpolitik.org):

[flash]http://www.vimeo.com/1281684[/flash]

Mit einem kleinen Video habe ich dann noch versucht, die Atmosphäre während der laufenden Sessions einzufangen:

[flash]http://www.vimeo.com/1296698[/flash]

Dann bin ich im Netz noch auf die folgenden Bilder-Galerien gestossen (solltet ihr weitere gefunden haben, freue ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren):

Weitere (Text-)Berichte finden sich unter socialcamp.mixxt.de – viel Spass beim Stöbern 😉

Erstes SocialCamp – alte Idee mit neuen Akteuren

von Stefan Evertz am 12.05.08 um 14:03 Uhr | 1 Antwort

Im Sommer 2007 entstand die Idee, ein BarCamp speziell im NGO-Umfeld zu machen. Eine erste Skizze der Überlegungen von Patrick (Breitenbach, www.werbeblogger.de) und mir habe ich dann im Oktober in München (und dann noch mal in Berlin im November) vorgestellt (siehe auch „SocialCamp – ein zweiter Stein„). Die Resonanz war damals sehr vielversprechend, so dass Patrick und ich zeitnah die Planung vertiefen wollten.

Was folgte, war aus „Projektsicht“ leider weniger erfreulich, da sowohl Patrick als auch ich in den nächsten Monaten beruflich derart ausgelastet waren, dass an eine weitere Planung nicht zu denken war. Bei mir kam dann ab Anfang des Jahres noch die Organisation des BarCampRuhr dazu (siehe auch „BarCampRuhr: Tipps und Ideen für die Organisation (Update)„).

Zwischenzeitlich hatten aber einige Berliner Akteure rund um Sebastian Schwiecker die Idee eines „SocialCamp“ nicht mehr aus dem Kopf bekommen und wurden selber aktiv (siehe z.B. blog.helpedia.org):

Medium: www.slideshare.net
Link: www.slideshare.net

In der Folge erreichten mich immer wieder irritierte Anfragen, was es denn mit diesem „anderen“ SocialCamp auf sich hätte. Auch wenn es erst jetzt zu einem längeren Blogeintrag gereicht hat – Sorry 🙁 – habe ich dann immer darauf verwiesen, dass es in der Tat neue Akteure gibt, die die Idee weiterverfolgen wollen.

Denn es war und ist in meinen Augen im Sinne der Idee letztendlich unerheblich, wer sich kümmert – Hauptsache, es passiert überhaupt. Und die Idee, das BarCamp-Konzept und das dahinterstehende Know How der „Szene“ mit der NGO-Welt (oder anderen Welten) im Rahmen von „ThemenCamps“ zusammenzubringen, fasziniert mich nach wie vor.

Das erste SocialCamp wird jedenfalls am 14.-15. Juni 2008 in Berlin stattfinden. Und seit dem 16. April 2008 ist nun auch die Plattform socialcamp.mixxt.de offen (siehe auch blog.helpedia.org[2]), so dass sich 100 TeilnehmerInnen eintragen können (bzw. konnten – die Liste ist mittlerweile voll). Weiterhin gibt es eine Warteliste, auf der aktuell 25 Personen auf freie Plätze hoffen.

Dem Orga-Team wünsche ich jedenfalls schon jetzt viel Erfolg! Und ich bin natürlich auf das SocialCamp gespannt. Als „regulärer“ Teilnehmer werde ich hoffentlich mehr von der Veranstaltung mitbekommen bzw. mitnehmen können als die OrganisatorInnen – das habe ich jedenfalls aus dem BarCampRuhr gelernt 😉

BarCampBerlin2: Noch eine Woche

von Stefan Evertz am 27.10.07 um 16:48 Uhr | Schreibe eine Antwort

Logo BarCampBerlin2

In einer Woche wird es soweit sein: Das zweite Berliner BarCamp findet statt. Informationen und Anmeldemöglichkeit gibt es unter barcampberlin2.mixxt.de.

Alles in allem dürfte es wohl das bisher größte BarCamp im deutschsprachigen Raum (oder gar in Europa?) werden – aktuell werden 350 Teilnehmer sowie 54 Nachrücker im Wiki aufgelistet. Hinzu kommen 65 „internationale“ Teilnehmer (40 davon aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland).

Da Gerüchten zufolge die Teilnehmerzahl noch weiter aufgestockt werden kann bzw. soll, könnten wohl noch mehr als die 414 gemeldeten Personen in den Genuss der Unkonferenz kommen – selbst angesichts der erfahrungsgemäß in der nächsten Woche zu erwartenden Absagen dürften also mindestens 400 Personen barcampen. Und für Kurzentschlossene wird wahrscheinlich auch ein Platz auf der Nachrücker-Liste letztendlich noch zur Teilnahme reichen – im Zweifelsfall gilt also: Anmelden!

Ich freue mich jedenfalls darauf, auch vor Ort zu sein und bin schon sehr gespannt – auf viele alte bekannte und neue Gesichter und auch, ob ein BarCamp in einer solchen Größenordnung überhaupt noch funktionieren kann. Und Zeit für eine weitere SocialCamp-Session wird wohl auch sein 😉

SocialCamp – ein zweiter Stein

von Stefan Evertz am 08.10.07 um 14:52 Uhr | 27 Antworten

Im Rahmen des BarCamp Cologne im August wurde ein erster Stein ausgeworfen: Es war die Idee eines „NGO-Camps“ entstanden, wie Patrick damals im Werbeblogger berichtete (www.werbeblogger.de):

Überhaupt waren die persönlichen Gespräche mit Abstand wieder einmal das interessanteste auf dem Barcamp und es formiert sich daraus auch langsam ein neues Projekt, das NGO-Camp.

Mit Achim, der im Studentennetz von Amnesty International aktiv ist, planen wir (Stefan hat auch Interesse bekundet) demnächst eine Art WineCamp bzw. NGO-Camp, welche speziell für Non-Profit-Organisationen ausgerichtet sind. Ziel ist es Kommunikatoren, Web-Techies, Verantwortliche von NGOs etc. zu einem freien Austausch einzuladen, allerdings mit vorab skizzierten Aufgabenstellungen. So könnte man beispielsweise über ein zentrales Social Network für NGOs nachdenken oder andere Formen erarbeiten, wie man NGOs bzw. gemeinnützige Vereine und Verbände besser im Web 2.0 positionieren kann. Sicherlich eine ganz spannende Veranstaltung, wobei mir es wichtig ist, dass dort weniger schwadroniert, sondern tatsächlich viel mehr zielorientiert gearbeitet wird. Wer Interesse daran hat, kann sich gerne vorab bei uns per Mail melden. Insbesondere suchen wir Leute in Berlin (da sitzen wohl die meisten NGOs), die uns bei der Organisation vor Ort helfen würden oder vielleicht sogar schon passende Räumlichkeiten wüssten.

Der Stein warf dann auch erste Wellen und die Idee fand ihren Weg in die „offizielle“ BarCamp-Liste drüben bei Henning (siehe auch www.kriegs-recht.de). Mittlerweile haben Patrick und ich uns weitere Gedanken gemacht, die ich gestern im Rahmen einer Session beim BarCamp Munich mit der folgenden Präsentation vorgestellt habe:

Medium: www.slideshare.net
Link: www.slideshare.net

Die 12 Teilnehmer meiner Session zur mittlerweile von uns „SocialCamp“ genannten Veranstaltung haben viel spannenden Input gegeben (Danke!), denn ich aber noch ein bisschen sortieren muss. Grundsätzlich scheinen wir jedenfalls in der „richtigen“ Richtung unterwegs zu sein. Einige weitere Anmerkungen waren:

  • NGOs an das Konzept heranführen (Videos vom BarCamp Cologne, zu BarCamps einladen)
  • Netzwerk-Multiplikatoren aktivieren, die andere NGOs ins Boot holen
  • Teilnehmerbeitrag („Pfand“) von 20 EUR
  • die „normalen“ Kanäle reichen nicht (oder twittern NGOs?) – es ist zusätzliche externe Kommunikation erforderlich
  • einen Teil der Plätze für NGO-Teilnehmer freihalten

Wir sind weiterhin auf der Suche nach aktiven Mitstreitern – und wir beissen nicht 😉 Meine Kontaktdaten (bei Xing und den diversen IM) findet ihr im Impressum, die von Patrick (Breitenbach) drüben im Werbeblogger-Impressum unter www.werbeblogger.de[2].

Als nächstes werden wir nun eine Plattform für die weitere Vernetzung und Vorbereitung aufsetzen – mehr dazu spätestens Anfang nächster Woche hier im Blog, drüben bei Patrick und natürlich auch per Twitter (twitter.com). Und das von Patrick gestaltete Logo findet ihr übrigens bei de.sevenload.com.

Nachtrag 09.10.07, 08:51:
Es freut mich bzw. uns, dass die Idee eines SocialCamps offensichtlich nicht nur uns interessiert 😉 Gerne kann die obige Präsentation (und das Logo) auch in anderen Blogs und Websites eingebunden werden – dafür ist sie letztendlich gedacht. Auch die eingegangenen E-Mails geben Anlass zur Hoffnung, dass wir nicht alleine beim SocialCamp sitzen werden. Um die Anfragen besser koordinieren zu können, würde ich mich freuen, wenn Sie / Ihr mich direkt über Xing als Kontakt hinzufügt (www.xing.com) und im Text kurz auf das SocialCamp hinweist. Wir melden uns dann umgehend, sobald es etwas neues gibt.

Surfen im öffentlichen Dienst: Milliardenfache Verschwendung?

von Stefan Evertz am 14.04.07 um 15:38 Uhr | 6 Antworten

Während unter www.heise.de[1] noch „Rechnungshof kritisiert private Internetnutzung in Berliner Verwaltung“ getitelt wurde, erregte der Titel bei www.spiegel.de wesentlich stärker mein Gemüt Interesse: „Private Surftouren für 50 Millionen Euro“

Und es ist in der Tat häßlich, aber nicht überraschend, was da laut taz der Landesrechnungshof Berlin festgestellt hat (siehe auch www.taz.de):

Insgesamt verfügen die Verwaltungen Berlins über schätzungsweise rund 60.000 bis 70.000 Computer mit Internetanschluss. Durch die missbräuchliche Verwendung von Arbeitszeit und Internetnutzung der Staatsdiener entstehen dem Land jährlich Kosten im Bereich von „deutlich über 50 Millionen Euro“, so der Bericht.

Der Betrag an sich ist schon „beeindruckend“. Wirklich erschreckend wird es aber, wenn man diese Werte auf die gesamte Bundesrepublik hochrechnet, was ich im folgenden in zwei Varianten versuchen möchte:

Variante A
Basis: Werte des Statistischen Bundesamtes für 2005, siehe auch www.statistik-portal.de):

Beschäftigte Berlin („Berlin“): 140.200
Beschäftigte öffentlicher Dienst („BRD“): 4.599.000
Berechnung: BRD / Berlin x 50 Millionen = 1.640.156.919 Euro – oder kurz gesagt: 1,6 Milliarden Euro!

Variante B
Laut www.statistik-portal.de[2] entstanden im Jahr 2005 dem Land Berlin 6,642 Mrd. Euro Personalkosten. Umgerechnet auf die 140.000 Beschäftigten (und ca. 1.600 Arbeitsstunden pro Jahr) kostet die einzelne Stunde knapp 30 Euro. Wenn man nun die laut einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln (siehe auch „Private Internet-Nutzung am Arbeitsplatz„) „als nicht übermäßig einzustufende“ Surfzeit von 100 Stunden pro Jahr ansetzt, entspricht dies knapp 3.000 Euro „Surfkosten“ pro Person. Bei 70.000 Computern würde dies auf jährliche Surfkosten von bis zu 200 Millionen Euro nur für das Land Berlin bzw. mehr als 6 Milliarden Euro für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst hinauslaufen.

Internet-Nutzung / Tag
Schauen wir uns nun noch kurz die tägliche Surfzeit an, die sich aus beiden Varianten ergeben würde. Wenn man den vom Landesrechnungshof genannten Schaden auf die Zahl der Computer bezieht, betragen die jeweiligen Kosten 713 Euro jährlich; bei einem durchschnittlichen Stundensatz von 29,60 Euro entspricht dies 24 Surfstunden pro Jahr. Die Zeit für die private Internetnutzung beträgt daher bei Variante A 7 Minuten pro Arbeitstag (bei 200 Tagen pro Jahr).

In Variante B wären es etwa 30 Minuten pro Arbeitstag (100 Stunden auf 200 Arbeitstage). Nicht nur an Arbeitsplätzen „mit Publikumsverkehr“ dürfte es allerdings schwer werden, eine halbe Stunde mit (privatem) Surfen zu verbringen – und die im Urteil genannten Werte sind sicherlich als Maximal- und nicht als Durchschnittswerte zu sehen. Die 7 Minuten (auf Basis der Rechnungshofs-Werte) scheinen mir allerdings sehr plausibel und auch realisierbar zu sein.

Erwähnenswert ist dann noch der Versuch des Berliner Innensenators Ehrhart Körting, die Höhe des „Schadens“ herunterzuspielen (siehe www.heise.de[2]):

Für abwegig halte er auch, aus der vermeintlich überwiegend privaten Nutzung des Internets einen Schaden von 50 Millionen Euro für das Land zu konstruieren, sagte Körting. Dieser geschätzte Schaden beruhe auf „tiefstem Gewerkschaftsdenken“, wer privat im Internet unterwegs ist, arbeite nicht und verschwende öffentliches Geld. „Nein, es kommt nicht nur auf die Zeit an, es kommt auf die Leistung an“, betonte der Innensenator. Es gebe eine Dienstvereinbarung für die öffentliche Verwaltung, das Internet nur in Ausnahmefällen privat zu nutzen. „Doch es ist weltfremd, die private Nutzung ganz verbieten zu wollen, wenn die Mitarbeiter ihren Job top erledigen.“

Es ist sicherlich erfreulich, dass sich der Innensenator vor seine Mitarbeiter stellt. Das Argument hinkt allerdings ein wenig: Auch wenn die Mitarbeiter die geforderte Leistung erbringen, kann etwas mit Stellenzuschnitten und Arbeitsplatzbeschreibungen nicht stimmen, wenn noch Zeit für private Surftouren verfügbar ist – egal ob nun 7 oder 30 Minuten pro Tag. Es würde mich nicht wundern, wenn dieses Argument als Bumerang den Kopf des Innensenators kostet trifft.

Fazit
Man kann sich insgesamt durchaus über die Belastbarkeit der genannten und berechneten Zahlen streiten. Gerade die Werte der Variante B dürften angesichts des wachsenden Leistungsdrucks auch im öffentlichen Dienst nur schwer zu erreichen sein. Und selbst die vom Landesrechnungshof ermittelten Werte basieren auf stichprobenartiger Erhebung der aufgerufenen Seiten, ohne die zeitliche Dimension zu berücksichtigen.

Andererseits befürchte ich, dass der Umfang der privaten Internet-Nutzung am Arbeitsplatz mit 7 Minuten pro Tag bestenfalls einen Minimalwert darstellt und wohl eher als Spitze des Eisbergs anzusehen ist…

Ich glaube übrigens nicht, dass es hier einen erwähnenswerten Unterschied zwischen öffentlichen oder privaten Arbeitgebern gibt. Obwohl, einen kleinen Unterschied gibt es dann doch: Die Privatunternehmen bzw. deren Beschäftigten verschwenden nicht auf diese Weise mindestens 1 Milliarde „unserer“ Steuergelder pro Jahr!

Insofern ist es ganz sicher nicht damit getan, nur auf die Berliner Senatsverwaltung zu blicken – ich sehe leider keinen Grund, warum das Problem nicht genauso bei allen anderen öffentlichen Verwaltungen auftreten sollte. Es wundert mich daher schon, warum noch niemand obige Berechnungen angestellt hat. Oder liege ich mit meinen Berechnungen und Überlegungen so sehr falsch? Irgendwie hoffe ich das jedenfalls… 👿

BarCamp Cologne (25.-26.11.06)

von Stefan Evertz am 01.11.06 um 9:00 Uhr | 1 Antwort

barcamp Cologne Am 25.-26. November 2006 findet voraussichtlich das zweite deutsche BarCamp statt – diesmal in Köln (Karte: maps.google.de, Infos: barcampcologne.pbwiki.com).

Wer sich – wie ich – fragt, was denn ein „BarCamp“ sein soll, der findet unter barcampcologne.pbwiki.com[2] eine erste Antwort:

Barcamp ist eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz (engl. Un-Conference), die aus dem Bedürfnis heraus entstanden ist, dass sich Menschen in einer offenen Umgebung austauschen und voneinander lernen können. Es ist eine intensive Veranstaltung mit Diskussionen, Präsentationen, und Interaktion der Teilnehmer untereinander.

Und wer sich jetzt – wie ich – in die Teilnehmerliste eintragen möchte, kann dies unter barcampcologne.pbwiki.com[3] tun. Vielleicht trifft man sich ja in Köln 🙄

Das erste deutsche BarCamp fand übrigens Ende September in Berlin statt (siehe auch barcampberlin.pbwiki.com). Mit den folgenden Artikeln zum BarCamp Berlin kann man einen ersten Eindruck von der Veranstaltung in der Hauptstadt – und hoffentlich auch einen Vorgeschmack auf die Kölner Variante – bekommen:

(u.a. via lumma.de, www.sichelputzer.de)

TV-Tipp: Berliner Bunker

von Stefan Evertz am 03.08.06 um 8:08 Uhr | Schreibe eine Antwort

Wir hatten ja im November 2005 bereits Gelegenheit, uns mit dem unterirdischen Berlin zu beschäftigen – und zwar im Rahmen des Seminars „Reichshauptstadt Germania“ des Vereins „Berliner Unterwelten“ (www.berliner-unterwelten.de). Damals konnten wir auch insgesamt drei verschiedene „Bunker“ bzw. Luftschutzanlagen besichtigen.

Vor einigen Tagen bin ich nun bei arte über eine Dokumentation gestolpert: Bunker – Die letzten Tage (german.imdb.com)

Auch wenn ich bisher nur Teile gesehen habe, scheint mir der Dokumentarfilm (Länge: 83 min.) wirklich sehenswert zu sein. Zum Inhalt schreibt man bei www.arte.tv:

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges war das Berliner Bunkerlabyrinth Schauplatz eines dramatischen Überlebenskampfes. Von den mehr als 1.000 Schutzanlagen ist heute nur noch ein Bruchteil vorhanden. Die Filmemacher Martina Reuter und Gavin Hodge haben sich gemeinsam mit dem Kameramann Frieder Salm in der Berliner Unterwelt umgesehen und faszinierendes Filmmaterial zu Tage gefördert. Darunter beeindruckende Unterwasseraufnahmen im Adlonbunker sowie einzigartige Bilder des Speerbunkers vor seiner Sprengung 1996.

Der Film wird insgesamt noch zweimal ausgestrahlt:

  • Heute (03.08.06), 15:15 Uhr
  • 14.08.06, 1:30 Uhr (nach Videorekorder-Logik müsste das dann wohl der 15.08.06 sein…)

Falls es also heute nicht mit dem Ansehen klappen sollte, kann dann am 14. wenigstens der Videorekorder zusehen – und günstiger, als die DVD für aktuell EUR 17,99 bei www.amazon.de zu kaufen, ist es allemal 😉

Passend zum Thema gibt es heute übrigens unter dem Titel „BERLINER BUNKERTOUR – Ab in die Zwischenwelt“ einen ebenfalls lesenswerten Artikel unter www.spiegel.de.

Ich wünsche euch eine interessante Reise in die Vergangenheit 🙄

Tucholsky – Lecker essen in Berlin

von Stefan Evertz am 13.11.05 um 8:19 Uhr | Schreibe eine Antwort

Zum Ende bzw. Abschluss unseres einwöchigen Berlin-Aufenthalts wollten wir dann gestern ein Restaurant ausprobieren, dass uns bei unseren Spaziergängen in der Nachbarschaft aufgefallen war: das Restaurant Tucholsky (www.restauration-tucholsky.de).

Leider konnten wir unseren Test nicht ganz ohne Schwierigkeiten beginnen, da leider alle Tische bereits belegt bzw. reserviert waren. Wir bekamen dann gerade noch eine gerade frei gewordene Sitzecke direkt an der Theke.

Der Service war dann jedenfalls hervorragend! Die Atmosphäre kann man nur als gemütlich und ausgesprochen freundlich bezeichnen. Und das Essen war ebenfalls mehr als ausgezeichnet. Sowohl die Rinderroulade als auch die Kalbsleber schmeckten uns derart gut, dass wir ein wenig mehr von den großen Portionen zu uns nahmen als uns gut getan hätte…

Und als wir dann sehr zufrieden aus dem Restaurant wankten, wären wir fast noch mit einer Gruppe inklusive zweier ehemaliger Ministerpräsidenten zusammengestossen (kleiner Tipp: Rheinland-Pfalz/Thüringen und Baden-Württemberg), die sich gerade anschickte, das Lokal zu betreten – was wir jetzt einfach mal als weiteres Pluspunkt für das Lokal werten wollen 😉

Alles in allem solltet ihr das Tucholsky bei einem Besuch in Berlin auf jeden Fall einplanen – vor allem, wenn ihr in Berlin-Mitte seid. Unserer Erfahrung nach werdet ihr es höchstens – wenn überhaupt – am nächsten Morgen auf der Waage bereuen…

Senfsalon: Den Senf dazu jetzt auch aus Berlin

von Stefan Evertz am 08.11.05 um 18:42 Uhr | 1 Antwort

Unseren Aufenthalt in Berlin haben wir nun dazu genutzt, in Berlin-Kreuzberg den „Senfsalon“ zu besuchen und zahlreiche Varianten zu kosten. Alle 30 verfügbaren Sorten haben wir allerdings nicht geschafft – von den vielversprechend klingenden Marmeladen und Chutneys mal ganz zu schweigen. Nachdem wir uns ja schon seit einiger Zeit mit dem leckeren Senf aus Monschau unsere Küche bereichern, war klar, dass wir nicht nach Berlin fahren können, ohne den Senfsalon zu besuchen – und potentiellen Zuwachs für unser Senf-Regal zu finden 😉 .

Mittlerweile gibt es an verschiedenen Stellen in Berlin und in diversen Städten Deutschlands die Möglichkeit, die Produkte vom Senf-Salon zu kaufen (und wahrscheinlich auch zu probieren). Wir wollten aber direkt zur Quelle und haben dann auch recht schnell das Ladenlokal mit „Werkstattverkauf“ gefunden. Begrüßung und Betreuung waren dann sehr freundlich und angenehm unaufdringlich – und das Probieren natürlich der Höhepunkt. Kannten wir bisher nur die Variante des Testens mit Hilfe von Einweglöffeln, so durften wir hier das Probieren unter Einsatz von Oblaten kennen lernen – interessant und nicht weniger hygienisch.

Da wir ohne Auto unterwegs waren, mussten wir uns doch ein wenig in der Menge einschränken. In unseren Einkaufskorb haben es dann letztendlich geschafft:

  • Herbe Preiselbeere
  • Cassis-Senf
  • Bananensenf
  • Schottischer Senf (mit Whisky)
  • Weihnachts-Senf (u.a. mit Zimt)

Während die ersten beiden Sorten vor allem für Wild und kräftige Braten bzw. Fleischgerichte geplant sind, sind die drei anderen Sorten eher als exotische Highlights gedacht – an den konkreten Einsatzmöglichkeiten arbeiten wir noch 😉

Alle etwa 20 probierten Sorten wiesen jedenfalls auf eine hohe Qualität hin und haben uns eigentlich sehr gut geschmeckt – über Geschmack lässt sich aber wie immer vortrefflich streiten. Ihr solltet es auf jeden Fall ausprobieren. Guten Appetit!

Weitere Informationen zum Senfsalon:

Auf dem Weg zur Reichshauptstadt Germania

von Stefan Evertz am 06.11.05 um 20:44 Uhr | 1 Antwort

Morgen ist es soweit: Das von uns schon länger ins Auge gefasste – und zwischenzeitlich gebuchte – Seminar „Reichshauptstadt Germania“ beginnt in Berlin. Eine Woche lang, d.h. vom 7. bis zum 11. November, werden wir uns mit den Spuren der von den Nazis geplanten Neugestaltung von Berlin hin zu „Germania“ beschäftigen. Veranstalter des Seminars ist der Verein „Berliner Unterwelten“ (www.berliner-unterwelten.de), über den Seminarverlauf werden wir hier auf hinrinde.de natürlich weiter berichten.

In jedem Fall haben wir uns heute Nachmittag auf die Zugfahrt in die (von Essen aus) ferne Bundeshauptstadt begeben, auf die Überprüfung der Kaffee-These habe ich diesmal verzichtet 😉

Nach längerer Planung und Überlegung hatten wir uns schon im Vorfeld für die Anmietung einer Ferienwohnung entschieden – die Kosten waren im Vergleich zu einem Hotel durchaus konkurrenzfähig (nicht nur im Hinblick auf das Hotel Adlon) und außerdem kann man die Essensfrage wesentlich individueller (und auch günstiger) gestalten. Nach einer ausführlichen Recherche haben wir uns eine Zwei-Zimmer-Wohnung in der Novalisstrasse (Hausnummer 4) gemietet, da wir so zentral „positioniert“ sind und so ziemlich jeden Punkt in Berlin schnell erreichen können.

Gebucht haben wir das ganze über www.berlinappart.de. Der erste Eindruck ist jedenfalls ausgezeichnet. Buchung, unsere Rückfragen und auch die Abwicklung vor Ort gingen gut und auch sehr freundlich über die Bühne. Und auch in Sachen Ausstattung haben wir noch keine Defizite entdeckt: Ein Fön ist z.B. ebenso vorhanden wie ein Wasserkocher. Und auch die Anwesenheit von zwei Fernsehern (Wohnzimme / Schlafzimmer) wurde wohlwohlend vermerkt 😉