Schlagwort-Archiv: sport

Fahne ins Blog

von Stefan Evertz am 23.06.06 um 6:29 Uhr | 6 Antworten

Wir haben sie im Schirmständer und mittlerweile auch am Auto: Die Deutschlandfahne.

Aber ich musste erst bei www.spreeblick.com den Hinweis auf die 32 (flash-)animierten Fahnen unter wm2006.popforge.de lesen, um über eine digitale Variante nachzudenken. Und jetzt flattert sie konsequenterweise bis zum 9. Juli auch hier im Blog – und zwar mit einem angepassten Quelltext, der mittlerweile auch validiert.

Deutschland-Fahne

Unter wm2006.popforge.de kann man jeweils eine kleine Flashdatei sowie einen Quelltextschnipsel herunterladen, mit denen dann die gewünschte Fahne eingebunden werden kann – natürlich erst, nachdem die Flashdatei ins eigene Blog hochgeladen wurde. Der bereitgestellte Quelltext scheint allerdings etwas eigen zu sein, da er wohl – zumindest unter Firefox – das Blog-Layout zerschießt und insgesamt auch nicht validiert.

Als Lösungsansatz wurde in den Kommentaren bei Spreeblick empfohlen, entweder bei WordPress den WYSIWYG-Editor abzuschalten – ohnehin eine gute Idee… – oder aber den Quelltext in ein

...

einzuschließen.

Mit dem folgenden Quelltext sollten aber beide Probleme ebenfalls behoben sein – die Hintergrundfarbe (bgcolor) und der Pfad können bzw. sollten natürlich auf das jeweilige Blog bzw. die jeweilige Fahne angepasst werden.


Deutschland-Fahne

Und nun viel Erfolg beim „Flagge zeigen“ 😉

Woher kommen die WM-Maskottchen?

von Stefan Evertz am 20.06.06 um 10:05 Uhr | Schreibe eine Antwort

Erschreckende Hintergründe über die beiden WM-Maskottchen Goleo und Pille musste ich da in der letzten Zeit aus dem Feedreader fischen:

Fall 1: Pille

Maskottchen 1: Pille
(Diesen und weitere Cartoons findet man bei Miguel Fernandez unter www.gegen-den-strich.com)

Ob die Beobachtung der außerirdischen Besucher allerdings nur für Pille bzw. den Ball gilt, ist nicht bekannt…

Fall 2: Goleo

Maskottchen 2: Goleo

Ich weiß nicht, ob Samson (siehe auch de.wikipedia.org) auch von Jim Henson erfunden wurde. Aber so etwas hätte er ganz sicher nicht gewollt 😉

(via www.taxi-blog.de, www.wm-blogger.de)

Fußballspaß mit Zeitverzögerung

von Stefan Evertz am 18.06.06 um 22:08 Uhr | 5 Antworten

Es erinnert mich ein bisschen an die Sendung mit der Maus: Zuerst kommt eine Beobachtung – und dann erklärt uns Armin Maiwald die Welt 😉

Schon während des Eröffnungsspiels bloggte Udo Vetter (quasi „live“) unter www.lawblog.de:

Die Männer mit dem Elektrogrill, auf dem Balkon schräg gegenüber, jubeln zeitversetzt. In ihrem Fernseher fallen die Tore fünf Sekunden später als im Rest der Siedlung.

Bin gespannt, wann der erste sie mit einem gut platzierten “Tooooooor!” auf die Schippe nimmt.

Und eine knappe Woche später konnte man dann bei www.spiegel.de die Hintergründe lesen, die deutlich machen, dass „besser“ eben nicht immer auch „schneller“ ist.

Da sind wir ja mit der hier genutzten Kabel-Technik (auf Satellitenbasis) ausnahmsweise mal echt im Vorteil, auch wenn wir so leider nicht in den Genuß des Lautstärkebegrenzers kommen können. Bei der Satellitentechnik geht auf dem Weg durch die Atmosphäre nämlich nur etwa eine Drittelsekunde „verloren“.

Da ist dann die Zeitverzögerung bei DVB-T weit beeindruckender (siehe auch www.spiegel.de:

Schon in den sogenannten Playout Centern entstehen Verzögerungen von 0,3 bis 0,5 Sekunden. Hinzu kommt ein zusätzlicher Zeitaufwand für die Digitalisierung und Kompression ins MPEG-2-Format. Und auch der DVB-T-Receiver trägt zum Hinterherhinken des Digitalfernsehens bei: Er muss das Signal dekodieren und analogisieren – diese Rechenaufgabe kostet Zeit.
[…]
In den Broschüren das sogenannten Überallfernsehens, als das DVB-T vermarktet wird, ist von drei bis fünf Sekunden Verzögerung die Rede.
[…]
Noch schlechter sind aber jene dran, die ein WM-Spiel über ihr UMTS-Handy verfolgen: Von einer Live-Übertragung kann dann kaum noch die Rede sein, denn die Telefone puffern den Datenstrom zusätzlich, um bei Schwankungen der Datenübertragung nicht sofort eine Unterbrechung zu riskieren.

Und so haben wir nicht nur gelernt, dass die Nachbarn von Udo Vetter offenbar das Eröffnungsspiel per DVB-T verfolgt haben, sondern bekommen auch eine erste Vorahnung, dass Fernsehen per Handy noch Optimierungsbedarf haben könnte.

Wie ich nämlich vor kurzem irgendwo gelesen habe, werden die offiziellen Bilder durch die FIFA sogar mit bis zu vier Minuten Verzögerung an die Handies übertragen. Und da kann es dann auf dem Platz schon wieder ganz anders aussehen 😉

Von Fahnen und Videos

von Stefan Evertz am 15.06.06 um 14:06 Uhr | Schreibe eine Antwort

Erkenntnis des Tages:

Mit der Verlinkung von Videos scheint es wie mit dem „Flagge zeigen“ zu sein: Die eine Hälfte findet es gut, die andere nicht.

Und für die Hälfte, die bereits eine Fahne einsetzt oder über deren Einsatz in den nächsten drei Wochen nachdenkt, lohnt sich vielleicht ein Blick auf die Schnelleinführung von Thomas Klotz unter www.ra-blog.de, welche (deutsche) Fahnen man eigentlich schwenken darf.

Unsere Fahne darf jedenfalls weiter im Schirmständer bleiben 😀

Footballs come and go

von Stefan Evertz am 09.06.06 um 9:25 Uhr | 1 Antwort

Während hier die internen Diskussionen über das Aufrüsten laufen („Aber wenn der da hinten doch einen Fahnenmast hinstellt, dann …“, siehe auch „Fahnenkrieg„) und die Nachbarskinder auf ihren Fahrrädern fröhlich winkend und „Deutschland, Deutschland“ rufend durch die Straße fahren, lese ich eine schöne Momentaufnahme bei Thomas Knüwer (siehe auch http://blog.handelsblatt.de/indiskretion):

Vor drei Tagen aber ist mir der erste Wagen mit herauswehender Deutschland-Fahne in der Düsseldorfer Innenstadt begegnet. Und noch immer gucke ich jedem Auto mit Patriotismus-Bekundung überrascht hinterher. Verwundert starre ich zu Fenstern zu schwarz-rot-goldenen Fenstern hin. Treffe ich Kollegen, die ich ein paar Tage nicht gesehen habe, beginnt das Gespräch meist mit der Frage: „Schon WM-Fieber?“

Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass Deutschland einfach Lust hat zu feiern – egal ob es was zu feiern gibt. Denn seien wir ehrlich: Sonderlich große Hoffnungen, dass die deutsche Mannschaft es über das Viertelfinale hinaus schafft, hat wohl kaum jemand mit einem Funken Realitätssinn.

Und deshalb darf an dieser Stelle die – in meinen Augen ultimative – Fußball-Hymne nicht fehlen.

http://www.youtube.com/watch?v=YDdibp5VfEc

Fast genauso wichtig ist die Aktion „Ich bin Ballack“, die unseren Mannschaftskapitän unterstützen soll – egal, ob er nun heute spielt oder nicht: www.spreeblick.com

Und Patrick gibt unter www.wm-blogger.de den weisen Tipp, dass man doch vor dem Singen der Nationalhymne Liedtexte verteilen sollte – auch, damit so etwas nicht passiert:

http://www.youtube.com/watch?v=HrtzqLv9p98

Die Weichen sind also gestellt, dass die Fußbälle hier in wenigen Stunden ankommen und für ein vierwöchiges fröhliches Fest sorgen können. Und vielleicht geschieht ja sogar noch ein großes kleines Wunder, bis sie uns wieder verlassen 😉

Der holländische Alptraum

von Stefan Evertz am 08.06.06 um 9:06 Uhr | 3 Antworten

Versteht mich nicht falsch: Ich mag die Niederlande, nicht nur als Urlaubs- oder Ausflugsziel oder als Lieferant leckeren Hüftgolds.

Aber es gibt Dinge, die ich dann doch nicht sehen möchte…

http://www.youtube.com/watch?v=3ENxhHviKrw

(via www.wmblogger.de)

Wer wird Weltmeister: Kleine Formelsammlung

von Stefan Evertz am 06.06.06 um 8:09 Uhr | 8 Antworten

Die Frage, wer der der Fußball-Weltmeister 2006 wird, beschäftigt immer mehr Menschen. Nachfolgend daher einige Funde, die sich dem Thema eher „statistisch“ nähern und versuchen, die spannende Frage über eine Formel bzw. eine „Berechnung“ zu klären. Eine Liste aller Weltmeister seit 1930 findet sich übrigens unter de.wikipedia.org.

1. Versuch
www.wm-blogger.de:

1954 + 20 = 1974
1974 + 16 = 1990
1990 + 12 = 2002

Nun ja – bis zur 64. Minute des Endspiels 2002 in Yokohama stimmte das ja auch 🙁

2. Versuch
luebue.blogspot.com:

54 x 74 = 3996
3996 – 1990 = 2006

Schon besser, auch wenn der Wechsel zwischen der Kurzform („54“) und der normalen Schreibweise etwas „knirscht“…

Dieses Zahlenspiel hat es übrigens schon in die Musikwelt geschafft, wie das Video der „Sportfreunde Stiller“ zeigt (gefunden bei www.soccergirlz.de, wo es auch den kompletten Text gibt):

http://www.youtube.com/v/2nHmpszBoEw

3. Versuch
Den bisher besten Kandidaten habe ich unter www.teleschach.de gefunden; für 2002 stimmte die Prognose jedenfalls:

Brasilien holte das letzte Mal 1994 den Titel, das vorletzte Mal 1970.
Argentinien war das letzte Mal 1986 Weltmeister, das vorletzte Mal 1978.
Deutschland gewann das letzte Mal im Jahr 1990, das vorletzte Mal 1974.

Addieren wir jeweils die beiden Jahreszahlen, so ergibt sich immer 3964:

1994 + 1970 = 3964
1986 + 1978 = 3964
1990 + 1974 = 3964

Also lässt sich relativ einfach vorhersagen, wer im Jahr 2002 Sieger wird:

3964 – 2002 = 1962 bzw. 1962 + 2002 = 3964

Weltmeister des Jahres 2002 wird derselbe wie im Jahr 1962. Brasilien wird Weltmeister, der Weltmeister des Jahres 1962.

Wenn man diese Formel jetzt auf das kommende Turnier anwendet, ist es leider nicht ganz so eindeutig wie für 2002; es gibt aber zumindest einen Hinweis auf die Finalgegner:

Brasilien: 2002, 1994 (3996)
Argentinien: 1986, 1978 (3964)
Deutschland: 1990, 1974 (3964)

3996 – 2006 = 1990 (Deutschland)
3964 – 2006 = 1958 (Brasilien)

Letztendlich gilt natürlich der Spruch von Adi Preißler (siehe auch de.wikipedia.org[2]: Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz

Aber wenn ihr noch andere Formeln kennt: Immer her damit 😉

Update 14.06.06, 11:42 Uhr:
Einen ausführlichen Artikel mit weiteren Zahlenspielen gibt es übrigens unter dem Titel „Wir würfeln den Weltmeister“ auf www.spiegel.de.

Update 07.07.06, 07:20 Uhr:
Nun ja, seit der Niederlage der deutschen Mannschaft im Halbfinale gegen Italien am 4. Juli dürfte klar sein, dass die vorgenannten Formeln in diesem Jahr ein wenig daneben lagen. Neben den unten in den Kommentaren genannten Formeln, die nun zweifelsfrei den nächsten WM-Titel für 2010 vorhersagen berechnen, hat der Leser „luigi“ unter www.wm-blogger.de[2] vorgerechnet, dass Italien am Sonntag den vierten WM-Titel holt:

Italien wurde 34 zum ersten mal Weltmeister und 38 zum zweiten mal.
34 + 38 = 72
Dividiert man diese Zahl mit der Anzahl an Weltmeistertitel Italiens erhält man folgendes:
72 / 3 = 24
24 + 1982 (letzter WM-Titel der Italiener) = 2006

Gegen GEZ: Nun auch verdi

von Stefan Evertz am 06.06.06 um 0:56 Uhr | 2 Antworten

In die langsam aufkommende Wellenfront gegen die ab dem 01.01.2007 geplante GEZ-Gebühr für internetfähige PC-Systeme hat sich nun auch verdi eingereiht.

Die „Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft“ hat unter einen offenen Brief an Jürgen Rüttgers in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz geschrieben und diesen auch unter freie.verdi.de veröffentlicht:

Die Bundeskommission protestiert dagegen, dass Selbstständige ab 2007 die TV- und Radiogebühr für beruflich genutzte internetfähige Computer zahlen sollen. Diese Gebühr bedeutet eine neue und nicht zu vermeidende Betriebsausgabe von jährlich 204,36 Euro. Denn das Arbeitsmittel PC ist für die allermeisten Selbstständigen unverzichtbar.
[…]
Mit Sorge sehen die Selbstständigen zudem eine weitere Gebühr auf sich zukommen: In Zukunft dürfte nach geltendem Recht auch für beruflich genutzte Multimedia-Mobiltelefone die Rundfunkgebühr erhoben werden, weil die Geräte prinzipiell auch Radio und TV empfangen können.
[…]
Wir unterstützen es, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinem Bestand und seiner Entwicklung finanziell abgesichert wird, so wie es die dafür zuständige Kommission KEF errechnet. Dies soll jedoch auf eine sachgerechte Weise geschehen.

Dass ein Großbetrieb mit Tausenden PC-Arbeitsplätzen dieselben 204,36 Euro pro Jahr entrichten soll wie der / die einzeln arbeitende Selbstständige, ist nur eine weitere Ungereimtheit der aktuellen Regelung.
[…]
1. Die Regelung, die ab Januar 2007 in Kraft treten soll, muss bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Neben der Schieflage bei der Gebührenerhebung gibt es dafür einen weiteren Grund: Über das Internet können bisher kaum öffentlichrechtliche TV-Programme und nur ein Teil der Radioprogramme empfangen werden.

2. Umgehend sollte damit begonnen werden, die Erhebung der Rundfunkgebühren auf eine Basis umzustellen, die der technischen Entwicklung und der Nutzung neuer Verbreitungswege entspricht.

Gut, einige Details würde ich so nicht unterschreiben bzw. fehlen (z.B. das Problem der „GEZ-Gebühren für Webserver„).

Ob „der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinem Bestand und seiner Entwicklung“ finanziell abgesichert werden bzw. bleiben soll, würde ich jedenfalls bestreiten, solange ich den Eindruck habe, dass hier ein gigantischer organisatorischer und wirtschaftlicher Kropf mitgeschleppt wird.

Warum z.B. die Fußball-WM (und andere sportliche Großveranstaltungen) abwechselnd von beiden Sendern übertragen wird, erschließt sich mir bis heute nicht. Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass die Kollegen der einzelnen Sender am „freien“ Tag kein Geld bekommen – von so etwas kann übrigens ein Selbstständiger nur träumen. Und selbst bei den öffentlich-rechtlichen Sendern dürft es in der Summe spürbar günstiger sein, wenn nur ein Sender überträgt.

Und ob die Einführung einer Mediengebühr oder -steuer wirklich eine ernsthafte Alternative – auch im Sinne der Selbstständigen – darstellt, bliebe erst noch abzuwarten. Die Gremien werden sich schon Regelungen ausdenken, bei denen man sich die GEZ-Gebühren zurückwünschen wird 🙁

Da die Diskussion über die GEZ-Gebühren schon sehr lange anhält, bin ich jedenfalls skeptisch, ob hier plötzlich Bewegung in die Angelegenheit kommt. Ich persönlich setze da etwas mehr Hoffnung in die Verfassungsbeschwerde.

Aber letztendlich können wir Selbstständige wohl alle Hilfe brauchen, die wir kriegen können…

(via www.golem.de)