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Wunschzettel 5: Schluss mit identischem ARD/ZDF-Programm

von Stefan Evertz am 10.09.06 um 13:50 Uhr | 8 Antworten

Wenn ich mir was wünschen könnte, dann hätte ich gerne:

Keine „Parallel-Übertragungen“ der Öffentlich-Rechtlichen Fernsehsender mehr

Denn es will einfach nicht in meinen Kopf, was ich da heute vormittag beim Zappen bestaunen durfte: Warum übertragen ARD, ZDF und Bayern3 parallel den gleichen Papst-Gottesdienst aus München?

Ich kann ja noch nachvollziehen, dass die Übertragung nicht alleine dem Bayrischen Rundfunk überlassen werden sollte, da dieser nicht überall empfangen werden kann. Aber gleich alle drei? Zumindest bei den Sportveranstaltungen bekommt man bei den öffentlich-rechtlichen Sendern eine „Aufteilung“ hin – wenn auch gelegentlich mit kleineren Aussetzern (siehe auch „ARD: Tour Interruptus„).

Eine verantwortungsvoller Einsatz der GEZ-Einnahmen sieht jedenfalls meiner Meinung nach anders aus – von der mangelnden Vielfalt im Fernsehprogramm ganz zu schweigen 👿

Bei diesem speziellen Anlass (Papstbesuch in Bayern) kommt sogar noch der durchaus spannende Aspekt der Religionszugehörigkeit hinzu: Laut www.destatis.de sind etwa 31% (ca. 26 Mio.) der deutschen Bevölkerung Mitglied der katholischen Kirche. Strenggenommen ist also der Besuch des Papstes für (mindestens) 70% der Bevölkerung ohne eine tiefere Bedeutung. Da dürfte es schwer fallen, die gesellschaftliche Bedeutung der Visite so zu interpretieren, dass gleich beide großen Sender übertragen müssen…

Und die Feststellung der Sender, dass der Papst zu Besuch „in Bayern“ und nicht „in Deutschland“ ist, lasse ich mal unkommentiert im Raum stehen 🙄

Pornos petzen beim Videohost

von Stefan Evertz am 07.09.06 um 9:09 Uhr | 7 Antworten

Nachdem der Support von Myvideo vor einigen Tagen per Kommentar einen Verbesserungsvorschlag für mein Plugin „Flash Cortex“ angebracht hatte, wollte ich mich eigentlich kurz einigen Allmachtsphantasien hingeben – und warten, bis sich Youtube und Google bei mir melden, um weitere Anregungen loszuwerden 😉

Die Freude über die Aufmerksamkeit für mein Plugin währte allerdings nicht sehr lang – eigentlich genau so lang, bis ich beim Stöbern in den Videos bei Myvideo plötzlich ein lupenreines Pornofilmchen fand. Was ich leider nicht fand, war eine Möglichkeit, dieses Video zu „verpetzen“, also auf einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen hinzuweisen.

Und so habe ich mir dann mal genauer angesehen, ob und wie Besucher der bekannteren Videohoster „problematische“ Videos melden können – und war doch überrascht, wie unterschiedlich man diesen Prozess handhaben kann.

  • YouTube (www.youtube.com)
    Ein „Regelverstoß“ kann gemeldet werden, ist allerdings nur für angemeldete Benutzer möglich.
  • Google Video (video.google.de)
    Ein „Regelverstoß“ kann gemeldet werden und setzt keine Angabe persönlicher Daten voraus.
  • Sevenload (sevenload.de)
    Ein „Regelverstoß“ kann gemeldet werden und setzt keine Angabe persönlicher Daten voraus.
  • Clipfish (www.clipfish.de)
    Ein „Regelverstoß“ kann gemeldet werden, setzt aber die Angabe persönlicher Daten voraus.
  • Myvideo (www.myvideo.de)
    Ein „Regelverstoß“ kann nur sehr umständlich gemeldet werden und setzt die Angabe persönlicher Daten voraus.

Insgesamt verfügen alle besuchten Videohosts über „Nutzungsregeln“, die meines Erachtens stark den Nutzungsbedingungen von wie im folgende Beispiel von sevenload.de[2] ähneln, und dabei pornografische Inhalte verbieten:

Der Nutzer ist allein für die von ihm auf die sevenload Plattform eingestellten Inhalte verantwortlich. Der Nutzer gewährleistet daher, dass diese nicht gegen gesetzliche Verbote, die guten Sitten und gegen die Rechte Dritter (Namens-, Persönlichkeits-, Urheber-, Datenschutzrechte, usw.) verstoßen. Insbesondere verpflichtet sich der Nutzer, keine pornografischen, gewaltverherrlichende oder volksverhetzende Inhalte darzustellen, nicht zu Straftaten aufzurufen oder Anleitungen hierfür darzustellen und keine Leistungen anzubieten oder anbieten zu lassen, die pornografische und/oder erotische Inhalte zum Gegenstand haben.

Alle Anbieter sehen eine Möglichkeit vor, als problematisch wahrgenommene Videos dem Anbieter zu melden – bis auf Myvideo befindet sich hierfür jeweils ein Link auf der Seite des Videos, der direkt zu einem Meldeformular führt. Bei Myvideo hingegen ist dieses Formular so gut versteckt, dass ich es erst nach längerer Suche über die Hilfe-Seite unter www.myvideo.de[2] gefunden habe. Den Link zum Video darf man dort dann ebenso per Hand einfügen wie den Namen des Benutzers, der das Video eingestellt hat. Der Name des einstellenden Benutzers steht dabei auf der jeweiligen Video-Seite 👿

Sehr unterschiedlich fällt allerdings der Datenhunger der Anbieter beim Meldevorgang aus. Während bei Youtube sogar eine Anmeldung erforderlich ist, wollen zumindest die beiden deutschen Anbieter clipfish und Myvideo den Namen und die E-Mail-Adresse des Petzenden wissen. Inwieweit das zur Bearbeitung der Meldung erforderlich ist, erschließt sich mir absolut nicht – und die vom Gesetzgeber geforderte „Datenvermeidung“ sieht ganz sicher anders aus.

Die erforderliche Anmeldung bzw. Preisgabe persönlicher Daten stellt jedenfalls eine zusätzliche – und überflüssige – Hemmschwelle dar. Falls ich ein pornografisches bzw. „problematisches“ Video melden wollte, würde ich hier definitiv eine „anonyme“ Variante vorziehen – und es ansonsten einfach lassen…

Inwieweit diese Hemmschwelle absichtlich eingeführt wurde, um z.B. eine denkbare Flut von Meldungen zu vermeiden, kann ich nicht beurteilen; vielleicht ist es auch einfach „praktizierte Betriebsblindheit“ – oder ein Fehler im jeweiligen Konzept.

Die betreffenden Anbieter würden jedenfalls gut daran tun, hier Abhilfe zu schaffen, da sonst der Eindruck entstehen könnte, das dort der Umgang mit Regelverstößen zu „lasch“ gehandhabt wird. Und das kann – im Falle der beiden deutschen Anbieter clipfish (RTL) und myvideo (ProSiebenSat1) – ebensowenig im Interesse der Betreiber sein wie der grenzwertige Umgang mit dem Thema „Datenschutz“…

Nachtrag 07.09.06, 10:03 Uhr:
Eins muss ich wohl noch nachtragen: Auf den meisten Websites bin ich in der Regel mit deaktiviertem JavaScript unterwegs, so auch bei Myvideo. Nachdem ich eben – nach einem Kommentar von Schrottie – bei Myvideo kurzfristig JavaScript zugelassen habe, kam ich auch in den „Genuß“ des „Video melden“-Links. Dort kann man dann in der Tat ohne Angabe von persönlichen Daten „petzen“.

Eine ausschließlich auf JavaScript basierende Lösung ist in meinen Augen allerdings kaum besser als der von mir „gefundene“ umständliche Weg…

Binde mir den Senkel!

von Stefan Evertz am 18.08.06 um 9:35 Uhr | 6 Antworten

Ganz neu ist es wohl nicht, aber dennoch sehr überzeugend: Die Schnellbindemethode für Schnürsenkel:

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=0mA_A8tAZ6E[/flash]

Ich muss allerdings gestehen, dass ich es nicht hinbekommen habe. Und daran konnte leider auch die etwas langsamere Demonstration des Erfinders (?) Sherng-Lee Huang im Video bei www.rocketboom.com (englisch) nichts ändern 🙁

Immerhin könnte man so laut Sherng-Lee etwa 2 Sekunden pro Schuhpaar sparen. Wenn ich das mal so überschlage (2 Sekunden x 2x pro Tag x 365 Tage x 60 Jahre), komme ich auf einen ganzen Tag (87.600 Sekunden), den man so im Laufe eines Lebens „spart“. Da könnte sich jedenfalls ein gewisser Trainingsaufwand lohnen. Und Joanne Colan (die neue Moderatorin) hat es schließlich auch hinbekommen 😉

Und wer nun noch weitere Anregungen zum Thema „Schnürsenkel“ sucht, findet sie vielleicht in „Ian’s Shoelace Site“, z.B. in den „17 verschiedenen Arten, einen Schuh zuzubinden“ unter www.fieggen.com/shoelace (englisch; via www.basicthinking.de/blog).

Für alle Fälle wünsche ich schon mal ein knüpfendes Wochenende…

Prototypen eines virtuellen Schreibtischs

von Stefan Evertz am 03.07.06 um 8:01 Uhr | Schreibe eine Antwort

Die Auswirkungen einer großen Desktop-Oberfläche (2560 x 1024 Pixel auf zwei Monitoren) spüre ich spätestens täglich am Ende des Arbeitstages: Schnell sammeln sich Links, Dokumente und Notizen zu einem fast schon unübersichtlichen Haufen.

Interessant fand ich daher den Prototyp der 3D-Desktop-Oberfläche „Bumptop“ (honeybrown.ca, englisch), den Volker Weber gefunden hat (siehe auch vowe.net). Auch wenn dabei naturgemäß noch viel Zukunftsmusik mitklingt, finde ich den Ansatz vielversprechend – und die Ähnlichkeit zum „realen“ Schreibtisch könnte die Nutzung für „Einsteiger“ erleichtern.

http://www.youtube.com/watch?v=M0ODskdEPnQ

Über die Kommentare bei Robert bin ich dann noch auf die Java-basierte Softwarestudie „Project Looking Glass“ (www.sun.com, englisch) von Sun gestossen, die in eine ähnliche Richtung geht:

http://www.youtube.com/watch?v=SMWd1FOgr18

Alles in allem also durchaus interessante Perspektiven. Und mein Desktop kann organisatorische Impulse immer gut gebrauchen 😉

(via Robert Basic, www.basicthinking.de/blog)

Tipps bei Spam-Tsunami im Blog

von Stefan Evertz am 27.06.06 um 9:21 Uhr | 1 Antwort

Seit letztem Donnerstag war das Blog von Robert Basic (www.basicthinking.de/blog) nur sehr eingeschränkt erreichbar (siehe auch www.sichelputzer.de). Offenbar wurde das Blog von einem ausgewachsenen Tsunami aus Kommentar-Spam überrollt. Unter www.basicthinking.de/blog[2] zieht er nun ein erstes Fazit:

Seit der letzten Spam-Statistik am 13.06. sind nochmals knapp 10.000 Spameinträge dazugekommen. Der Server war aufgrund der zahlreichen Spamversuche seit Donnerstag fast völlig blockiert.
[…]
Meine Spamattacken waren so gebaut, dass jede IP immer nur 1-5x vorkam, die IP-Bereiche waren völlig unterschiedlich, ebenso wiesen die Header-Daten keine bestimmte Signatur auf, an der man sich orientieren konnte.

Im weiteren fasst er dann die getroffenen Gegenmaßnahmen zusammen, die mittlerweile dafür gesorgt haben, dass das Blog erfreulicherweise wieder erreichbar ist. Neben serverorientierten Optimierungen bezogen sich die Maßnahmen vor allem auf ein Update der WordPress-Version sowie auf die verwendeten Plugins. Dabei hat diese unfreiwillige Nagelprobe offenbar gezeigt, dass verschiedene Plugins unter großer Last mehr Probleme verursachen als lösen (Spam Karma 2, WP-Cache).

Und während ich mich weiterhin erfolglos frage, welche Motivation hinter dieser Attacke liegen könnte, kann ich jedenfalls die Lektüre und sicherheitshalber auch einen Ausdruck des Artikels unter www.basicthinking.de/blog[2] nur empfehlen – wer weiß, wann die nächste Welle kommt…

Fußballspaß mit Zeitverzögerung

von Stefan Evertz am 18.06.06 um 22:08 Uhr | 5 Antworten

Es erinnert mich ein bisschen an die Sendung mit der Maus: Zuerst kommt eine Beobachtung – und dann erklärt uns Armin Maiwald die Welt 😉

Schon während des Eröffnungsspiels bloggte Udo Vetter (quasi „live“) unter www.lawblog.de:

Die Männer mit dem Elektrogrill, auf dem Balkon schräg gegenüber, jubeln zeitversetzt. In ihrem Fernseher fallen die Tore fünf Sekunden später als im Rest der Siedlung.

Bin gespannt, wann der erste sie mit einem gut platzierten “Tooooooor!” auf die Schippe nimmt.

Und eine knappe Woche später konnte man dann bei www.spiegel.de die Hintergründe lesen, die deutlich machen, dass „besser“ eben nicht immer auch „schneller“ ist.

Da sind wir ja mit der hier genutzten Kabel-Technik (auf Satellitenbasis) ausnahmsweise mal echt im Vorteil, auch wenn wir so leider nicht in den Genuß des Lautstärkebegrenzers kommen können. Bei der Satellitentechnik geht auf dem Weg durch die Atmosphäre nämlich nur etwa eine Drittelsekunde „verloren“.

Da ist dann die Zeitverzögerung bei DVB-T weit beeindruckender (siehe auch www.spiegel.de:

Schon in den sogenannten Playout Centern entstehen Verzögerungen von 0,3 bis 0,5 Sekunden. Hinzu kommt ein zusätzlicher Zeitaufwand für die Digitalisierung und Kompression ins MPEG-2-Format. Und auch der DVB-T-Receiver trägt zum Hinterherhinken des Digitalfernsehens bei: Er muss das Signal dekodieren und analogisieren – diese Rechenaufgabe kostet Zeit.
[…]
In den Broschüren das sogenannten Überallfernsehens, als das DVB-T vermarktet wird, ist von drei bis fünf Sekunden Verzögerung die Rede.
[…]
Noch schlechter sind aber jene dran, die ein WM-Spiel über ihr UMTS-Handy verfolgen: Von einer Live-Übertragung kann dann kaum noch die Rede sein, denn die Telefone puffern den Datenstrom zusätzlich, um bei Schwankungen der Datenübertragung nicht sofort eine Unterbrechung zu riskieren.

Und so haben wir nicht nur gelernt, dass die Nachbarn von Udo Vetter offenbar das Eröffnungsspiel per DVB-T verfolgt haben, sondern bekommen auch eine erste Vorahnung, dass Fernsehen per Handy noch Optimierungsbedarf haben könnte.

Wie ich nämlich vor kurzem irgendwo gelesen habe, werden die offiziellen Bilder durch die FIFA sogar mit bis zu vier Minuten Verzögerung an die Handies übertragen. Und da kann es dann auf dem Platz schon wieder ganz anders aussehen 😉

WP-Plugins: MacroMaker / Flash Cortex

von Stefan Evertz am 16.06.06 um 7:24 Uhr | Schreibe eine Antwort

Eine vielversprechende Erweiterung für WordPress in Form des Plugins „MacroMaker“ hat Ralf drüben bei www.neun12.de veröffentlicht:

Der Mensch ist faul, von Geburt an. Das war wohl der Grund warum ich mir dieses Plugin geschrieben habe. Denn jedesmal wenn ich ein Video oder ein Bild in einem Posting einbauen will, schreibe ich dazu mehr oder minder den gleichen HTML-Code.

Das Plugin (aktuelle Version: 0.7 alpha) ermöglicht es, frei belegbare Texte („Makros“) im Artikel bei der Anzeige im Blog durch ebenfalls frei zu belegende Textschnipsel ersetzen zu lassen. So könnte dann z.B. aus „[logo]“ automatisch „“ werden – und man spart sich bei wiederkehrenden Elementen einiges an Tipp- bzw. Klickarbeit.

Und nebenbei hat er mir mit seinen Überlegungen zur Integration von Google Video auch noch den „Wald“ gezeigt, den ich bisher vor lauter „Parameter“-Bäumen nicht gesehen habe. Es freut mich daher, dass mein WordPress-Plugin „Flash Cortex“ nun auch Google Videos darstellen bzw. integrieren kann. Mehr dazu (und die aktuelle Version 0.9.3) gibt es unter WordPress-Plugin: Flash Cortex.

Mythos Breitband und Blog-Optimierung

von Stefan Evertz am 26.04.06 um 23:19 Uhr | Schreibe eine Antwort

Es fing ganz harmlos an. Robert Basic fragte sich gestern unter www.basicthinking.de/blog:

…warum ich eigentlich heute Nachmittag wegen einem gekapptem T-DSL Anschluss ins Internetcafé ausgewichen bin, statt das Fritz-Modem zu nutzen,…
[…]
Aaaaaaber, was ein antikes Vergnügen: Man lernt wieder, nicht mehr so rasend schnell die Seiten zu scannen, sondern sich schön Zeit zu lassen.

Und ich musste an die Diskussion über die Geschwindigkeit des Feedburner-Dienstes denken, die bei Jörg Petermann unter www.einfach-persoenlich.de nachzulesen ist – und bei der durchaus anklang, dass ja DSL schon sehr weit verbreitet sei (wenn nicht gar schon fast „normal“).

Hier brummt jedenfalls seit gut zwei Jahren ein „DSL 3000“-Anschluß, der möglicherweise die Wahrnehmung der Surfgeschwindigkeit verzerrt. Und auch über die diversen Informations- und Werbekanäle entsteht meines Erachtens der Eindruck, dass die vielbeschworenen „Breitband“-Anschlüsse eigentlich schon selbstverständlich sind.

Aber wieviel Breitband haben wir eigentlich hier in Deutschland? Und was kann das für die Gestaltung eines Blogs bedeuten?
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Copernic Desktop Search 1.7 und Betaversion (Update)

von Stefan Evertz am 22.04.06 um 16:49 Uhr | 1 Antwort

Logo Copernic Desktop Search Seit dem 6. April ist die Desktopsuche „Copernic Desktop Search“ in der Version 1.7 verfügbar – leider bisher nur in Englisch. Der bei den letzten Updates erkennbare Trend, die verschiedensprachigen Versionen zeitgleich zu veröffentlichen, scheint sich somit nicht fortzusetzen 🙁

Die neue Version enthält keine zentralen neuen Funktionen, sondern lediglich kleinere Anpassungen:

  • Zum einen wurde die Copernic-Toolbar für den Internet Explorer optimiert, so dass jetzt auch RSS-Feeds abonniert und dargestellt werden können. Da bisher noch keine Ordner angelegt werden können, wird dies meines Erachtens aber schnell unübersichtlich. Die „Dynamischen Lesezeichen“ von Firefox sind da schon jetzt bedeutend komfortabler – gerade bei einer größeren Zahl von Feeds. Ein durchaus kurzweiliges Element stellt der neue „Ticker“ dar, in dem die Titel aller Beiträge durchlaufen. Leider bestehen hier kaum Konfigurationsmöglichkeiten (bereits aufgerufene können z.B. nicht ausgefiltert werden), so dass auch hier ab einer gewissen Zahl von Feeds schnell der Überblick verloren geht.
  • Zum anderen werden nun Installationsdateien und Konfigurationen bereitgestellt, um per Group Policy Objects eine angepasste Fassung von „Copernic Desktop Search“ in einem größeren Unternehmen einsetzen zu können (siehe auch www.copernic.com)

Unter www.copernic.com[1] (englisch, Flash erforderlich) kann man übrigens einen ersten Blick auf die Betaversion 2.0 werfen, die einige neue interessante Details mit sich bringen dürfte (siehe auch www.copernic.com[2]):

  • Eliminate spelling errors with smart query correction (a.k.a. „did you mean“)
  • „My Searches“ feature lets you save your favorite queries for one-click reuse
  • NEAR search operator to find keywords that are in close proximity

Ich muss gestehen, dass ich nicht beabsichtige, die Beta zu testen, da mir „Copernic Desktop Search“ als alltägliches Werkzeug (siehe auch „Copernic Desktop Search – Herr der Daten-Massen„) zu wichtig ist, um damit herumzuexperimentieren. Testberichte sind aber sehr willkommen 😉

Die nach wie vor empfehlenswerte Version 1.7 der Software (etwa 3,0 MB ) kann jedenfalls bei www.copernic.com[3] heruntergeladen werden.

Update 18.05.06, 07:01 Uhr:
Copernic Desktop Search 1.7 liegt nun auch in deutsch vor und kann unter www.copernic.com[3] heruntergeladen werden.

Firefox 1.5.0.2 veröffentlicht (Update)

von Stefan Evertz am 13.04.06 um 23:30 Uhr | 17 Antworten

Vor einigen Stunden ist der Browser Firefox nun in der Version 1.5.0.2 in diversen Sprachen veröffentlicht worden. Bisher ist das Update aber noch nicht über die automatische Update-Funktion verfügbar. Wer es besonders eilig hat, kann die aktuelle Version unter ftp.mozilla.org[1] (Windows, deutsch, ca. 4,9 MB ) oder unter ftp.mozilla.org[2] (Diverse OS, diverse Sprachen) herunterladen.

Das Update scheint keine umwälzenden Neuerungen zu enthalten, sondern eher in die Kategorie „Produktpflege“ zu gehören, wie bei www.mozilla.com (englisch, eine detailliertere Liste gibt es bei www.squarefree.com/burningedge) zu lesen ist:

  • Universal Binary support for Mac OS X which provides native support for Macintosh with Intel Core processors. Firefox supports the enhancements to performance introduced by the new Mac Intel chipsets.
  • Improvements to product stability.
  • Several security fixes.

Da ich warten will, bis die Aktualisierung per Update-Funktion verfügbar ist, kann ich leider noch nicht beurteilen, ob das „Speicherproblem“ mittlerweile behoben ist – irgendwie bin ich da aber weiterhin skeptisch.

Bis das Problem grundsätzlich behoben ist, hilft – neben den Einsatz des Sessionsavers – übergangsweise auch die folgende Umstellung von Firefox, die ich bei www.basicthinking.de/blog gefunden habe.

  1. Open Firefox and go to the Address Bar. Type in about:config and then press Enter.
  2. Right Click in the page and select New -> Boolean.
  3. In the box that pops up enter config.trim_on_minimize. Press Enter.
  4. Now select True and then press Enter.
  5. Restart Firefox.

Nach der Umstellung reicht es dann aus, das Browser-Fenster zu minimieren und wieder zu maximieren, damit zumindest ein Teil des fehlerhaft „belegten“ Speichers wieder freigegeben wird. Auch wenn der Speicher dann während der weiteren Benutzung nach und nach wieder „vollläuft“, kann man das Problem zumindest etwas lindern…

(via www.winfuture.de)

Update 14.04.06, 00:43 Uhr:
Jetzt klappt auch die Aktualisierung per Update-Funktion (über „Hilfe / Firefox aktualisieren“). Nach der Aktualisierung wird dann geprüft, ob alle Erweiterungen kompatibel sind – diesmal sind sie es 😉

Update 14.04.06, 14:59 Uhr:
Wie ich gerade bei tech.cybernetnews.com[1] (englisch) lese, scheint es erste Anzeichen zu geben, dass das „Speicherproblem“ zumindest verkleinert werden konnte:

Mozilla has officially released Firefox 1.5.0.2 today and it is actually quite exciting. I have been using this build for a little over a month (since it was a Tinderbox build) and the memory leaks seem to be minimal compared to Firefox 1.5.0.1! With having a constant 8 or so tabs open I normally max out at 60-70MB, and this is the case on multiple computers! Yay Firefox!

Ich habe bisher ebenfalls den Eindruck, dass es sich etwas gebessert hat und nach dem Schließen von Tabs etwas mehr Speicher als bisher freigegeben wird (wenn auch nicht immer sofort). Optimal ist es zwar noch lange nicht (Firefox belegt z.B. in diesem Moment bei 9 – von zwischenzeitlich 20 – Tabs etwa 153 MB), aber dieser Wert scheint nicht stetig anzusteigen, wie bisher häufig beobachtet.

Möglicherweise lohnt es sich auch, sich genauer mit eventuell „Speicherproblemen“ einzelner Erweiterungen zu beschäftigen; einige Hinweise gibt es z.B. bei tech.cybernetnews.com[2] (englisch).

Irgendwie habe ich aber weiter die Befürchtung, dass sich das Speicherproblem nicht so schnell völlig verflüchtigen wird – hoffen wir also weiter auf Version 2.0…