Archiv des Monats: Juni 2006

Konsumterror: Keine Gegenfrage

von Stefan Evertz am 15.06.06 um 14:40 Uhr | 1 Antwort

In insgesamt vier Spots für McDonalds wird die gelegentlich etwas nervige Kommunikation am „Tresen“ gekonnt auf die Schippe genommen. Die Spots stammen wohl bereits aus 2004, haben aber nichts an ihrer Treffsicherheit verloren 😉

http://sevenload.de/videos/7XnT7or

Dazu passt dann wohl gut das folgende T-Shirt (gefunden bei binblog.de):

T-Shirt 'Keine Karte - Keine Punkte'

Und das T-Shirt kann dann auch gleich bei www.spreadshirt.net bestellt werden. Aber ob es wirklich hilft… 😈

(via gumia.de)

Von Fahnen und Videos

von Stefan Evertz am 15.06.06 um 14:06 Uhr | Schreibe eine Antwort

Erkenntnis des Tages:

Mit der Verlinkung von Videos scheint es wie mit dem „Flagge zeigen“ zu sein: Die eine Hälfte findet es gut, die andere nicht.

Und für die Hälfte, die bereits eine Fahne einsetzt oder über deren Einsatz in den nächsten drei Wochen nachdenkt, lohnt sich vielleicht ein Blick auf die Schnelleinführung von Thomas Klotz unter www.ra-blog.de, welche (deutsche) Fahnen man eigentlich schwenken darf.

Unsere Fahne darf jedenfalls weiter im Schirmständer bleiben 😀

Ping-Plugin für WordPress in Arbeit

von Stefan Evertz am 14.06.06 um 9:11 Uhr | 4 Antworten

Jan Piotrowski arbeit gerade an einem Plugin, um einige – in der Tat lästige – WordPress-Probleme im Hinblick auf das Veröffentlichen von Artikeln zu beheben (siehe auch betamode.de):

WordPress hat bis zur aktuellen Version 2.0.3 diverse Probleme und Fehler in den 3 Pingfunktionen Ping-Services, Trackback und Pingback:

  1. Zukünftige Posts pingen sofort nach Klicken des Buttons “Veröffentlichen” (Publish), nicht erst zum Veröffentlichungsdatum
  2. Nutzt man die XML-RPC-Schnittstelle (zum Beispiel mit Blogdesk) sind die Pings eher Glücksache
  3. Editierte Posts pingen erneut die Ping-Services an
  4. Bei Problemen mit den Pings gibt es keine Benachrichtigungen, Erklärungen oder Logfiles
  5. Der Nutzer muss warten bis die Ping-Services abgearbeitet sind

Zumindest einen Teil der Probleme habe ich hier im Blog mit den aktuell verwendeten Plugins lösen können, aber ein „eierlegende Wollmilchsau“-Plugin für das Pingen wäre wirklich eine echte Bereicherung.

Insofern begrüße ich das Vorhaben von Jan sehr und kann nur sagen: Wenn ihr noch Wünsche oder weitere Anregungen habt, nichts wie rüber zu Jan (betamode.de)!

(via www.basicthinking.de/blog)

Sprachschöpfung des Tages

von Stefan Evertz am 14.06.06 um 9:03 Uhr | Schreibe eine Antwort

Thorsten Bentrup freut sich in einem Fazit anläßlich des bevorstehen ersten Geburstags seines Taxi-Blogs (www.taxi-blog.de) über die Verlinkung durch andere Blogs und verweist unter www.taxi-blog.de[2] auf Technorati (www.technorati.com) mit den Worten:

klick to stöber

Meinem Deutschlehrer würde es die Fußnägel hochklappen, aber schöner kann man es nicht formulieren. Besten Dank für den ersten Grinser des Tages 😉

Die Formulierung sollte er sich jedenfalls umgehend schützen lassen, da offenbar selbst Google diese Wortschöpfung noch nicht kennt (siehe auch www.google.de).

Europakarte mit Kerben

von Stefan Evertz am 14.06.06 um 7:46 Uhr | Schreibe eine Antwort

Vor einiger Zeit bin ich bereits über das amüsante Tool „Visited Countries“ (douweosinga.com) gestolpert, mit dessen Hilfe man sich eine individuelle Karte mit den Ländern erstellen kann, die man bereits bereist hat – eine Kerbe pro Land sozusagen (siehe auch „Länder, in denen wir schon waren…„).

Scheinbar wurde nun das Tool auch in die Website www.world66.com[1] (englisch) integriert und um weitere Funktionen bzw. Varianten erweitert. Unter www.world66.com[2] kann man sich z.B. eine detailliertere Karte mit allen europäischen Ländern erstellen lassen. Die Karten lassen sich dann auch ins eigene Blog integrieren.

Wie die folgende Karte zeigt, komme ich z.B. auf 16 Staaten bzw. 31% von Europa (Island wurde von mir aus Platzgründen abgeschnitten):

Europakarte

(via www.ehrensenf.de)

Spam: Kleinvieh macht auch Mist

von Stefan Evertz am 14.06.06 um 6:15 Uhr | 3 Antworten

Nein, diesmal ist nicht der „neumodische“ Kommentar-Spam gemeint, sondern die zahlreichen E-Mails, die einem irgendetwas verlängern möchten, das Frauen nicht haben, etwas verkaufen möchte, das alle andere auch schon haben oder etwas vermitteln wollen, was man einem Ehemann nicht anbietet: Die nervigen Spam-Mails eben.

Soeben finde ich in meinem Spam-Filter die folgenden Daten zu einer der etwa 70-100 Spam-Mails, die mich Tag für Tag beglücken – und muss doch stutzen. Bedeuten die Zahlen doch, dass 72369 Benutzer eine E-Mail mit einer Größe von jeweils 28,21 KB erhalten haben. Mein Taschenrechner verrät mir, dass dies – nur für diese eine Spam-E-Mail – einem Datentransfer von etwa 2 Gigabyte entspricht.

Beispiel für Traffic durch Spam

Und wenn ich jetzt noch berücksichtige, dass alleine T-Online nach eigenen Angaben etwa 1 Milliarde solcher E-Mails pro Tag filtert (siehe auch www.heise.de), würde dies im Extremfall bedeuten, dass bei T-Online pro Tag etwa 27 Terabyte Datentransfer alleine durch auflaufenden Spam erzeugt werden (1 Mrd. / 72.000 x 2 GB). Auch wenn man nun im Hinterkopf hält, dass nicht jede Spam-Mail in dieser Auflage durchs Netz gepumpt wird, bleibt die Größenordnung dabei in jedem Fall beeindruckend – und zeigt, wieviel Mist auch bei kleinen Mails erzeugt wird 😥

Nun konnte ich dieses „Rauschen“ lange Zeit getrost ignorieren. Bei meinen Mail-Programmen „The Bat“ (www.ritlabs.com) und „Thunderbird“ (www.thunderbird-mail.de) leisteten die vorhandenen Bayesschen Spam-Filter (siehe auch de.wikipedia.org) gute Arbeit und entsorgten immer mindestens 90-95 % des Werbemülls. Mittlerweile bestehen aber scheinbar immer mehr dieser Mails nur noch aus einem HTML-Text und / oder einem Bild und bieten so kaum noch Angriffsfläche für die Filter. Entsprechend ist die Erkennungsquote rückläufig und liegt an schlechten Tagen deutlich unterhalb der 70%-Marke.

Deshalb teste ich nun schon länger die eigenständige Filtersoftware Spamihilator (www.spamihilator.com), die ich vor allem wegen des integrierten DCC-Plugins interessant finde und die in kürzester Zeit gute bis sehr gute Erkennungsraten zeigte. Selbst ein Teil des Spam ohne einen „Plain Text“ wird erkannt.

DCC steht für „Distributed Checksum Clearinghouse“ und beschreibt ein System, in dem anhand von Quersummen der empfangenen Nachrichten festgestellt wird, ob bzw. wieviele andere Nutzer die gleiche E-Mail bekommen haben (siehe auch www.rhyolite.com):

As of mid-2004, it involves millions of users, tens of thousands of clients and more than 250 servers collecting and counting checksums related to more than 150 million mail messages on week days. The counts can be used by SMTP servers and mail user agents to detect and reject or filter spam or unsolicited bulk mail. DCC servers exchange or „flood“ common checksums. The checksums include values that are constant across common variations in bulk messages, including „personalizations.“

The idea of the DCC is that if mail recipients could compare the mail they receive, they could recognize unsolicited bulk mail. A DCC server totals reports of checksums of messages from clients and answers queries about the total counts for checksums of mail messages. A DCC client reports the checksums for a mail message to a server and is told the total number of recipients of mail with each checksum. If one of the totals is higher than a threshold set by the client and according to local whitelists the message is unsolicited, the DCC client can log, discard, or reject the message.

Weitere Informationen zum Thema „Spam“ finden sich übrigens in einer eigenen Website der Verbraucherzentrale unter www.verbraucher-gegen-spam.de (gefunden via www.golem.de).

Und ich frage mich immer noch, ob es illegal ist, jede Spam-Mail auszudrucken, zu rollen und dann dem unseligen Versender…

Aber lassen wir das und setzen darauf, dass es immer noch genügend dämliche deutsche Spammer gibt, die man doch juristisch belangen kann – im Gegensatz zu den großen Übeltätern aus den USA und China. 😈

Lange Liste kostenloser Fachbuch-Downloads

von Stefan Evertz am 09.06.06 um 9:46 Uhr | 4 Antworten

Eine ziemlich umfangreiche Liste mit Fachbüchern, die allesamt als kostenlose E-Books heruntergeladen werden können, hat Sven Lennartz unter www.drweb.de/weblog bereitgestellt:

Wir haben uns durchgewühlt und zusammengetragen, was sich derzeit in Buchform frei im Netz lesen lässt. Verglichen mit der tatsächlichen Produktion ist das zwar ausnehmend wenig, dafür aber umso preiswerter. Manche Verlage stellen ältere Titel bereit, gelegentlich finden sich aber auch Neuerscheinungen.

Einige davon habe ich hier in der Vergangenheit zwar auch erwähnt (und mit dem Tag „E-Book“ versehen), aber die Liste toppt meine bisherigen Bemühungen doch bei weitem. Definitiv ein echter Surftipp 😉

Footballs come and go

von Stefan Evertz am 09.06.06 um 9:25 Uhr | 1 Antwort

Während hier die internen Diskussionen über das Aufrüsten laufen („Aber wenn der da hinten doch einen Fahnenmast hinstellt, dann …“, siehe auch „Fahnenkrieg„) und die Nachbarskinder auf ihren Fahrrädern fröhlich winkend und „Deutschland, Deutschland“ rufend durch die Straße fahren, lese ich eine schöne Momentaufnahme bei Thomas Knüwer (siehe auch http://blog.handelsblatt.de/indiskretion):

Vor drei Tagen aber ist mir der erste Wagen mit herauswehender Deutschland-Fahne in der Düsseldorfer Innenstadt begegnet. Und noch immer gucke ich jedem Auto mit Patriotismus-Bekundung überrascht hinterher. Verwundert starre ich zu Fenstern zu schwarz-rot-goldenen Fenstern hin. Treffe ich Kollegen, die ich ein paar Tage nicht gesehen habe, beginnt das Gespräch meist mit der Frage: „Schon WM-Fieber?“

Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass Deutschland einfach Lust hat zu feiern – egal ob es was zu feiern gibt. Denn seien wir ehrlich: Sonderlich große Hoffnungen, dass die deutsche Mannschaft es über das Viertelfinale hinaus schafft, hat wohl kaum jemand mit einem Funken Realitätssinn.

Und deshalb darf an dieser Stelle die – in meinen Augen ultimative – Fußball-Hymne nicht fehlen.

http://www.youtube.com/watch?v=YDdibp5VfEc

Fast genauso wichtig ist die Aktion „Ich bin Ballack“, die unseren Mannschaftskapitän unterstützen soll – egal, ob er nun heute spielt oder nicht: www.spreeblick.com

Und Patrick gibt unter www.wm-blogger.de den weisen Tipp, dass man doch vor dem Singen der Nationalhymne Liedtexte verteilen sollte – auch, damit so etwas nicht passiert:

http://www.youtube.com/watch?v=HrtzqLv9p98

Die Weichen sind also gestellt, dass die Fußbälle hier in wenigen Stunden ankommen und für ein vierwöchiges fröhliches Fest sorgen können. Und vielleicht geschieht ja sogar noch ein großes kleines Wunder, bis sie uns wieder verlassen 😉