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Biathlon auf Schalke

von Stefan Evertz am 07.02.10 um 15:20 Uhr | Schreibe eine Antwort

Ganz selten blitzt sie auch hier im Blog durch: Meine latente Begeisterung für Biathlon. Und das nicht nur, weil ich kürzlich einen Biathlon-Terminkalender bereitgestellt habe. Seit mindestens 5 Jahren sitzen wir jeweils Ende Dezember vor dem Fernseher und schauen uns Biathlon auf Schalke an. Und jedes Jahr fällt der Satz: „Gelsenkirchen liegt doch nur einen Steinwurf von Essen weg – eigentlich müsste man doch mal…“ Was bislang passiert ist, dürfte klar sein: Etwa 360 Tage nichts, danach kam dann wieder der gleiche Satz.

Vor etwa einem halben Jahr haben wir dann aber plötzlich das Muster durchbrochen – und uns endlich mal rechtzeitig um Karten (ab EUR 23) gekümmert 🙄 Auch wenn man immer sowohl von Zuschauern als auch von den Athleten und Athletinnen von der tollen Atmosphäre hört – letztendlich gilt dann doch das gern zitierte „Entscheidend is auf’m Platz“. Und ich kann nur sagen: Wow!

Laut der Durchsage war die Halle mit 50.000 Plätzen komplett ausverkauft – freie Plätze waren jedenfalls nicht zu sehen. Und das Geräusch, wenn das gesamte Publikum der gerade führenden Person (egal welcher Nationalität) zujubelt, wenn diese von der Strecke wieder zurück in die Halle kommt: Wahnsinn 😉

Auf dem folgenden Bild sieht man übrigens grob geschätzte 15.000 dieser Fans 😈

15.000 von 50.000 - Biathlon auf Schalke

Viel mehr kann man dann aber doch nicht mehr darüber sagen – man muss es einfach erleben 😉 Ein Fernglas kann nicht schaden, warme Sachen sowieso nicht. Ansonsten kann ich nur allen Biathlon-Interessierten zurufen: Besorgt euch Karten!

Und um die Wartezeit bis zum nächsten Kartenvorverkauf (vermutlich wieder im September) zu überbrücken, wünsche ich noch viel Spaß mit 7 Minuten absolut sehenswertem (und auf der Vimeo-Website auch in HD verfügbarem) Indoor-Feuerwerk 😈

Medium: www.vimeo.com
Link: www.vimeo.com

Wir sehen uns im Dezember „auf Schalke“ 😛

Unverblümte Fakten über mich

von Stefan Evertz am 25.11.08 um 9:26 Uhr | 3 Antworten

Man sollte immer so flexibel sein, dass man seine Meinung auch mal ändern kann. Deshalb hebe ich hiermit meine „endgültige“ Entscheidung aus dem März 2007 auf (siehe auch „Stickless Blog„) und fange wieder Stöckchen auf – jedenfalls sofern ich sie mitbekomme und auch gerade Zeit und Lust haben sollte 🙄

Diesmal kam das Stöckchen von Jan und es dreht sich um acht unverblümte Fakten über mich. Ich halte es dabei ebenso wie Jan und will versuchen, das ganze mit Gegensätzen abzubilden (Sind das dann nicht eigentlich 16 Fakten? Egal). Und schon geht es los:

  1. Ich habe seit etwa 8 Jahren mit Linux zu tun, aber meinen ersten Linux-Desktop habe ich erst vor einem Jahr gesehen.
  2. Ich schaue gerne Fernsehen und dabei vor allem diverse US-Serien, aber meine letzte deutsche Serie habe ich vor etwa 15 Jahren gesehen (die Lindenstraße läuft aber scheinbar immer noch).
  3. Ich mag schwarzen und Kräuter-Tee (auch wenn ich eigentlich leidenschaftlicher Kaffeetrinker bin), aber ich hasse aromatisierte Teesorten.
  4. Ich liebe Kaffee (s.o.), aber Kaffee in Kuchen, Gebäck- und Schokoladenrezepturen geht gar nicht.
  5. Mein Leben dreht sich seit vielen Jahren privat und geschäftlich um „Computer“, aber ich bin schon lange nicht mehr der Meinung, dass man alles mit Computern machen muss.
  6. Den Löwenanteil in Sachen „Kochen“ übernimmt in unserer Familie meine Frau, aber „kleine Helferlein“, Gadgets und sonstigen Schnickschnack für die Küche könnte ich ohne Ende kaufen – vielleicht mal abgesehen von diesem Brocken 😉
  7. Ich gehe wirklich gerne tauchen (mit Geräten und so), aber mit Schnorcheln (oder gar Schwimmen) konnte ich noch nie etwas anfangen.
  8. Ich habe schon etwa 250 Tauchgänge im „sonnigen Süden“ absolviert (Ägypten, Malediven), aber genau einen „hier oben“ in den kalten Süßwassergefilden – und das wird wohl noch sehr lange so bleiben 🙄

Und jetzt werfe ich das Stöckchen weiter an Patrick Breitenbach, Alexander Endl, Matthias Gutjahr, Mike Schnoor, Markus Sowada und natürlich an jeden anderen, der es aufheben möchte 😀

TV-Tipp: Leben in Hurghada

von Stefan Evertz am 20.04.07 um 12:00 Uhr | 1 Antwort

Ein (Tauch-)Urlaub im ägyptischen Hurghada ist nicht vollständig ohne einen Besuch im Restaurant „Villa Kunterbunt“ (www.bordiehn.com) und dem legendären „Kamelsauerbraten mit Spätzle“. Sehr erfreut habe ich daher die Ankündigung einer Folge der gerade so modernen „Auswanderer-Doku-Soaps“ wahrgenommen, die die Betreiber vorstellt (siehe www.kabeleins.de):

Eine Blondine allein unter Scheichs, drei Hessen ohne Plan am Roten Meer und eine Bilderbuchfamilie im Gastronomenstress. Deutsche Auswanderer-Träume wie aus 1001 Nacht – verwirklicht in Dubai und Ägypten, zwischen Touristenmeile und Luxusmetropole.
Die nächste Folge von „Mein neues Leben XXL“ steht ganz im Zeichen von Auswanderern in den Orient.
[…]
Vor 15 Jahren hat Sterne-Koch Thomas Bordiehn (40) das Angebot bekommen, in Hurghada sein kulinarisches Wissen an ägyptische Gastronomen weiterzugeben. Mit Ehefrau Barbara (40) hat er damals seine Existenz in Deutschland aufgegeben und am Roten Meer noch einmal neu angefangen.

Mittlerweile haben die beiden zwei Kinder – Sophie (11) und Lorenz (8). Alle vier sprechen fließend Arabisch. Aus den Deutschen sind trotz blonder Haare und blassem Teint halbe Ägypter geworden. Auch finanziell steht die Familie auf sicheren Beinen: Sie haben zwei eigene Restaurants in der Hafenstadt – eins mit ägyptisch-deutscher Küche. Gerade sind sie dabei das dritte Restaurant aufzubauen.

Der Kommentar von Thomas macht ebenfalls neugierig auf die Reportage (siehe www.bordiehn.com[2]):

Ich gehe mal davon aus, dass die Blondine in Dubai wohnt. Da wir nicht aus Hessen kommen bleibt für uns nur die Bilderbuchfamilie. Das mit dem Gastronomiestress mag wohl stimmen, aber „Bilderbuchfamilie“? Wie man es nimmt! Auch die Simpsons oder die Adams Family gibt es als Bilderbuch. Bisher wissen wir nicht was von den Aufnahmen gesendet wird. Auf jeden Fall möchten wir uns bei allen entschuldigen die nicht erwähnt werden. Und erst recht bei denen die erwähnt werden. Regisseurin, Kameramann und Soundtechniker soll es wieder sehr gut gehen. Für Wonka haben wir eine Hundeseelsorge beauftragt.

Gesendet wird das ganze am Sonntag, 22. April um 20:15 Uhr bei „kabel eins“. Viel Spaß beim medialen Abstecher nach Hurghada 😉

Neuer Dienst: TV-Quoten vom Vortag (Update)

von Stefan Evertz am 18.09.06 um 9:41 Uhr | 1 Antwort

Auch wenn mich diese Werte nur als (neugierigen) Zuschauer interessieren, finde ich dieses neue Angebot interessant – und es erspart mir den gelegentlichen Blick in den jeweiligen Videotext. Und so klingt es unter www.dwdl.de:

Ab heute liefert das Medienmagazin DWDL.de alle relevanten Einschaltquoten des Vortages der acht größten deutschen TV-Sender – so schnell und ausführlich wie noch nie. Alle Daten zu ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, VOX, RTL II und kabel eins.

Eine „Startseite“ für das Quoten-Tool gibt es leider nicht, aber die Quoten für die ARD sind z.B. unter www.dwdl.de[2] abrufbar. Dort können dann auch die Listen zu den anderen sieben Sendern aufgerufen werden.

Es werden jeweils die Zuschauerzahlen und Marktanteile für den Zeitraum von 12-24 Uhr und für alle Zuschauer ab 3 Jahren bzw. die Gruppe aller Zuschauer von 14-49 Jahren aufgelistet. Ob auch ältere Zahlen verfügbar sein werden, ist noch nicht ganz klar; zur Zeit sind jedenfalls auch die Zahlen für den 15. und 16. September abrufbar.

Update 20.03.07, 11:12 Uhr:
Lange Zeit war leider das vorgenannte Quoten-Tool nicht verfügbar (irgendwo habe ich etwas mit „rechtlichen Komplikationen“ gelesen, erinnere mich aber leider nicht mehr an die Fundstelle). Jetzt gibt es aber immerhin ein kleines Trostpflaster (siehe http://www.dwdl.de/content/quoten/):

Jeden Morgen gegen 9 Uhr finden Sie hier die erfolgreichsten TV-Sendungen des vorherigen Tages in der Übersicht.

Wunschzettel 5: Schluss mit identischem ARD/ZDF-Programm

von Stefan Evertz am 10.09.06 um 13:50 Uhr | 8 Antworten

Wenn ich mir was wünschen könnte, dann hätte ich gerne:

Keine „Parallel-Übertragungen“ der Öffentlich-Rechtlichen Fernsehsender mehr

Denn es will einfach nicht in meinen Kopf, was ich da heute vormittag beim Zappen bestaunen durfte: Warum übertragen ARD, ZDF und Bayern3 parallel den gleichen Papst-Gottesdienst aus München?

Ich kann ja noch nachvollziehen, dass die Übertragung nicht alleine dem Bayrischen Rundfunk überlassen werden sollte, da dieser nicht überall empfangen werden kann. Aber gleich alle drei? Zumindest bei den Sportveranstaltungen bekommt man bei den öffentlich-rechtlichen Sendern eine „Aufteilung“ hin – wenn auch gelegentlich mit kleineren Aussetzern (siehe auch „ARD: Tour Interruptus„).

Eine verantwortungsvoller Einsatz der GEZ-Einnahmen sieht jedenfalls meiner Meinung nach anders aus – von der mangelnden Vielfalt im Fernsehprogramm ganz zu schweigen 👿

Bei diesem speziellen Anlass (Papstbesuch in Bayern) kommt sogar noch der durchaus spannende Aspekt der Religionszugehörigkeit hinzu: Laut www.destatis.de sind etwa 31% (ca. 26 Mio.) der deutschen Bevölkerung Mitglied der katholischen Kirche. Strenggenommen ist also der Besuch des Papstes für (mindestens) 70% der Bevölkerung ohne eine tiefere Bedeutung. Da dürfte es schwer fallen, die gesellschaftliche Bedeutung der Visite so zu interpretieren, dass gleich beide großen Sender übertragen müssen…

Und die Feststellung der Sender, dass der Papst zu Besuch „in Bayern“ und nicht „in Deutschland“ ist, lasse ich mal unkommentiert im Raum stehen 🙄

TV-Tipp: Berliner Bunker

von Stefan Evertz am 03.08.06 um 8:08 Uhr | Schreibe eine Antwort

Wir hatten ja im November 2005 bereits Gelegenheit, uns mit dem unterirdischen Berlin zu beschäftigen – und zwar im Rahmen des Seminars „Reichshauptstadt Germania“ des Vereins „Berliner Unterwelten“ (www.berliner-unterwelten.de). Damals konnten wir auch insgesamt drei verschiedene „Bunker“ bzw. Luftschutzanlagen besichtigen.

Vor einigen Tagen bin ich nun bei arte über eine Dokumentation gestolpert: Bunker – Die letzten Tage (german.imdb.com)

Auch wenn ich bisher nur Teile gesehen habe, scheint mir der Dokumentarfilm (Länge: 83 min.) wirklich sehenswert zu sein. Zum Inhalt schreibt man bei www.arte.tv:

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges war das Berliner Bunkerlabyrinth Schauplatz eines dramatischen Überlebenskampfes. Von den mehr als 1.000 Schutzanlagen ist heute nur noch ein Bruchteil vorhanden. Die Filmemacher Martina Reuter und Gavin Hodge haben sich gemeinsam mit dem Kameramann Frieder Salm in der Berliner Unterwelt umgesehen und faszinierendes Filmmaterial zu Tage gefördert. Darunter beeindruckende Unterwasseraufnahmen im Adlonbunker sowie einzigartige Bilder des Speerbunkers vor seiner Sprengung 1996.

Der Film wird insgesamt noch zweimal ausgestrahlt:

  • Heute (03.08.06), 15:15 Uhr
  • 14.08.06, 1:30 Uhr (nach Videorekorder-Logik müsste das dann wohl der 15.08.06 sein…)

Falls es also heute nicht mit dem Ansehen klappen sollte, kann dann am 14. wenigstens der Videorekorder zusehen – und günstiger, als die DVD für aktuell EUR 17,99 bei www.amazon.de zu kaufen, ist es allemal 😉

Passend zum Thema gibt es heute übrigens unter dem Titel „BERLINER BUNKERTOUR – Ab in die Zwischenwelt“ einen ebenfalls lesenswerten Artikel unter www.spiegel.de.

Ich wünsche euch eine interessante Reise in die Vergangenheit 🙄

ARD: Tour Interruptus

von Stefan Evertz am 23.07.06 um 19:41 Uhr | 5 Antworten

Nachdem die ARD von der diesjährigen Tour de France 10 der 21 Etappen live übertragen hat – und in den etwas langatmigeren Rennpassagen so schöne Details wie die 60 Tonnen Farbe für den Eiffelturm („alle 7 Jahre wird gestrichen“) oder die Entstehung des Roquefort-Käse („da wurde ein Käse im Kloster-Keller vergessen“) aus dem Fernseher perlten, durfte ich eben ein ausgesprochen ruppiges Ende erleben:

Wegen der anschließend vorgesehenen Übertragung eines DTM-Laufes gab es noch den Sieger der Etappe beim Überqueren der Ziellinie, ein kurzes Abschiedswort der Kommentatoren bzw. Moderatoren und vorbei war es.

Nach geschätzten 30 Stunden der ARD-Livebilder und insgesamt etwa 3.500 gefahrenen Kilometern durfte der geneigte Zuschauer auf die wenigen Minuten der Siegerehrung verzichten. Die gibt es dann wohl erst heute abend in der Tagesschau.

Ob die Sponsoren der Teams oder die geehrten Sportler das so witzig finden, sei mal dahingestellt. Die Fernsehzuschauer konnten jedenfalls einmal mehr erleben, wie gut die GEZ-Gebühren investiert sind. Mein spezieller Dank gilt daher der ARD für diese eindrucksvolle Demonstration 👿

Tim Mälzer hören

von Stefan Evertz am 27.06.06 um 8:06 Uhr | 1 Antwort

Tim Mälzer liest Rezepte So schnell, wie er spricht, kann man es wohl nicht nachkochen. Dennoch macht es Spaß, Fernsehkoch Tim Mälzer (siehe auch www.tim-maelzer.de) beim Lesen der Rezepte zuzuhören – inklusive der Küchenatmosphäre im Hintergrund. Ob wohl die Geräuschkulisse eine Konserve ist?

Mehr Informationen zur (wohl unbefristeten) Aktion findet man auf der entsprechenden Seite, auf der auch die entsprechenden Rezepte verlinkt sind (www.livingathome.de):

Seine Rezepte aus essen & trinken FÜR JEDEN TAG hat Tim Mälzer für uns auch als Hör-Rezepte aufgenommen. Probieren Sie´s aus: einfach am PC anhören oder als MP3-Datei auf den iPod oder einen anderen MP3-Player laden und direkt in der Küche nachkochen.

Zum Speichern der Datei die rechte Maustaste gedrückt halten. Viel Spaß!

Den zugehörigen RSS-Feed habe ich allerdings erst über die Kommentare bei www.theofel.de gefunden, da dieser sonst nicht direkt genannt wird: www.livingathome.de[2]

Gerne hätte ich auch einige Hörproben direkt in diesen Artikel eingebunden, aber das wollte man beim Verlag „aus rechtlichen Gründen“ nicht. Der Benutzerfreundlichkeit der (ausschließlichen) direkten Verlinkung der MP3-Dateien könnte jedenfalls noch optimiert werden – z.B. durch einen kleinen Flash-Player.

Alles in allem aber eine „hörenswerte“ Aktion, die zumindest bei mir den Ehrgeiz weckt, die einfach klingenden Rezepte mal nachzukochen 😉

(via gumia.de)

Fußballspaß mit Zeitverzögerung

von Stefan Evertz am 18.06.06 um 22:08 Uhr | 5 Antworten

Es erinnert mich ein bisschen an die Sendung mit der Maus: Zuerst kommt eine Beobachtung – und dann erklärt uns Armin Maiwald die Welt 😉

Schon während des Eröffnungsspiels bloggte Udo Vetter (quasi „live“) unter www.lawblog.de:

Die Männer mit dem Elektrogrill, auf dem Balkon schräg gegenüber, jubeln zeitversetzt. In ihrem Fernseher fallen die Tore fünf Sekunden später als im Rest der Siedlung.

Bin gespannt, wann der erste sie mit einem gut platzierten “Tooooooor!” auf die Schippe nimmt.

Und eine knappe Woche später konnte man dann bei www.spiegel.de die Hintergründe lesen, die deutlich machen, dass „besser“ eben nicht immer auch „schneller“ ist.

Da sind wir ja mit der hier genutzten Kabel-Technik (auf Satellitenbasis) ausnahmsweise mal echt im Vorteil, auch wenn wir so leider nicht in den Genuß des Lautstärkebegrenzers kommen können. Bei der Satellitentechnik geht auf dem Weg durch die Atmosphäre nämlich nur etwa eine Drittelsekunde „verloren“.

Da ist dann die Zeitverzögerung bei DVB-T weit beeindruckender (siehe auch www.spiegel.de:

Schon in den sogenannten Playout Centern entstehen Verzögerungen von 0,3 bis 0,5 Sekunden. Hinzu kommt ein zusätzlicher Zeitaufwand für die Digitalisierung und Kompression ins MPEG-2-Format. Und auch der DVB-T-Receiver trägt zum Hinterherhinken des Digitalfernsehens bei: Er muss das Signal dekodieren und analogisieren – diese Rechenaufgabe kostet Zeit.
[…]
In den Broschüren das sogenannten Überallfernsehens, als das DVB-T vermarktet wird, ist von drei bis fünf Sekunden Verzögerung die Rede.
[…]
Noch schlechter sind aber jene dran, die ein WM-Spiel über ihr UMTS-Handy verfolgen: Von einer Live-Übertragung kann dann kaum noch die Rede sein, denn die Telefone puffern den Datenstrom zusätzlich, um bei Schwankungen der Datenübertragung nicht sofort eine Unterbrechung zu riskieren.

Und so haben wir nicht nur gelernt, dass die Nachbarn von Udo Vetter offenbar das Eröffnungsspiel per DVB-T verfolgt haben, sondern bekommen auch eine erste Vorahnung, dass Fernsehen per Handy noch Optimierungsbedarf haben könnte.

Wie ich nämlich vor kurzem irgendwo gelesen habe, werden die offiziellen Bilder durch die FIFA sogar mit bis zu vier Minuten Verzögerung an die Handies übertragen. Und da kann es dann auf dem Platz schon wieder ganz anders aussehen 😉

GEZ gehts an die Kostenstellen

von Stefan Evertz am 18.06.06 um 21:13 Uhr | 5 Antworten

Endlich dreht mal einer den Spieß um – und geht den öffentlich-rechtlichen Surfern an die Budgets. Nicht zuletzt könnten so auch die möglicherweise künftig fälligen GEZ-Gebühren für PC und Webserver wieder „refinanziert“ werden 😉

Armin Meier schreibt unter www.farliblog.de:

Ab sofort ist dieses Blog für alle Besucher kostenpflichtig, die über Rechner öffentlich-rechtlicher Institutionen hier lesen. Ein entsprechender Absatz ist unter Kontakt + Nutzung zu finden. Wenn der Staat mich schröpfen will, schröpfe ich zurück 🙂

Die ersten Rechnungen gehen am 15. Juli raus, denn die entsprechenden Rechner einiger Institutionen hab ich schon in meinen Statistiken gefunden.

Und die passenden Nutzungsbedingungen gibt es auch schon unter www.farliblog.de[2]:

Für Mitarbeiter öffentlich-rechtlicher Institutionen wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, dem Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst, Militärischer Abwehrdienst, Ministerien und andere Bundes- und Landesregierungsstellen sowie Institutionen der Kommunen ist diese Seite kostenpflichtig. Der Besuch dieser Seite schlägt mit 17,83 Euro pro Besucher und Monat zu Buche und wird von mir jeweils zum 15. des Folgemonats schriftlich in Rechnung gestellt. Bei einmaligen Besuchern wird davon ausgegangen, dass sie auch weiterhin die technischen Möglichkeiten haben, diese Seite zu besuchen. Aus diesem Grund werden monatliche Folgekosten in gleicher Höhe fällig, die der Besucher per Überweisung oder Bankeinzug erstatten kann, bis er nachweist, dass es ihm technisch nicht mehr möglich ist, diese Seite zu besuchen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich zur Kontrolle gegebenenfalls persönlich erscheine.

Diese Maßnahme ist leider nötig, da mit der wachsenden Steuerlast, den bereits bestehenden Abgaben auf Rundfunkgeräte und der für die Zukunft geplanten Abgabe auf internetfähige Computer eine Refinanzierung dieser Seite nötig ist. Auch diese Seite kostet mich wertvolle Arbeitszeit, sowie Server- und Energiekosten. Der Kauf der nötigen Programme zum Gestalten dieser Seite verursacht ebenfalls Kosten, die dadurch wieder aufgefangen werden müssen.

Ich bin zwar „ein bisschen“ skeptisch, ob die juristische Basis nicht etwas wackelig ist 🙄

Aber besser kann man wohl den absurden Charakter der geplanten Ausweitung der GEZ-Gebühren nicht an den Pranger stellen. Und mit der Unruhe, die durch solche Rechnungen in den entsprechenden Verwaltungsapparaten entstehen dürfte, könnte ich wohl auch leben. Ich bin jedenfalls schon auf die Reaktion aus den Amtsstuben gespannt… 😈

(via www.lawblog.de)