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Footballs come and go

von Stefan Evertz am 09.06.06 um 9:25 Uhr | 1 Antwort

Während hier die internen Diskussionen über das Aufrüsten laufen („Aber wenn der da hinten doch einen Fahnenmast hinstellt, dann …“, siehe auch „Fahnenkrieg„) und die Nachbarskinder auf ihren Fahrrädern fröhlich winkend und „Deutschland, Deutschland“ rufend durch die Straße fahren, lese ich eine schöne Momentaufnahme bei Thomas Knüwer (siehe auch http://blog.handelsblatt.de/indiskretion):

Vor drei Tagen aber ist mir der erste Wagen mit herauswehender Deutschland-Fahne in der Düsseldorfer Innenstadt begegnet. Und noch immer gucke ich jedem Auto mit Patriotismus-Bekundung überrascht hinterher. Verwundert starre ich zu Fenstern zu schwarz-rot-goldenen Fenstern hin. Treffe ich Kollegen, die ich ein paar Tage nicht gesehen habe, beginnt das Gespräch meist mit der Frage: „Schon WM-Fieber?“

Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass Deutschland einfach Lust hat zu feiern – egal ob es was zu feiern gibt. Denn seien wir ehrlich: Sonderlich große Hoffnungen, dass die deutsche Mannschaft es über das Viertelfinale hinaus schafft, hat wohl kaum jemand mit einem Funken Realitätssinn.

Und deshalb darf an dieser Stelle die – in meinen Augen ultimative – Fußball-Hymne nicht fehlen.

http://www.youtube.com/watch?v=YDdibp5VfEc

Fast genauso wichtig ist die Aktion „Ich bin Ballack“, die unseren Mannschaftskapitän unterstützen soll – egal, ob er nun heute spielt oder nicht: www.spreeblick.com

Und Patrick gibt unter www.wm-blogger.de den weisen Tipp, dass man doch vor dem Singen der Nationalhymne Liedtexte verteilen sollte – auch, damit so etwas nicht passiert:

http://www.youtube.com/watch?v=HrtzqLv9p98

Die Weichen sind also gestellt, dass die Fußbälle hier in wenigen Stunden ankommen und für ein vierwöchiges fröhliches Fest sorgen können. Und vielleicht geschieht ja sogar noch ein großes kleines Wunder, bis sie uns wieder verlassen 😉

Der holländische Alptraum

von Stefan Evertz am 08.06.06 um 9:06 Uhr | 3 Antworten

Versteht mich nicht falsch: Ich mag die Niederlande, nicht nur als Urlaubs- oder Ausflugsziel oder als Lieferant leckeren Hüftgolds.

Aber es gibt Dinge, die ich dann doch nicht sehen möchte…

http://www.youtube.com/watch?v=3ENxhHviKrw

(via www.wmblogger.de)

Wer wird Weltmeister: Kleine Formelsammlung

von Stefan Evertz am 06.06.06 um 8:09 Uhr | 8 Antworten

Die Frage, wer der der Fußball-Weltmeister 2006 wird, beschäftigt immer mehr Menschen. Nachfolgend daher einige Funde, die sich dem Thema eher „statistisch“ nähern und versuchen, die spannende Frage über eine Formel bzw. eine „Berechnung“ zu klären. Eine Liste aller Weltmeister seit 1930 findet sich übrigens unter de.wikipedia.org.

1. Versuch
www.wm-blogger.de:

1954 + 20 = 1974
1974 + 16 = 1990
1990 + 12 = 2002

Nun ja – bis zur 64. Minute des Endspiels 2002 in Yokohama stimmte das ja auch 🙁

2. Versuch
luebue.blogspot.com:

54 x 74 = 3996
3996 – 1990 = 2006

Schon besser, auch wenn der Wechsel zwischen der Kurzform („54“) und der normalen Schreibweise etwas „knirscht“…

Dieses Zahlenspiel hat es übrigens schon in die Musikwelt geschafft, wie das Video der „Sportfreunde Stiller“ zeigt (gefunden bei www.soccergirlz.de, wo es auch den kompletten Text gibt):

http://www.youtube.com/v/2nHmpszBoEw

3. Versuch
Den bisher besten Kandidaten habe ich unter www.teleschach.de gefunden; für 2002 stimmte die Prognose jedenfalls:

Brasilien holte das letzte Mal 1994 den Titel, das vorletzte Mal 1970.
Argentinien war das letzte Mal 1986 Weltmeister, das vorletzte Mal 1978.
Deutschland gewann das letzte Mal im Jahr 1990, das vorletzte Mal 1974.

Addieren wir jeweils die beiden Jahreszahlen, so ergibt sich immer 3964:

1994 + 1970 = 3964
1986 + 1978 = 3964
1990 + 1974 = 3964

Also lässt sich relativ einfach vorhersagen, wer im Jahr 2002 Sieger wird:

3964 – 2002 = 1962 bzw. 1962 + 2002 = 3964

Weltmeister des Jahres 2002 wird derselbe wie im Jahr 1962. Brasilien wird Weltmeister, der Weltmeister des Jahres 1962.

Wenn man diese Formel jetzt auf das kommende Turnier anwendet, ist es leider nicht ganz so eindeutig wie für 2002; es gibt aber zumindest einen Hinweis auf die Finalgegner:

Brasilien: 2002, 1994 (3996)
Argentinien: 1986, 1978 (3964)
Deutschland: 1990, 1974 (3964)

3996 – 2006 = 1990 (Deutschland)
3964 – 2006 = 1958 (Brasilien)

Letztendlich gilt natürlich der Spruch von Adi Preißler (siehe auch de.wikipedia.org[2]: Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz

Aber wenn ihr noch andere Formeln kennt: Immer her damit 😉

Update 14.06.06, 11:42 Uhr:
Einen ausführlichen Artikel mit weiteren Zahlenspielen gibt es übrigens unter dem Titel „Wir würfeln den Weltmeister“ auf www.spiegel.de.

Update 07.07.06, 07:20 Uhr:
Nun ja, seit der Niederlage der deutschen Mannschaft im Halbfinale gegen Italien am 4. Juli dürfte klar sein, dass die vorgenannten Formeln in diesem Jahr ein wenig daneben lagen. Neben den unten in den Kommentaren genannten Formeln, die nun zweifelsfrei den nächsten WM-Titel für 2010 vorhersagen berechnen, hat der Leser „luigi“ unter www.wm-blogger.de[2] vorgerechnet, dass Italien am Sonntag den vierten WM-Titel holt:

Italien wurde 34 zum ersten mal Weltmeister und 38 zum zweiten mal.
34 + 38 = 72
Dividiert man diese Zahl mit der Anzahl an Weltmeistertitel Italiens erhält man folgendes:
72 / 3 = 24
24 + 1982 (letzter WM-Titel der Italiener) = 2006

Gegen GEZ: Nun auch verdi

von Stefan Evertz am 06.06.06 um 0:56 Uhr | 2 Antworten

In die langsam aufkommende Wellenfront gegen die ab dem 01.01.2007 geplante GEZ-Gebühr für internetfähige PC-Systeme hat sich nun auch verdi eingereiht.

Die „Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft“ hat unter einen offenen Brief an Jürgen Rüttgers in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz geschrieben und diesen auch unter freie.verdi.de veröffentlicht:

Die Bundeskommission protestiert dagegen, dass Selbstständige ab 2007 die TV- und Radiogebühr für beruflich genutzte internetfähige Computer zahlen sollen. Diese Gebühr bedeutet eine neue und nicht zu vermeidende Betriebsausgabe von jährlich 204,36 Euro. Denn das Arbeitsmittel PC ist für die allermeisten Selbstständigen unverzichtbar.
[…]
Mit Sorge sehen die Selbstständigen zudem eine weitere Gebühr auf sich zukommen: In Zukunft dürfte nach geltendem Recht auch für beruflich genutzte Multimedia-Mobiltelefone die Rundfunkgebühr erhoben werden, weil die Geräte prinzipiell auch Radio und TV empfangen können.
[…]
Wir unterstützen es, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinem Bestand und seiner Entwicklung finanziell abgesichert wird, so wie es die dafür zuständige Kommission KEF errechnet. Dies soll jedoch auf eine sachgerechte Weise geschehen.

Dass ein Großbetrieb mit Tausenden PC-Arbeitsplätzen dieselben 204,36 Euro pro Jahr entrichten soll wie der / die einzeln arbeitende Selbstständige, ist nur eine weitere Ungereimtheit der aktuellen Regelung.
[…]
1. Die Regelung, die ab Januar 2007 in Kraft treten soll, muss bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Neben der Schieflage bei der Gebührenerhebung gibt es dafür einen weiteren Grund: Über das Internet können bisher kaum öffentlichrechtliche TV-Programme und nur ein Teil der Radioprogramme empfangen werden.

2. Umgehend sollte damit begonnen werden, die Erhebung der Rundfunkgebühren auf eine Basis umzustellen, die der technischen Entwicklung und der Nutzung neuer Verbreitungswege entspricht.

Gut, einige Details würde ich so nicht unterschreiben bzw. fehlen (z.B. das Problem der „GEZ-Gebühren für Webserver„).

Ob „der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinem Bestand und seiner Entwicklung“ finanziell abgesichert werden bzw. bleiben soll, würde ich jedenfalls bestreiten, solange ich den Eindruck habe, dass hier ein gigantischer organisatorischer und wirtschaftlicher Kropf mitgeschleppt wird.

Warum z.B. die Fußball-WM (und andere sportliche Großveranstaltungen) abwechselnd von beiden Sendern übertragen wird, erschließt sich mir bis heute nicht. Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass die Kollegen der einzelnen Sender am „freien“ Tag kein Geld bekommen – von so etwas kann übrigens ein Selbstständiger nur träumen. Und selbst bei den öffentlich-rechtlichen Sendern dürft es in der Summe spürbar günstiger sein, wenn nur ein Sender überträgt.

Und ob die Einführung einer Mediengebühr oder -steuer wirklich eine ernsthafte Alternative – auch im Sinne der Selbstständigen – darstellt, bliebe erst noch abzuwarten. Die Gremien werden sich schon Regelungen ausdenken, bei denen man sich die GEZ-Gebühren zurückwünschen wird 🙁

Da die Diskussion über die GEZ-Gebühren schon sehr lange anhält, bin ich jedenfalls skeptisch, ob hier plötzlich Bewegung in die Angelegenheit kommt. Ich persönlich setze da etwas mehr Hoffnung in die Verfassungsbeschwerde.

Aber letztendlich können wir Selbstständige wohl alle Hilfe brauchen, die wir kriegen können…

(via www.golem.de)

Fahnenkrieg

von Stefan Evertz am 04.06.06 um 11:10 Uhr | 6 Antworten

So, vor zwei Tagen haben wir nun auch im örtlichen Einzelhandel eine Deutschlandfahne angeschafft.

Zum einen kann unsere Nationalmannschaft bei der WM jede Unterstützung gebrauchen, die sie kriegen kann – schließlich soll sie den Fußball nicht nur bei den drei fest gebuchten Terminen (aka „Gruppenspiele“) treten. Und zum anderen müssen wir dem Nachbarn, der regelmäßig diese gigantische Ferrari-Fahne raushängt, endlich mal Paroli bieten…

Deutschlandfahne

Und spätestens, seit ich gestern in Bergisch Gladbach zahllose brasilianische und südkoreanische Flaggen bewundern durfte – die (Groß-)Stadt freut sich sehr großflächig und farbenfroh darüber, dass sie gleich zwei Mannschaften während der WM beherbergen darf (siehe auch wm.rbk-direkt.de) – scheint mir hier ein schwarz-rot-goldener Gegenpol erforderlich zu sein.

Warum hat eigentlich keine Mannschaft ihr Quartier in Essen aufgeschlagen? Die Sache mit der „Kulturhauptstadt Europas 2010“ scheint sich international noch nicht herumgesprochen zu haben – oder die Mannschaften waren schon mal hier… 😕

Lehmann, übernehmen Sie!

von Stefan Evertz am 01.06.06 um 1:33 Uhr | Schreibe eine Antwort

Das folgende Tor aus dem Testspiel Polen – Kolumbien (Chorzow, 30.05.06) macht mich immer noch etwas fassungslos. Und ganz nebenbei bietet diese Technik auch für das elfte Mannschaftsmitglied ganz neue Möglichkeiten der Spielgestaltung.

http://www.youtube.com/watch?v=LOiO1jOr1V4

Die Leistungen des kolumbianischen Torwarts fielen allerdings in der Vergangenheit nicht immer so positiv auf, wenn man da zum Beispiel an die WM 1990 denkt (siehe auch de.wikipedia.org).

Jens Lehmann hat jedenfalls noch 13 Tage Zeit zum Üben… 😉

(via www.cyberoog.de/wordpress)

Tipps für den WM-Sommer

von Stefan Evertz am 22.05.06 um 11:18 Uhr | 2 Antworten

Noch 18 Tage, dann geht der Sport-Spass erst richtig los – natürlich nicht für die Glücklichen Bemitleidenswerten, die bereits einen vierwöchigen Urlaub / Auslandsaufenthalt gebucht haben…

Nachfolgend daher einige Tipps für das anstehende Großereignis:

  • Solltet Ihr zur seltenen Spezies der „Kartenbesitzer“ gehören, hilft euch vielleicht die „offizielle Stadionordnung“ unter blog.it-luemmel.de weiter. (gefunden bei jotbe-fx.de)
  • Für die kulinarischen Momente hat sich Jan Theofel interessante „Kochwochen“ ausgedacht:
    Jan kocht WM-Rezepte - 150 Rezepte, 64 Spiele, Ein Weblog!
    (gefunden u.a. bei www.einfach-persoenlich.de und unter www.abseits.de, wo die Aktion ebenfalls ausführlich vorgestellt wird)
  • Nur für die gläubigen Fans: Mit der -gelinde gesagt: optimistischen – Simulation unter www.fussballstatistiken.de kann eindrucksvoll der Weg von Klinsis Jungs bis zum Finalsieg nachvollzogen werden, bei dem übrigens Holland besiegt wird. (phantasiert von www.cyberoog.de)
  • Die Firefox-Erweiterung Footiefox (www.hpi.uni-potsdam.de) hält auch diejenigen Menschen, die nicht vor dem Fernseher sitzen können, über die Spielergebnisse auf dem laufenden. Die Erweiterung liefert übrigens nicht nur Ergebnisse für den „Worldcup“, sondern auch für diverse andere Ereignisse und Ligen (via www.golem.de). (ergänzt 02.06.06, 10:58 Uhr:) Einige Screenshots – und eine extrem optimistische Final-Prognose – gibt es auch unter www.netzwelt.de.
  • Abschließend sei noch für alle kleinen und großen Werbetreibenden auf den „Rückschlag“ verwiesen, die die Überlegungen zur Nutzung des Begriffs „WM 2006“ für Werbezwecke betrifft:
    Scheinbar konnte auch die Entscheidung des Bundesgerichtshofs über die Löschung der FIFA-Marken „Fussball WM 2006“ sowie „WM 2006“ (siehe z.B. www.spreeblick.com) die FIFA nicht an der Durchsetzung ihrer „Rechte“ hindern, wie unter www.handelsblatt.com zu lesen ist. Aber was genau ist eigentlich das „europäische Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM)“?
    (gefunden bei www.muepe.de)

Telekom, verdi und die WM

von Stefan Evertz am 17.05.06 um 15:20 Uhr | Schreibe eine Antwort

Im Moment dürfte man vermutlich – schon angesichts der noch verbleibenden Zeit – die Aktivitäten der Telekom zum Aufbau des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes als „fieberhaft“ bezeichnen:

Die Deutsche Telekom will im Mai vor der Fußball-WM ihr neues Glasfasernetz im Testbetrieb starten. Einige hundert Kunden könnten ab Mitte kommenden Monats kostenlos Fernsehen über das Hochgeschwindigkeitsnetz beziehen, teilte das Unternehmen mit. (Quelle: portale.web.de)

Die Telekom kommt mit dem Ausbau ihres neuen VDSL-Netzes voran, viele Baumaßnahmen in den zehn Ausbaustädten wurden bereits abgeschlossen. Die verlegte Glasfaserinfrastruktur soll Bandbreiten von bis zu 50 MBit/s und damit auch neue Multimedia-Dienste sowie den Empfang digitaler Fernsehprogramme ermöglichen. (Quelle: www.golem.de[1])

Und nun lese ich gerade auf www.golem.de[2]:

Im Tarifstreit mit der Telekom droht die Gewerkschaft ver.di mit technischen Problemen während der Fußballweltmeisterschaft. Warnstreiks sollen einen „Vorgeschmack auf die WM“ geben.

Da war ich dann doch überrascht, da es doch ein schlechtes Licht auf den Konzern wirft: Jetzt brauchen die T-Jungs sogar schon für das Verursachen von Pannen die Hilfe der Gewerkschaft? Wenigstens das hat man in Bonn bisher alleine hinbekommen… 😕