Archiv der Kategorie: Computern

Blog-Spam: Alte Beiträge dichtmachen?

von Stefan Evertz am 24.08.06 um 0:28 Uhr | 8 Antworten

Die regelmäßig eingehenden Spam-Kommentare und Trackbacks dürften jedes Blog früher oder später treffen – und sorgen schnell für große Freude beim Blogbetreiber, wenn man nicht Anti-Spam-Filter wie z.B. Spam Karma 2 (unknowngenius.com) einsetzt. Hier in meinem Blog trudeln täglich etwa 30-40 solcher Kommentare ein, bei anderen (bekannteren) Blogs gehen durchaus 100 Spam-Kommentare und mehr am Tag ein.

In aller Regel sind vor allem ältere Artikel von Spam-Versuchen betroffen, wobei ich hier im Blog immer häufiger beobachte, dass frisch veröffentlichte Artikel nahezu sofort zum Zielobjekt werden (siehe auch www.basicthinking.de/blog).

Mike Schnoor beschreibt nun als mögliche Gegenmaßnahme, ältere Artikel für (neue) Kommentare und Trackbacks zu sperren (siehe auch www.sichelputzer.de):

Ich glaube, das einfachste und meiner Meinung nach schönste Mittel zumindest für WordPress Blogs ist ein manuelles Update der Datenbank. Einfach mal den SQL-Query UPDATE wp_posts SET comment_status = “closed”, ping_status = “closed” where ID < 1000 eingeben, und schon hat man von mehreren duzend Spameinträgen pro Tag endlich ruhe. Anzumerken ist, dass die ID mit dem Wert unter 1000 natürlich nur als Beispiel für diejenige ID entspricht, ab der man alle alten Einträge aushebeln möchte. Und wer interessiert sich denn nun ernsthaft für das Gewäsch von vor drei Monaten, bei dem die Kommentare sowieso jedes Feuer ausgelutscht haben? 😉

Tipp: Man kann dies übrigens auch automatisch durch das Plugin „Auto Shutoff Comments“ (codex.wordpress.org) erledigen lassen.

Mir stellt sich hier allerdings eine durchaus spannende Grundsatzfrage: Ist zu einem alten Beitrag immer schon alles gesagt?

Ausgehend von der Überlegung, dass selbst die Stammleser (mal ganz zu schweigen von den Google-Besuchern) nicht alle alten „Schätzchen“ eines Blogs kennen, entgeht dem Blogger hier durchaus die Gelegenheit, weiteres Feedback, einen Nachtrag oder eine Korrektur zu erhalten – auch wenn der Beitrag eben nicht mehr ganz aktuell ist.

Gerade für neue Leser – ob sie nun von Google oder von einem anderen Blog kommen – dürfte es auch nicht gerade einladend wirken, geschlossene Kommentare vorzufinden. Das Spam-Problem, dass für das „abweisende“ Auftreten gesorgt hat, wird dabei nur den wenigsten bekannt sein.

Insofern habe ich mich dazu entschlossen, bis auf weiteres die älteren Artikel offen zu lassen – jedenfalls solange „Spam Karma“ weiter so erfolgreich filtert und mein Blog dabei nicht in den Überlastungs-Abgrund zieht. 🙄

Update 24.08.06, 10:37 Uhr:
Mike hat mittlerweile „nachgelegt“. Unter www.sichelputzer.de[2] beschreibt er einige kleine Anpassungen an WordPress, mit denen dann für altere Artikel zumindest die Kommentarmöglichkeit für (registrierte) Stammleser bestehen bleibt.

Google Writely für alle

von Stefan Evertz am 22.08.06 um 13:03 Uhr | Schreibe eine Antwort

Logo 'Writely' Seit dem 18.08.06 darf nun jeder mit dem Tool „Google Writely“ (www.writely.com, englisch; JavaScript erforderlich) testen, wie Textverarbeitung ohne das allgegenwärtige „Word“ aus dem Hause Microsoft aussehen könnte (siehe auch www.golem.de):

Writely ist eine AJAX-basierte Online-Textverarbeitung, die komplett im Browser läuft. Ein Download oder eine Installation sind nicht notwendig, die Nutzung ist kostenlos. Eine Beta-Version von Writely ist seit August 2005 online und auch heute ist die Software noch nicht fertig.

Mit Writely lassen sich neue Dokumente erstellen oder auch vorhandene hochladen und öffnen. Diese können dann für andere freigegeben werden, so dass man sie gemeinsam bearbeiten kann. Writely informiert dabei in Form kleiner Notizen über die gemachten Änderungen und synchronisiert die unterschiedlichen Versionen der Dokumente miteinander.

Nach der Übernahme von Writely im März 2006 durch Google (siehe auch www.golem.de, „Google Desktop: Doppel-Agent 003 auf der Suche (Update)„) war zunächst der öffentliche Zugang gestoppt bzw. auf Einladungen beschränkt worden. Erfreulicherweise scheint man bei Google die Infrastruktur ausgebaut zu haben, so dass nun sowohl mit Writely das Text-Element von „Google Office“ als auch seit einer Woche Google Analytics wieder frei genutzt werden kann (siehe auch „Google Analytics für alle„).

Und so sieht die – bisher nur in Englisch verfügbare – Oberfläche aus:
Screenshot 'Writely'

Ein erster schneller Test der Textverarbeitung zeigt jedenfalls, dass Writely schon jetzt einiges zu bieten hat:

  • Geschwindigkeit bei der Textbearbeitung ist durchaus vergleichbar mit Word.
  • Die gängigen Formatelemente sind verfügbar.
  • Import (aus Word) und Export (u.a. als PDF und als Word-Dokument) klappt problemlos.
  • Gemeinsame Textbearbeitung durch mehrere Benutzer („Collaboration“) ist zwar nicht ganz „in Echtzeit“ (mindestens 5 Sekunden Verzögerung, möglicherweise bedingt durch den ersten Anstrum von Interessenten), funktioniert aber zuverlässig.

Laut den FAQ werden Internet Explorer (ab Version 5.5) und Firefox unterstützt, Opera jedoch nicht (siehe auch www.google.com, englisch).

Alles in allem scheint sich hier jedenfalls ein durchaus ernstzunehmender Kandidat für die „Textverarbeitung für zwischendurch“ herauszubilden. Einziger Wermutstropfen ist das (bisher nicht zu ändernde) Letter-Format der exportierten Dokumente – statt dem zumindest in Deutschland normalen „DIN A4“. Das sollte schleunigst angepasst bzw. modifizierbar werden.

Ob der einzelne Benutzer allerdings gut beraten ist, seine Dokumente mit einem Tool zu erstellen und zu speichern, dessen „Besitzer“ (Google) in Sachen „Datenschutz“ für seine Sammelwut bekannt ist und zudem anderen juristischen Rahmenbedingungen unterliegt, muss – wie immer – jeder selbst entscheiden…

Nachtrag 26.08.06, 13:18 Uhr
Bei www.jmboard.com/gw bin ich auf eine Beschreibung gestossen, wie auch Opera-Nutzer in den vollen Genuss von Writely kommen können. Dabei verpasst man durch die folgenden Schritte Opera quasi eine „Tarnkappe“:

  1. Extras->Einstellungen
  2. Erweitert
  3. Inhalte
  4. Einstellungen der Seiten verwalten
  5. Hinzufügen für “writely.com”
  6. Im Tab Netzwerk auf die Option “Als Mozilla maskieren” einstellen

Blotter: Das Technorati-Diagramm

von Stefan Evertz am 22.08.06 um 11:37 Uhr | Schreibe eine Antwort

Für neugierige und „statistikhungrige“ Blogger (wie mich) gehört sie zu den regelmäßig angesteuerten Websites: Die Technorati-Übersicht der Websites, die aufs eigene Blog verlinken (Übersicht für dieses Blog: www.technorati.com)

Einen komfortablen Weg, die so ermittelten Zahlen zu visualisieren, gibt es nun mit Blotter, dem „Blog-Plotter“ von Dapper (www.dappit.com). Und sieht das Diagram für mein Blog aus:

'Technorati links & sites', die auf hirnrinde.de verweisen

Mehr Informationen zu „Blotter“: www.dappit.com[2] (englisch, JavaScript erforderlich)

Blotter kann einfach mit dem folgenden HTML-Schnipsel als Bild in das eigene Blog eingebunden werden, wobei das Bild dann auf dem dappit-Server täglich aktualisiert wird:


$BLOGURL muss dann durch die eigene Blogadresse ersetzt werden. Weitere Konfigurationsmöglichkeiten (andere Auflösung, etc.) sind durch das Anhängen von Parametern an den Bild-URL möglich (Details ebenfalls unter www.dappit.com[2]).

(via www.einfach-persoenlich.de)

Zigaretten und Wassersport

von Stefan Evertz am 21.08.06 um 10:43 Uhr | 2 Antworten

Ob mit dem folgenden Buchstabendreher die – zumindest in Ägypten auch bei den Tauchern allgegenwärtigen – roten Packungen einer Zigarettenmarke gemeint sind, für die früher mal mit einem Cowboy geworben wurde?

Tauchen kann rötlich sein

(Diesen und weitere Cartoons findet man bei Miguel Fernandez unter www.gegen-den-strich.com, über den ich ja bereits berichtet habe)

Cold Calls: Auch eine Lösung?

von Stefan Evertz am 19.08.06 um 0:52 Uhr | 3 Antworten

Das Thema „Cold Calls“ (unverlangte Werbeanrufe, siehe auch de.wikipedia.org) geistert zur Zeit rumpelnd durch die Blogosphäre. Die kommunikativen Kapriolen, die da zum Teil in den Kommentaren geschlagen werden, sind dabei fast noch spannender als die vereinzelt diskutierten „rechtlichen“ Gegenmaßnahmen (siehe die beiden „Auslöser“ bei wirres.net und www.lawblog.de sowie weitere Anmerkungen bei www.basicthinking.de/blog, www.mein-parteibuch.de und fx3.org/blog). Inwieweit der eigentliche Initator die Geister, die er rief, vielleicht selber erst richtig befreit und aufgestachelt hat, mag jeder selber nach der Lektüre der Diskussionen entscheiden.

Grundsätzlich gibt es aber vielleicht noch eine andere nichtjuristische Variante, sich zwar etwas mühsamer, aber durchaus nachhaltig aus den Verteilern einzelner Vertriebler zu katapultieren. Das ganze wäre an „Scambaiting“ angelehnt, bei dem die Versender von sog. Scam-Mails (E-Mails mit betrügerischer Absicht, siehe auch de.wikipedia.org[2]) selber an der Nase herumgeführt werden (siehe auch den älteren, aber weiterhin aktuellen Artikel von Mario Sixtus unter www.sixtus.net)

Jens Scholz berichtet passenderweise von einem durchaus vergleichbaren Problem, das ihm vor 10 Jahren widerfuhr, als er eine „neue“ Telefonnummer bekam – die vorher zu einer Arztpraxis gehörte. Insbesondere die ältere Klientel des Mediziners bescherte ihm so manchen „Cold Call“, währenddessen die Praxis sich nicht interessiert zeigte, ihren Patienten die veränderte Telefonnummer deutlicher zu kommunizieren.

Und dann hatte er die rettende Idee (siehe auch www.jensscholz.com):

Geändert hat sich das erst, als ich beschloss, daß eigentlich nicht ich allein es sein sollte, der genervt wird und angefangen habe, mit den Anrufern Termine auszumachen. Normalerweise Donnerstag morgens um acht, was dann offenbar dazu führte, daß sich jeden Donnerstag mehrere ungeplante Termine im Wartezimmer tummelten. Innerhalb von wenigen Wochen jedenfalls gab es nicht einen verirrten Anrufer mehr.

Viele der anrufenden Vertriebler wollen ja nur eins: Einen Termin. Und den sollen sie nun auch bekommen. Aber aus „organisatorischen“ Gründen könnte man ja mit einer passenden Ausrede in ein Cafe seiner Wahl ausweichen. Die eklige Gaststätte um die Ecke, in die man selber aus Gesundheitsgründen nie einen Fuß setzen würde, geht natürlich auch.

Allein die reine Vorstellung, dass idealerweise gleich mehrere Vertreter dieser häufig nervenden Spezies im gleichen Raum sitzen und – vergeblich – auf das Christkind warten, erwärmt mir das Herz. Und ich bin mir sicher, dass die Botschaft ankommt 😈

So, jetzt könnt ihr wieder anrufen, wenn ihr euch traut. Und vielleicht klappt es ja auch mit einem Termin…

Rechtsfragen 4: Was ist jetzt mit VirtualDub?

von Stefan Evertz am 18.08.06 um 9:09 Uhr | 4 Antworten

Gestern mittag stutzte ich bei einer Meldung auf www.golem.de:

Ein offenbar nach weiteren Einnahmequellen suchender deutscher Webdesigner mahnt gerade aus Tschechien Webseiten-Betreiber ab, welche die etwa seit dem Jahr 2000 bekannte freie Video-Editing-Anwendung VirtualDub verlinken bzw. nennen. Auffällig ist dabei der geringe geforderte Schadensersatz, dass das Schreiben nicht von einem Anwalt kommt und die Wortmarke erst seit Ende Mai 2006 angemeldet ist.

Ein Beispiel der Abmahnung findet sich übrigens unter www.computerbase.de.

Irgendwie fühlte ich mich da ein wenig an die rechtlichen Querelen rund um die umstrittene Wortmarke „Explorer“ erinnert, die stets zu Ungunsten des damaligen „Markeninhabers“ verliefen (siehe z.B. www.heise.de im Jahr 2000):

Die Firma Symicron hat erneut einen Prozess um die Benutzung des Namens „Explorer“ verloren. Symicron hatte den Berliner Provider Speedlink abgemahnt, weil dieser auf seinen Webseiten einen Link zu dem Programm „FTP-Explorer“ anbot. Das Landgericht Berlin sah darin keine Verletzung der „Explorer“-Wortmarke von Symicron.

Eine durchaus sinnvoll klingende Empfehlung zum weiteren Vorgehen fand ich dann unter www.mein-parteibuch.de:

Im Gegensatz zu Golem empfehle ich jedoch nicht unbedingt die Einschaltung eines Anwaltes zur Abwehr der Forderung. Wenn Herr Kliemen nämlich leider nicht zum Ersatz der Kosten in der Lage sein sollte, dann bleiben die Empfänger des Briefes auf den Kosten für den Anwalt sitzen und haben erst durch die Beauftragung des Anwaltes einen tatsächlichen finanziellen Schaden. Ein freundliches Schreiben an Herrn Kliemen, dass man nicht gedenkt, sich abzocken zu lassen, und nun auf eine Entschuldigung von Herrn Kliemen wartet und Wiedergutmachung für den Ärger verlangt, dürfte meines Erachtens vollkommend ausreichend sein, um den Anspruch abzuwehren.

Einige Stunden später kam dann über www.golem.de[2] die „Entwarnung“ auf Basis einer Einschätzung zweier Berliner Rechtsanwälte:

Denn „VirtualDub“ ist ein seit Jahren bekanntes freies Programm zum Aufnehmen und Bearbeiten von Videos. Spätestens seit der „PowerPoint“-Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 24. April 1997 stehe fest, dass Computerprogramme dem Werktitelschutz unterliegen. Das bedeute, dass der Titel eines Computerprogrammes als solcher (ohne weitere Eintragung) einen Titelschutz genießt.
[…]
„So wird Herr Kliemen seinen Kuraufenthalt in Karlsbad wohl selbst bezahlen müssen und nicht die Fangemeinde der freien Videobearbeitungssoftware“, so die Anwälte. „Als Tipp für diese(!) Abmahnung kann nur geraten werden, die Unterlassungserklärung nicht zu unterzeichnen und Herrn Kliemen die Freiheit zu lassen, sein vermeintliches Recht gerichtlich durchzusetzen. Sollte allerdings eine einstweilige Verfügung gegen einen Seitenbetreiber ergehen, ist auf jeden Fall dagegen vorzugehen, unter den oben genannten Bedingungen dürfte dies erfolgreich sein.“

Gestern abend war dann aber unter www.lawblog.de eine etwas andere Einschätzung von Dominik Boecker zu lesen:

Die Konstellation ist also für die Betroffenen leider nicht so einfach und so risikolos, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Gerichte sind an die Markeneintragung auch im Falle einer bösgläubigen Eintragung gebunden. Man erinnere sich nur an die diversen “Explorer”-Verfahren, die viele Leute eine Stange Geld gekostet haben. Ich kann mir auch jetzt (bedauerlicherweise) vorstellen, dass Virtualdub eine Menge Geld von Personen kosten wird, die lediglich die Homepage von Avery Lee verlinkt haben. So einfach kann also nicht Entwarnung gegeben werden.

Zum einen scheint sich wieder mal die alte Weisheit zu bestätigen: Frage zwei „Experten“ und du bekommst zwei Meinungen 🙁

Und zum anderen frage ich mich natürlich: Welche Einschätzung stimmt denn nun?

Ich hoffe jedenfalls, dass die von Golem verbreitete Einschätzung die „richtige“ ist – und das nicht nur im Interesse der abgemahnten Webseitenbetreiber…:evil:

Nachtrag 22.08.06, 23:30 Uhr:
Nachzutragen ist noch eine weitere Einschätzung, die am 18.08.06 bei www.heise.de zu lesen war:

Der auf Markenrecht spezialisierte Rechtsanwalt Martin Jaschinski aus der Berliner Kanzlei JBB Rechtsanwälte sagte auf Anfrage von heise online, es spreche einiges dafür, dass es sich hier um eine so genannte „böswillige Markenanmeldung“ handle. Deshalb könne jedermann mit Aussicht auf Erfolg beim DPMA einen Antrag auf Löschung der Wortmarke aus dem DPMA-Register stellen. Zudem genieße der Hersteller der Software „Virtual Dub“ aller Voraussicht nach für den Softwarenamen auch in Deutschland einen so genannten „Werktitelschutz“, der älter und damit höher priorisiert sei. Treffe dies zu, sei eine vom Hersteller gewollte Verlinkung auf dessen Website unproblematisch.

„Die Empfänger von solchen Abmahnungen sollten sich entspannt zurücklehnen. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass der Markeninhaber in dem einen oder anderen Fall zunächst eine einstweilige Verfügung erwirkt. Falls er auf Widerstand trifft, wird er aber auf Dauer mit seiner Masche höchstwahrscheinlich keinen Erfolg haben. Wer lieber aktiv werden will, kann auch mit Gegenabmahnung und Androhung einer negativen Feststellungsklage reagieren“, erläuterte Jaschinski. Völlig unklar sei auch, welcher Schaden durch die Verlinkung der Virtual-Dub-Homepage entstanden sein könne. Aus der Abmahnung gehe das nicht hervor. Vielmehr wirke der geltend gemachte Schaden als völlig „aus der Luft gegriffen“.

Ansonsten hat Dominic Boecker (Autor des oben zitierten Artikels im lawblog) per Kommentar verdeutlicht, dass seine Überlegungen „auch kein Grund zur zu großen Sorge“ sein sollten.

Ich habe da jedenfalls weiterhin „Restzweifel“ und hoffe jetzt einfach mal, dass diese Posse in Kürze mit einem „Hat sich erledigt!“ abgeschlossen werden kann.

8 Ausreden für Contentklau

von Stefan Evertz am 18.08.06 um 7:43 Uhr | 1 Antwort

Darren Rowse hat unter www.problogger.net die acht häufigsten Ausreden von Bloggern zusammengetragen, die seine Artikel ohne Erlaubnis (und in aller Regel ohne Quellenangabe) wiederveröffentlicht haben. Die folgenden drei haben mir besonders gut gefallen:

  • „I just couldn’t resist – it was too tempting.“
  • „Sorry, my Son was playing with my blog and did it without me knowing.“
  • „I was just doing it to see how long it would take you to realize I was doing it.“

Zitate: Benutzerfreundlichkeit von Computer und Telefon

von Stefan Evertz am 17.08.06 um 9:19 Uhr | Schreibe eine Antwort

Das folgende Zitat geistert seit diversen Jahren in meinem Kopf herum und beschreibt ziemlich treffend die – bisher unerfüllte – Wunschvorstellung eines benutzerfreundlichen Computers:

Ein Computer sollte so einfach zu benutzen sein wie ein Telefon: Man nimmt den Hörer ab und ist „online“.

(Die Quelle ist mir leider nicht bekannt, wobei es möglicherweise von Scott McNealy stammen könnte, dem ehemaligen CEO von SUN; über Hinweise per Kommentar würde ich mich sehr freuen)

Dass man es auch genau andersherum sehen kann, zeigt ein Zitat unter www.onlinekosten.de, auf das ich bei www.basicthinking.de/blog gestossen bin:

„Ich habe immer den Traum gehabt, dass ein Computer so einfach zu benutzen ist wie ein Telefon“, sagt Bjarne Stroustrup, Erfinder der Programmiersprache C++. „Heute ist mein Traum wahr geworden: Ich verstehe nicht mehr, wie ich mein Telefon benutzen kann.“

Bei diesem Ausspruch muss er eines der modernen Handies im Sinn gehabt haben, auch wenn das Zitat laut de.wikiquote.org schon von 1990 stammt… 🙄

Kornkreisender Firefox

von Stefan Evertz am 16.08.06 um 9:41 Uhr | 1 Antwort

Logo Firefox Waren es die Ausserirdischen, die die zunehmende Verbreitung des Browsers „Firefox“ feiern wollten? Oder waren es doch menschliche Füße, die den „Firefox“-Kornkreis mit einem Durchmesser von knapp 70 Metern irgendwo im US-Bundesstaat Oregon in ein Feld zauberten?

Firefox-Kornkreis

Unter lug.oregonstate.edu gibt es zwar einige Infos und Bilder zum „Circle“-Projekt, aber wer weiß, ob das Projekt nicht auch Teil einer Verschwörung ist, um die wahren Urheber der Kornkreise zu vertuschen 😉

(via blog.patrickkempf.de)

Google Analytics für alle

von Stefan Evertz am 16.08.06 um 9:00 Uhr | 2 Antworten

Das endlose Warten auf einen Zugang zum Besucherzähler von Google hat ein Ende, wie im offiziellen Blog zu „Google Analytics“ zu lesen ist (siehe auch analytics.blogspot.com):

I’m happy to tell you that we’ve just removed the wait to receive a Google Analytics account. Now anyone with a website can instantly create one for free by simply by visiting google.com/analytics or by clicking on the „Analytics“ tab within AdWords. After you create an account, we suggest reading the Installation Guide to get it set up quickly and correctly.

Der im November 2005 gestartete Dienst brach damals postwendend unter der Nachfrage zusammen (siehe auch „Google Analytics – Neuer Dienst zur Besucher-Analyse mit Startschwierigkeiten„), so dass sich neue Interessenten nur noch in eine Warteliste eintragen konnten. Dieser Zustand scheint nun ein Ende zu haben.

Wer also „Google Analytics“ zur „Messung“ der Besucher seines Blogs oder seiner Website nutzen will, kann sich unter www.google.com/analytics/ anmelden, wobei „wie immer“ Vorraussetzung für die Nutzung ein Googlemail-Account ist (und nein, ich habe keine Einladungen mehr übrig).

Über ein passendes Plugin für Google Desktop zur Anzeige der Besucherzahlen in Echtzeit bin ich dann noch unter blog.outer-court.com gestolpert: r2unit.org/desktop

Ich muss allerdings gestehen, dass ich Google Analytics hier im Blog im März 2006 abgeschaltet habe, da die Performance (zumindest damals) sehr unzuverlässig war (siehe auch „Machs besser, Google Analytics„). Angesichts der nun erfolgten Freigabe „für alle“ dürfte es nun wohl zu weiteren Engpässen kommen.

Eine ziemlich umfassende Übersicht an verfügbaren „Besucherzählern“ (mit zahlreichen interessanten Alternativen zum Google-Dienst) findet sich übrigens unter www.basicthinking.de/blog.

(via www.formsache-blog.de)

Nachtrag 17.08.06, 08:50 Uhr:
Das passiert auch eher selten: Während diverse Blogs das Thema schon gestern vormittag aufgegriffen haben, sind einige „klassische“ News-Dienste erst deutlich später darauf gestoßen (www.heise.de gestern um 16:52 Uhr, www.golem.de heute um 7:45 Uhr).

Nachtrag 18.08.06, 10:08 Uhr:
Eine etwas ausführlichere Beschreibung des erwähnten Plugins bzw „Gadgets“ für Google Desktop findet sich unter www.jmboard.com/gw.